|| T Ä G L I C H E D O S I S K U N S T ||
Vor 114 Jahren – am 5. Oktober 1912 – wurde der Künstler Ernst Bräuer in Dresden geboren.
Ernst Bräuer
1912 Dresden – 1994 Gschwendt
‚drei Pferde vor rotem Hintergrund‘
unten rechts signiert & datiert (1963)
Monotypie auf leichtem Karton
86 x 61 cm (Blatt)
€ 370,-
Ernst Bräuer besuchte 1933/34 die Akademie für Kunstgewerbe in Dresden und studierte ab 1938 an der Kunstakademie Dresden. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er seine Ausbildung 1946–52 an der Akademie der bildenden Künste in München fort, unter anderem bei Willi Geiger und ab 1951 bei Ernst Geitlinger. Bereits ab 1947 war Bräuer als freier Grafiker in München tätig.
Ab 1955 beteiligte er sich an den Großen Münchner Kunstausstellungen im Haus der Kunst. 1962–77 lehrte er Graphik, Malerei und Schrift am Bildungszentrum für Bau und Gestaltung und an der Meisterschule für Mode in München. Sein Werk umfasst neben abstrakten Kompositionen auch figürliche Darstellungen – wiederkehrende Motive sind unter anderem Pferde.
Die vorliegende Monotypie von 1963 zeigt drei schlanke, nach rechts gerichtete Pferde vor einem leuchtend roten, fast schon poppigen Grund.
… weitere Werke von Ernst Bräuer …
Der Herbst zeigt sich hier nicht nur im Motiv, sondern auch im Wechsel der Farben: Hans Brasch fängt in diesem Aquarell einen Übergang zwischen sommerlichem Grün und beginnender herbstlicher Verfärbung ein.
Hans Brasch
1882 Karlsruhe – 1973 Murrhardt
‚Herbstblüte‘
verso Nachlassstempel
Aquarell auf dünnem Japanpapier
46,5 x 63,5 cm
€ 450,-
Hans Brasch erhielt seine erste Ausbildung im väterlichen Dekorations- und Malerbetrieb und besuchte anschließend die Kunstgewerbeschule sowie die Karlsruher Kunstakademie. Dort studierte er unter anderem bei Walter Conz, Ludwig Schmid-Reutte und Friedrich Fehr. Von 1904 bis 1908 war er Meisterschüler von Hans Thoma.
Nach Studienaufenthalten in Paris und Genf, wo er mit Ferdinand Hodler zusammentraf, ließ sich Brasch 1913 in Frankfurt am Main nieder. Ab 1920 arbeitete er im Schwarzwald bei St. Blasien.
Die Auseinandersetzung mit Goethes Farbenlehre und der Anthroposophie Rudolf Steiners führte ihn zunehmend zum Aquarell.
Das undatierte Blatt zeigt einen Blick aus der Untersicht: Ein leuchtend blauer Himmel nimmt einen großen Teil der Komposition ein, während sich im Vordergrund bereits erste Blätter rötlich verfärben. Die übrige Vegetation trägt noch weitgehend das Grün des Sommers.
… weitere Werke von Hans Brasch …
Vor 204 Jahren – am 3. Oktober 1822 – starb der vielseitige Zeichner, Grafiker, Staatsrat, Schriftsteller und Kunstsammler Stephan von Stengel in Bamberg.
Stephan von Stengel
1750 Mannheim – 1822 Bamberg
‚Ruine des alten Schlosses bei Heppenheim‘
Tuschfeder (schwarz, braun, teilweise grau laviert) auf Bütten
um 1770–71
12,8 x 16,8 cm
€ 850,-
Stephan von Stengel studierte in Heidelberg Rechts-, Staats- und Wirtschaftswissenschaften und trat anschließend in den pfälzischen Staatsdienst ein.
Daneben entwickelte er früh ein ausgeprägtes Interesse an Kunst und Grafik. Besonders eng verbunden war er mit dem Maler und Radierer Ferdinand Kobell, mit dem er auch Reisen unternahm und gemeinsam zeichnete.
1771 entstand seine Radierungsfolge „Les Environs de Heidelberg“, die Ansichten von Heidelberg, Weinheim, Heppenheim, Neufalkenstein und Schriesheim umfasst. Die vorliegende Zeichnung dürfte als Vorarbeit für die Darstellung der Starkenburg bei Heppenheim entstanden sein. Perspektive, Bauwerk und Teile der Vegetation finden sich in ähnlicher Form auch in der späteren Radierung wieder.
Neben seiner eigenen künstlerischen Tätigkeit war von Stengel ein bedeutender Kunstsammler. Seine Kupferstichsammlung umfasste am Ende seines Lebens über 13.000 Werke.
Vor 137 Jahren – am 2. Oktober 1889 – wurde der Maler, Zeichner, Grafiker und Bildhauer Albert Reuss in Wien geboren.
Albert Reuss
1889 Wien – 1975 Truro, Cornwall
‚Bildnis einer Dame (Mutter des Künstlers?)‘
Bleistift auf Zeichenpapier
19,8 x 12,5 cm
verso Künstlerstempel, datiert (September 1916)
€ 340,-
Albert Reuss, der aus einer jüdischen Familie stammte, erhielt bereits als Kind Malunterricht. Nach einer kurzen Laufbahn als Schauspieler wandte er sich in Wien zunehmend der bildenden Kunst zu.
Ab 1922 arbeitete er offiziell als Maler und etablierte sich insbesondere als Porträtist.
1938 emigrierte er mit seiner Frau Rosa nach England. Ab 1948 lebte und arbeitete das Paar in Mousehole, Cornwall.
Die vorliegende Zeichnung entstand im September 1916 und gehört damit in die frühe Wiener Lebensphase des Künstlers. Dargestellt ist eine ältere Dame im Profil nach links, die sich auf einen Tisch stützt. Kleidung und Hut lassen auf eine Szene im Außenbereich eines Cafés oder Restaurants schließen.
Nach einem Hinweis der Reuss-Biografin Susan Soyinka könnte es sich bei der Dargestellten um Sidonia Reisz, die Mutter des Künstlers, handeln.
Vor 119 Jahren – am 1. Oktober 1907 – wurde der Künstler Ferdinand Springer in Berlin geboren.
Ferdinand Springer
1907 Berlin – 1998 Grasse, Frankreich
‚abstrahierte Landschaft (Provence) & Neujahrsgruß 1979‘
Aquarell & Tuschfeder auf Karton
9,9 x 13,4 cm (Aquarell)
€ 250,-
Ferdinand Springer studierte zunächst Kunstgeschichte in Zürich, bevor er sich ab 1927 intensiv der Malerei widmete. In Mailand arbeitete er im Umfeld Carlo Carràs und begegnete Giorgio Morandi. 1928 ging er nach Paris und studierte bei Roger Bissière an der Académie Ranson. Ab 1932 erlernte er im Atelier 17 bei Stanley Hayter die Druckgrafik.
Ab 1938 lebte Springer mit Unterbrechungen in Grasse. Dort stand er in engem Austausch mit Künstlern wie Hans Arp, Sophie Taeuber-Arp, Alberto Magnelli und Sonia Delaunay.
Nach 1940 entstanden seine ersten abstrakten Arbeiten. Ab 1975 ließ er sich endgültig in Grasse nieder; ab etwa 1980 entwickelte er die sogenannten „imaginären Landschaften“, angeregt von der Landschaft der Provence.
Das vorliegende kleine Aquarell entstand 1979 als Neujahrsgruß. Die abstrahierte Landschaft mit Bäumen, Hügeln und bewegtem Himmel verbindet gegenständliche Anklänge mit einer freien, fließenden Farb- und Formensprache.
… weitere Werke von Ferdinand Springer …
Ein kleiner Blick zurück, denn am gestrigen Tag vor 74 Jahren – am 29. September 1952 – wurde der Künstler Arno Backhaus in Aschaffenburg geboren.
Arno Backhaus
*1952 Aschaffenburg
„Melancholie“
unten rechts signiert & datiert (1992)
Linolschnitt
29,8 × 21,5 cm (Druck)
Künstlerexemplar (E.A.)
€ 125,-
Arno Backhaus absolvierte von 1970 bis 1974 an der Zeichenakademie Hanau eine Ausbildung zum Goldschmied und schloss 1978 ein Gestaltungsstudium an der Fachhochschule Wiesbaden ab. Als Maler ist er Autodidakt. Seit 1981 arbeitet er freischaffend.
In seiner Malerei und Grafik beschäftigt sich Backhaus häufig mit menschlichen Figuren, gesellschaftlichen Rollen und existenziellen Situationen.
Der 1992 entstandene Linolschnitt „Melancholie“ zeigt eine silhouettenhaft reduzierte Figur in einer kontrastreichen, klar gegliederten Bildwelt. Die sparsame Formensprache und die Konzentration auf Kontur und Fläche verleihen dem Blatt eine stille, zurückgenommene Wirkung.
… weitere Werke von Arno Backhaus …
Vor 80 Jahren – am 29. September 1946 – wurde der Maler und Zeichner Michael Bamberg in Berlin-Wannsee geboren.
Michael Bamberg
1946 Berlin-Wannsee – [nach 2014]
‚surreal düsteres Bildnis in nächtlicher Landschaft‘
unten links signiert & datiert (12.Nov. 1967)
Öl auf Leinwand
70 x 50 cm
€ 550,-
Michael Bamberg absolvierte von 1964 bis 1967 eine Ausbildung zum Theatermaler am Bayerischen Staatsschauspiel in München. Anschließend studierte er von 1969 bis 1975 an der Kunstakademie München bei Franz Nagel. Studienreisen führten ihn nach Nordafrika, Indien und auf die Malediven.
Nach dem Studium ließ sich Bamberg in Planegg nieder, wo er in einem ehemaligen Reitstall lebte und arbeitete. Gemeinsam mit der Künstlerin Conny Krafft betrieb er dort eine „Treppen-Galerie“. Zeitweise hielt er sich auch in Lisciano Niccone in Italien auf, wo er Malkurse gab.
Sein frühes Schaffen wird dem „Umkreis des phantastischen Realismus“ zugerechnet. Neben Öl- und Acrylmalerei entstanden Aquarelle und Federzeichnungen.
Das 1967 entstandene Gemälde gehört noch zur frühen Münchner Schaffensphase und entstand vor Bambergs Studium an der Kunstakademie.
… weitere Werke von Michael Bamberg …
…und noch ein Geburtstag!
Vor 131 Jahren – am 29. September 1895 – wurde der Künstler Wolfgang von Websky in Berlin geboren.
Wolfgang von Websky
1895 Berlin – 1992 Wangen im Allgäu
‚Bildnis eines sitzenden Mädchens‘ (1976)
Photolithographie (nach Ölkreidezeichnung) auf Karton
32,2 x 40,7 cm
unten rechts signiert & unten links im Druck monogrammiert
€ 200,-
Wolfgang von Websky studierte ab 1917 an der Breslauer Kunstakademie in der Porträtklasse von Eduard Kaempffer. Weitere Studien führten ihn nach München und Berlin.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und fünfjähriger sowjetischer Kriegsgefangenschaft begann 1950 sein künstlerischer Neubeginn. 1952 ließ er sich mit seiner Familie in Wangen im Allgäu nieder.
Webskys Werk blieb der Gegenständlichkeit verpflichtet. Porträts, Landschaften und Stillleben verbinden genaue Beobachtung mit einer freien, teils expressiven Farb- und Formensprache. Das Porträt nahm dabei einen besonderen Stellenwert ein.
Die vorliegende Arbeit von 1976 zeigt ein sitzendes Mädchen in konzentrierter Darstellung. Sie entstand im Spätwerk des Künstlers und basiert auf einer Ölkreidezeichnung.
… weitere Werke von Wolfgang von Websky …
Vor 93 Jahren – am 28. September 1933 – starb der Maler und Zeichner Paul Neresheimer in München.
Paul Neresheimer
1885 Amsterdam – 1933 München
„Kirchdorf in nebligem Gebirgstal“
Links unten signiert & datiert (1927)
Aquarell über Bleistift auf Papier / Pappe
35,4 x 48,2 cm
€ 490,-
Paul Neresheimer kam 1893 mit seiner Familie von Amsterdam nach München. Nach dem Abitur begann er zunächst ein Architekturstudium an der Technischen Hochschule München, entschied sich 1904/05 jedoch gemeinsam mit Hans Gött für die Malerei. Ab Herbst 1904 besuchte er die Privatschule von Heinrich Knirr. 1911/12 war Neresheimer an Ausstellungen der Münchner Secession beteiligt. Nach dem Ersten Weltkrieg wandte er sich verstärkt der Landschaftsmalerei zu.
Die Sommermonate verbrachte er regelmäßig im bayerischen Alpenvorland und in Südtirol. Landschaften dieser Regionen wurden zu wiederkehrenden Motiven. 1922 zeigte die Galerie Thannhauser eine Einzelausstellung mit seinen Arbeiten.
Das vorliegende Aquarell ist in diese Werkgruppe einzuordnen und zeigt eine südtiroler Berglandschaft.
Vor 134 Jahren – am 27. September 1892 – wurde der Künstler Hugo Wallenius in Hamburg geboren.
Hugo Wallenius
1892 Hamburg – 1948 Wattenscheid
Entwurf für Plakat/Werbung „O Brasil“ / ‚Straßenansicht in Recife‘
verso signiert
Aquarell über Bleistift auf Aquarellkarton
30,1 x 22,4 cm
€ 330,-
Hugo Wallenius absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Lithographen und studierte anschließend an der Hamburger Kunstgewerbeschule bei Arthur Illies. Neben seiner Tätigkeit als Grafiker und Lithograph entwickelte er ein eigenständiges künstlerisches Werk und war bereits ab 1918 an Ausstellungen beteiligt.
1929 reiste Wallenius nach Brasilien, wo er bis 1933 in Recife als Schriftlithograph und Entwerfer tätig war. Die südamerikanischen Jahre prägten sein Schaffen: Seine Arbeiten aus dieser Zeit zeichnen sich durch eine besondere Farbigkeit und eine lebendige Auffassung der dargestellten Motive aus. 1936 bis 1938 lebte und arbeitete er anschließend in Kolumbien.
Die vorliegende Arbeit zeigt einen farbintensiven Straßenzug in Recife. Rot, Orange und Violett der Häuser werden von der üppigen Vegetation kontrastiert.
Auf der Rückseite befindet sich zudem ein Entwurf für eine Plakat- oder Werbearbeit mit der Aufschrift „O Brasil“. Das Blatt dürfte während Wallenius’ Zeit in Recife um 1930–33 entstanden sein.
… weitere Werke von Hugo Wallenius …
Vor 115 Jahren – am 26. September 1911 – wurde Helmut Meyer-Weingarten in Weingarten (Baden) geboren.
Helmut Meyer-Weingarten
1911 Weingarten – 1994 Karlsruhe
„Stillleben mit blauen Krügen und blauem Teller“
unten rechts monogrammiert & datiert (1977)
Öl auf Rupfen, Keilrahmen, gerahmt
68,7 x 69 cm
€ 2.300,-
Meyer-Weingarten absolvierte zunächst eine Lehre als Kunstglaser. Von 1930 bis 1933 studierte er Bühnenbild in Karlsruhe sowie Malerei und Zeichnung an der Badischen Landeskunstschule bei August Babberger und Karl Hubbuch.
1933 protestierte er öffentlich gegen die Entlassung seiner Lehrer und wurde daraufhin ausgeschlossen. Es folgten Hausdurchsuchungen durch die Gestapo sowie eine zeitweilige Emigration nach Frankreich.
Ab 1946 beteiligte er sich am kulturellen Wiederaufbau in Karlsruhe. 1954 übernahm er die Mal- und Zeichenklasse an der Volkshochschule Karlsruhe und leitete sie bis 1983. Sein Werk umfasst Landschaften, Porträts, Figuren, Akte und Stillleben in expressiv-realistischer Ausführung.
Das 1977 entstandene Stillleben zeigt drei blaue Krüge und einen Teller auf einem mit blauem Tuch bedeckten Tisch.
Am gestrigen Tag jährte sich der Todestag des schwäbischen Künstlers Alois Schenk (24. September 1949) zum 77. Mal.
Alois Schenk
1888 Schwäbisch Gmünd – 1949 ebd.
‚Schafstudie‘
unten links signiert & datiert (1908)
Öl auf Leinwand, auf festen Karton aufgezogen
32,5 x 38,5 cm
€ 840,-
Alois Schenk absolvierte von 1903 bis 1906 eine handwerkliche Malerlehre in Stuttgart und studierte anschließend von 1906 bis 1911 an der Kunstakademie Stuttgart. Zu seinen Lehrern gehörten Robert Poetzelberger, Christian Landenberger und Adolf Hölzel. Bereits während des Studiums beschäftigte er sich intensiv mit kirchlicher Kunst und der Freskomalerei.
Die auf 1908 datierte ‚Schafstudie‘ entstand somit während dieser Stuttgarter Studienzeit.
Ein Schwerpunt Schenks waren Wandmalereien und Kreuzwegdarstellungen in Kirchen im Raum Ostwürttemberg. Eine herausragende Arbeit ist der stark expressive Kreuzwegfries in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Röhlingen.
Vor 121 Jahren – am 24. September 1905 – wurde der Maler, Zeichner und Grafiker Richard Eggers in Wilster geboren.
Richard Eggers
1905 Wilster – 1995 Buxtehude
‚Blühender Garten‘
unten links signiert & datiert (1976)
Öl auf Platte
59,8 x 69,9 cm
€ 1.400,-
Richard Eggers absolvierte zunächst eine Lehre als Klavierbauer im väterlichen Betrieb und besuchte parallel Abendkurse an der Hamburger Kunstgewerbeschule. Von 1927 bis 1930 studierte er bei Gustav Johannes Buchner in München und Lena Paczki-Marholz in Leipzig.
1930 entschied er sich für die freie Malerei und ließ sich zunächst in Husum nieder. 1934 zog er nach Jork im Alten Land, das zu einem wichtigen Bezugspunkt seines Schaffens wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte Eggers seine intensive künstlerische Tätigkeit fort. Eine Studienreise in die Niederlande 1956 führte ihn zu den Werken von Rembrandt, van Gogh und Cézanne. Nach einem schweren Unfall 1965 nahm er 1967 seine Maltätigkeit wieder auf und es entstand ein farbstarkes Spätwerk.
Das vorliegende Gemälde gehört in das späte Schaffen. Der stark vereinfachte Garten wird von unterschiedlichen Grüntönen bestimmt, aus denen rote Blüten markant hervortreten.
… weitere Werke von Richard Eggers …
Vor 52 Jahren – am 23. September 1974 – starb der Künstler Erich Hartmann auf Sylt.
Erich Hartmann
1886 Elberfeld – 1974 Sylt
„Im Hafen von Likata (Sizilien)“
rechts unten signiert & datiert (1924)
Kohle auf Ingrespapier
35,5 x 48,4 cm
€ 310,-
Erich Hartmann studierte zunächst an der Düsseldorfer Akademie bei Eduard von Gebhardt und anschließend in München. Aufenthalte und Studienreisen führten ihn unter anderem nach Paris, Italien und Russland. Nach dem Ersten Weltkrieg ließ er sich in Hamburg nieder und schloss sich 1919 der Hamburgischen Sezession an. Daneben war er als Dozent an der privaten Kunstschule von Gerda Koppel tätig.
Im März 1924 reiste Hartmann gemeinsam mit seiner Frau Ida für drei Monate nach Italien. Über Bern führte die Reise unter anderem nach Florenz, Rom und Neapel. Die dabei entstandenen Zeichnungen und Aquarelle dokumentieren diese wichtige Schaffensphase.
Die vorliegende Zeichnung zeigt den Hafen von Licata auf Sizilien. Mit wenigen schnellen und festen Kohlestrichen konzentriert Hartmann die Darstellung auf die wesentlichen Formen und hält so unmittelbar einen Moment seiner Italienreise fest.
… weitere Werke von Erich Hartmann …
Vor 20 Jahren – am 22. September 2006 – starb der Maler und Grafiker Karl Schricker in Bayreuth.
Karl Schricker
1912 Förstenreuth – 2006 Bayreuth
„Ein Strauß von Leben“
signiert & datiert (1979)
Mischtechnik auf Platte
95 x 74 cm
€ 630,-
Karl Schricker erhielt bereits als Schüler Unterricht beim Münchberger Kunstmaler Max Schaffner. Von 1932 bis 1939 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Friedrich Heubner und Karl Dotzler. 1937 wurde ihm der Albrecht-Dürer-Preis der Stadt Nürnberg verliehen, 1939 wurde er zum Meisterschüler ernannt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Schricker zunächst freischaffend, bevor er von 1948 bis 1975 als Industriegraphiker bei der Porzellanmanufaktur Rosenthal tätig war. Danach widmete er sich wieder ausschließlich der freien Kunst. 1964 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Künstlergruppe „Nordfranken“.
Ein wiederkehrendes Motiv in seinem Werk ist das Tier, sowie die Beziehung zwischen Mensch und Tier. Schricker fand dabei zu einem ganz eigenen expressiv realistischen Ausdruck.
… weitere Werke von Karl Schricker …
Vor 70 Jahren – am 21. September 1956 – starb der wunderbare Maler und Zeichner Theodor Hugo Fenners in Nürnberg.
Theodor Hugo Fenners
1877 St. Hubert (Kempen) – 1956 Nürnberg
„Menschen und Tiere“ (Werkverzeichnis: Nr. 1956/2 – 118)
verso signiert & datiert (1956)
Öl auf Hartfaser
59,7 x 80,2 cm
€ 950,-
Theodor Hugo Fenners wuchs in ärmlichen Verhältnissen am Niederrhein auf. Sein zeichnerisches Talent wurde bereits während der Schulzeit erkannt und gefördert. Er studierte in Düsseldorf, Berlin und Krefeld. Ab 1909 lebte er als freischaffender Künstler in Essen.
Nach dem Ersten Weltkrieg unternahm Fenners Studienreisen nach England, Frankreich, Belgien und in die Niederlande. Ab 1933 zog er sich zunehmend zurück und erkundete auf Wanderungen Deutschland, wobei ihn besonders Franken beeindruckte. Nach der Zerstörung seines Essener Ateliers 1944 entstand ab 1946 in Nürnberg ein starkes, expressiv realistisches Spätwerk.
„Menschen und Tiere“ gehört zu dieser späten Schaffensphase und zählt laut Werkverzeichnis zu den letzten Arbeiten des Künstlers. Drei reduzierte menschliche Figuren stehen auf einer Wiesenfläche, daneben zwei Pferde, im Hintergrund sind Kirchturm und Dächer eines Ortes zu erkennen. Das Motiv verbindet die für Fenners charakteristischen Themen Mensch, Tier und Landschaft mit einer ganz eigenen Form- und Farbsprache.
… weitere Werke von Theodor Hugo Fenners …
Vor 148 Jahren – am 20. September 1878 – wurde der Maler, Zeichner und Illustrator Curt Ziegra in Düsseldorf geboren.
Curt Ziegra
1878 Düsseldorf – 1946 Tegernsee
‚Schwarzhaariger weiblicher Akt‘
Aquarell & Kreide auf Zeichenpapier
31,7 x 31,5 cm
rechts unten signiert & datiert (1923)
Provenienz: Sammlung Dr. Friedrich Wilhelm Denzel (München)
€ 610,-
Curt Ziegra, Sohn des Künstlers und Fotografen Max Ziegra, studierte an den Kunstakademien in Berlin, Dresden und Weimar. Bereits 1906 beteiligte er sich an einer Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes in Weimar. In den folgenden Jahren war er auch als Illustrator tätig, unter anderem für die Zeitschrift „Jugend“.
Während des Ersten Weltkriegs diente Ziegra als Soldat und war zeitweise als Regimentszeichner tätig.
Nach 1918 lebte und arbeitete er insbesondere in Partenkirchen, wo seine Frau Anne Elisabeth ein Töchterheim (Maxstadtstraße 4) leitete. Es entstanden damals vor allem Landschaften, die mitunter deutlich modern aufgefasst waren.
Dieses frühe, 1923 datierte Werk zeigt einen stehenden weiblichen Akt mit in die Hüften gestemmten Armen. Mit wenigen, sicher gesetzten Linien und farbigen Akzenten entwickelt Ziegra eine expressiv spannungsvolle, bewegte Figur.
… weitere Werke von Curt Ziegra …
Und nochmals eine Erinnerung an den Geburtstag von Curt Ziegra, der sich heute zum 148. Male jährt.
Um 1920-30 entstand diese Ansicht südlich von Partenkirchen mit Blick auf Alpspitze und Zugspitze.
Curt Ziegra
1878 Düsseldorf – 1946 Tegernsee
‚Landschaft südlich von Partenkirchen mit Blick auf Alpspitze und Zugspitze‘
unten links signiert
Öl auf Leinwand
60 x 80 cm
€ 1.200,-
Curt Ziegra, Sohn des Künstlers und Fotografen Max Ziegra, studierte an den Kunstakademien in Berlin, Dresden und Weimar. Bereits 1906 beteiligte er sich an einer Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes in Weimar. In den folgenden Jahren war er auch als Illustrator tätig, unter anderem für die Zeitschrift „Jugend“.
Während des Ersten Weltkriegs diente Ziegra als Soldat und war zeitweise als Regimentszeichner tätig.
Nach 1918 lebte und arbeitete er insbesondere in Partenkirchen, wo seine Frau Anne Elisabeth ein Töchterheim (Maxstadtstraße 4) leitete. Es entstanden damals vor allem Landschaften, die mitunter deutlich modern aufgefasst waren.
… weitere Werke von Curt Ziegra …
Vor 141 Jahren – am 19. September 1885 – wurde der Maler und Grafiker Hermann Kupferschmid in Waldshut geboren.
Hermann Kupferschmid
1885 Waldshut – 1975 Achern
„Die Werft“
unten rechts signiert
Kaltnadelradierung
26 x 34 cm (Druck)
€ 90,-
Hermann Kupferschmid studierte zunächst Architektur in München und Karlsruhe und schloss das Studium 1908 als Diplomingenieur ab. Anschließend studierte er Malerei und Grafik an der Karlsruher Akademie bei Ernst Schurth, Walter Conz und Caspar Ritter. Ab 1912 arbeitete er als freischaffender Künstler.
Kupferschmid beschäftigte sich in seinem Werk häufig mit Industrie und Technik. Werften, Fabrikhallen, Stahlwerke, Brücken- und Kraftwerksbauten wurden zu wichtigen Motiven, die er sowohl malerisch als auch grafisch umsetzte. Von 1934 bis 1945 lehrte er Freie Grafik an der Karlsruher Kunstakademie.
Die vorliegende Kaltnadelradierung „Die Werft“ steht exemplarisch für seine intensive Auseinandersetzung mit industriellen Arbeits- und Produktionslandschaften.
Vor 141 Jahren – am 18. September 1885 – wurde der Maler, Zeichner, Grafiker und Bildhauer Theodor (Theo) Brün in Hamm geboren.
Theodor Brün
1885 Hamm – 1981 Hagen
‚Soldat lesend mit Mütze‘
unten mittig signiert & datiert (1916)
Tuschfeder auf leichtem Karton
22 x 16,8 cm
€ 370,-
Theodor Brün begann zunächst ein Jurastudium in München, wandte sich jedoch bald der Kunst zu. 1911/12 besuchte er die Radierklasse von Peter von Halm an der Münchner Akademie. Wenig später führte ihn sein Weg nach Paris, wo er an der Académie Julian studierte.
Während des Ersten Weltkriegs war Brün als Soldat in Polen, Frankreich und Galizien eingesetzt. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Zeichnungen, die den Alltag der Soldaten und Landschaften festhalten. Auch die vorliegende Arbeit gehört in diesen Zusammenhang.
Bemerkenswert ist dabei, dass Brün nicht den Kampf selbst darstellte, sondern den Soldaten in einem Moment des Wartens und der Beschäftigung zeigt. Das Motiv des Lesenden verweist auf jene stillen Zwischenzeiten des Kriegsalltags, die für einen großen Teil seiner damaligen Zeichnungen charakteristisch sind.
… weitere Werke von Theodor Brün …
Vor 117 Jahren – am 17. September 1909 – wurde der großartige Maler, Grafiker und Glasmaler Ernst Weiers geboren.
Ernst Weiers
1909 Oespel – 1978 Bernried
„Nächtlicher Wald“
unten mittig & verso monogrammiert & datiert (1954)
Hinterglasbild, gerahmt
40 x 44,8 cm
€ 1.600,-
Ernst Weiers lernte früh Christian Rohlfs und Karl Schmidt-Rottluff kennen und erlernte bei Jan Thorn Prikker die Glasmalerei. Von 1929 bis 1933 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf, zuletzt als Meisterschüler von Paul Klee.
1933 folgte er Klee in die Schweiz, wurde jedoch 1935 nach Deutschland ausgewiesen.
Nach Krieg und sowjetischer Gefangenschaft wirkte er ab 1949 wieder in Bernried. Dort widmete er sich wieder verstärkt seiner künstlerischen Arbeit und fand besonders in der Natur neue Kraft. Unterstützt wurde er u. a. von der Familie Faber-Castell.
Das 1954 entstandene Hinterglasbild war noch im selben Jahr Teil einer Ausstellung bei Günther Franke in München.
Der nächtliche Wald erscheint nicht als naturgetreue Wiedergabe, sondern als geheimnisvolle, verdichtete Landschaft, in der Bäume, Sträucher und Tiere ineinander übergehen. Gerade das Wechselspiel von Gegenständlichkeit, Linie und Farbe ist charakteristisch für Weiers‘ Naturdarstellungen dieser Zeit.
… weitere Werke von Ernst Weiers …
Vor 29 Jahren – am 16. September 1997 – starb der Maler und Grafiker Walter Fuhlendorf in Hamburg.
Walter Fuhlendorf
1914 Barmstedt – 1997 Hamburg
‚Stillleben mit Gitarre‘
unten rechts signiert
Tempera auf Bütten
32,8 x 23,6 cm
€ 430,-
Walter Fuhlendorf besuchte von 1932 bis 1935 die Kunstgewerbeschule Hamburg bei Willi Schröder und anschließend von 1937 bis 1940 die Hansische Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Willi Breest. Ab 1935 arbeitete er als freischaffender Künstler.
Neben Bildnissen und Landschaften entstanden zahlreiche Stillleben sowie mehrere großformatige Wandbilder, unter anderem für die Hamburger Hochbahn AG und das Freihafenamt Hamburg.
Nach Kriegsdienst und anschließender Kriegsgefangenschaft setzte Fuhlendorf seine künstlerische Tätigkeit fort. Ab 1952 lebte er in Hamburg-Eimsbüttel.
Dieses Stillleben zeigt in gedämpften Temperafarben eine Gitarre, einen Weinkrug und einen Becher, arrangiert in einer Zimmerecke. Die zurückhaltende Farbigkeit und klare Komposition prägen dabei die stille, konzentrierte Wirkung des Werkes.
Vor 131 Jahren – am 15. September 1895 – wurde der Maler und Zeichner Eugen Stoll in Ludwigshafen geboren.
Eugen Stoll
1895 Ludwigshafen – 1978 ebd.
‚Selbstportrait‘
unten links signiert & datiert (1921)
Kohle & Bleistift auf Velinpapier
43 x 33 cm
€ 380,-
Eugen Stoll studierte nach dem Ersten Weltkrieg Malerei an der Kunstakademie Karlsruhe bei Albert Haueisen, bei dem er schließlich Meisterschüler wurde. Parallel zum Studium unterstützte er seinen Vater im elterlichen Maler- und Tüncherbetrieb.
Nach seinem Studium arbeitete Stoll zunächst vor allem in der Pfalz und im Odenwald. 1925 führten ihn Studien nach Nordheim vor der Rhön, wo er sich anschließend für 35 Jahre niederließ.
Neben seiner künstlerischen Tätigkeit war er dort unter anderem als Malerlehrer und Restaurator tätig. Auch der Musik widmete er sich intensiv und wirkte über Jahrzehnte als Dirigent und Chorleiter.
Dieses frühe Selbstbildnis entstand 1921 während seiner Karlsruher Studienzeit.
Vor 81 Jahren – am 14. September 1945 – wurde der Maler, Zeichner, Illustrator und Gestalter Wolff Mirus in Dessau geboren.
Herzlichen Glückwunsch!
Wolff Mirus
*1945 Dessau
„2. Brief an L.“ (Werkverz.: Jacobs 1990.14)
unten mittig signiert & datiert (3.1.1990)
Gouache & Collage auf Malkarton
69,5 x 99,3 cm
Provenienz: Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath
€ 1.150,-
1949 floh Wolff Mirus mit seiner Mutter und seiner Schwester aus der DDR in den Westen. 1954 begegnete er erstmals dem Wiesbadener Maler Otto Ritschl, der ab den 1960er-Jahren zu seinem maßgeblichen künstlerischen Lehrer und Wegbegleiter wurde.
Nach einer Schriftsetzerlehre besuchte Mirus ab 1966 die Werkkunstschule Wiesbaden. Ab 1968 stellte er regelmäßig aus. Seit 1972 arbeitete er zudem am Werkverzeichnis zu Ritschls Schaffen (2017 beim Hirmer-Verlag publiziert).
„Mirus‘ Werk zeigt ein stetes Changieren zwischen Ordnung und Spiel, Ernst und Heiterkeit, Ruhe und kalkulierter Bewegung“ (Nikolas Jacobs).
Der 1990 entstandene ‚2. Brief an L.‘ gehört zu einer kleinen Werkgruppe malerischer Briefe an seine 1989 geborene Tochter. Die farbintensive Arbeit verbindet spontan wirkende Formen mit einer bewusst gesetzten Farbkomposition.
… weitere Werke von Wolff Mirus …
Da sich gestern viele Jahrestage häuften, nun ein Blick zurück und ein Erinnern an Wilhelm Nengelken, der vor 57 Jahren – am 12. September 1969 – in Krefeld verstarb.
Wilhelm Nengelken
1902 Gelsenkirchen – 1969 Krefeld
‚Straßenansicht‘
unten rechts signiert & datiert (1935)
Aquarell, Tempera auf Ingrespapier
48,2 x 63 cm
€ 490,-
Wilhelm Nengelken war als Maler, Zeichner, Grafiker, Fotograf und Kunsterzieher tätig. Nach seiner Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Essen und der Kunstakademie Kassel war er ab 1929 als Kunsterzieher an Gelsenkirchener Gymnasien tätig.
Von 1936 bis 1939 lebte Nengelken in der Künstlersiedlung Halfmannshof. Nach 1945 entstanden unter anderem öffentliche Aufträge für Glasfenster und Metallplastiken; zudem sind seine Fotografien aus der unmittelbaren Nachkriegszeit von Bedeutung.
Das 1935 entstandene Aquarell zeigt eine menschenleere Straßenansicht mit kleinen Häusern, Mauern und kahlen Bäumen. Komposition und kühles Kolorit stehen noch deutlich in der Tradition der neusachlichen Kunst der 1920er Jahre.
Vor 164 Jahren – am 12. September 1862 – wurde die Künstlerin Henriette Hahn-Brinckmann in Kopenhagen geboren.
Henriette Hahn-Brinckmann
1862 Kopenhagen – 1934 Hamburg
‚Bildnis einer älteren, eleganten Dame‘
oben rechts monogrammiert & datiert (1908)
Öl auf Leinwand, gerahmt
60,1 x 70,4 cm
€ 6.400,-
Henriette Hahn erhielt ab 1877/78 in Kopenhagen Unterricht bei Kristian Zahrtmann und Pietro Krohn und unterrichtete dort später selbst. 1887 kam sie nach Hamburg, wo sie als Zeichenlehrerin an der Gewerbeschule für Mädchen tätig war. Studienaufenthalte führten sie 1892–94 nach Dresden und Paris. 1894 eröffnete sie in Hamburg ein eigenes Atelier, 1896 eine Zeichen- und Malschule.
Besondere Bedeutung erlangten ihre zwischen 1897 und 1904 entstandenen, handabgezogenen Farbholzschnitte, die von japanischer Druckgrafik beeinflusst sind.
Nach ihrer Heirat mit Justus Brinckmann 1901 reduzierte sie ihre künstlerische Tätigkeit und es entstanden vor allem Porträts von Familienangehörigen und Personen des näheren Umfelds. Nach dessen Tod 1915 nahm sie die Malerei und später auch den Farbholzschnitt wieder auf.
Das 1908 entstandene Porträt zeigt eine elegant gekleidete ältere Dame in einem Interieur und steht exemplarisch für den weniger bekannten malerischen Teil ihres Œuvres.
Vor 85 Jahren – am 12. September 1941 – wurde Richild Holt in Kärnten geboren. Eine der ganz großen und wichtigen figurativen Künstlerinnen der Gegenwart!
Richild Holt
*1941 Einöde (Kärnten)
„Selbstporträt mit Tod und Putto II“
(Interpretation von Hans Thoma „Selbstbildnis mit Amor und Tod“, 1875)
u.r. signiert & datiert (2011)
Öl & Acryl auf Leinwand
101 x 76 cm
€ 4.700,-
Richild Holt, eigentlich Richild von Holtzbrinck, hatte einen steinigen Weg bis sie schließlich Künstlerin werden konnte. – Der Vater stellte sich dagegen, jener trennte sich dann von der Familie, sie musste die verlassene Mutter finanziell unterstützen, drei Kinder kamen auf die Welt,…
Erst mit 40 Jahren kam sie 1981 an die Stuttgarter Akademie und als sie dann diese verließ und begann sich zu etablieren, erhielt sie eine Brustkrebs-Diagnose.
In diesem Zusammenhang entstand der herausragende „Metamorphose“-Zyklus aus Selbstbildnissen, welche sich heute im „Deutschen Krebsforschungszentrum“ in Heidelberg befinden und dort dauerhaft ausgestellt sind.
Über die Jahre gelang es ihr zahlreiche Persönlichkeiten zu porträtieren, darunter u. a. Helmut Schmidt, Rosa von Praunheim, Horst Stern, Věra Bílá, Teddy Kollek und zahlreiche andere.
Das 2011 entstandene ‚Selbstporträt mit Tod und Putto II‘ ist eines der wichtigen Selbstbildnisse und zeigt die Künstlerin gemeinsam mit Skelett und Putto.
… weitere Werke von Richild Holt …
Vor 118 Jahren – am 11. September 1908 – wurde der Maler und Zeichner Werner Kohlrusch in Limmer (Hannover) geboren.
Werner Kohlrusch
1908 Limmer – 1983 Hannover
„Landschaft“
unten rechts signiert
Öl auf Platte
64,3 x 50,5 cm
€ 800,-
Werner Kohlrusch war zeitlebens insbesondere in Hannover ansässig und tätig (Tegtmeyerstraße 19). Er widmete sich vor allem der Landschaftsmalerei. Über sein weiteres Leben ist nur wenig bekannt.
Bereits ab den 1930er Jahren ist er in Hannover nachweisbar. Er beteiligte sich mehrfach an den Herbst- und Frühjahrs-Ausstellungen Hannoverscher Künstler im Künstlerhaus Hannover.
Diese verhalten expressive Komposition zeigt eine weitläufige Wiesen- und Weidenlandschaft mit kleinen Häusern am Horizont. Drei Bäume im Vordergrund gliedern die Komposition. Ein Zaun führt aus dem Vordergrund in die Bildtiefe.
Vor 151 Jahren – am 10. September 1875 – wurde der Maler Richard Dreher in Dresden geboren.
Richard Dreher
1875 Dresden – 1932 Pillnitz bei Dresden
„Sturmlandschaft“
unten rechts signiert & datiert (1918)
Öl auf Leinwand
74 x 100 cm
Das Gemälde wurde 1919 ausgestellt bei der „Sommerausstellung der Künstlervereinigung Dresden“.
€ 6.800,-
Richard Dreher begann seine berufliche Laufbahn zunächst als Lithograf und arbeitete später als Retuscheur bei einem Fotografen. Erst auf autodidaktischem Weg wandte er sich vollständig der Kunst zu. Bereits ab 1903 beteiligte er sich an Ausstellungen in Dresden und Berlin. 1908 erhielt er den Villa-Romana-Preis, der ihm einen längeren Aufenthalt in Italien ermöglichte.
1919 wurde Dreher als Professor für Malerei an die Kunstakademie Dresden berufen.
In seinem eigenen Werk konzentrierte er sich vor allem auf Landschaften, wobei er Natureindrücke zunehmend vereinfachte und in klar gegliederte, spannungsvolle Bildkompositionen überführte.
Die 1918 entstandene „Sturmlandschaft“ zeigt eine weite, hügelige Landschaft unter einer mächtigen Gewitterfront. Dunkle Wolken, vom Wind geneigte Bäume und ein kleiner Reiter mit Hund bestimmen die dramatische Szenerie. Die Entstehung im letzten Kriegsjahr verleiht der Darstellung zusätzlich eine zeitgeschichtliche Dimension.
… weitere Werke von Richard Dreher …
Und nochmals eine Erinnerung an den gestrigen 25. Todestag von Egbert Bruckner (8. September 2001). Ein viel zu sehr in Vergessenheit geratener, wunderbarer Künstler.
Egbert Bruckner
1912 Krefeld – 2001 Haar
„Gestriges“
Unten rechts monogrammiert & datiert (1947), verso monogr., signiert & datiert (Jan. 1947)
Tuschfeder über Bleistift auf festerem Velinpapier
45,3 x 37 cm
€ 740,-
Egbert Bruckner studierte zunächst an der Werkkunstschule Köln bei Friedrich Ahlers-Hestermann und anschließend an der Kunstakademie Düsseldorf. Um 1940 lebte und arbeitete er als Kunstmaler in Düsseldorf.
Ein großer Teil seines damaligen Schaffens ging durch Kriegszerstörung verloren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte Bruckner zunächst in Obergrainau und später in München. In den ersten Nachkriegsjahren entstanden dort Bildzyklen und Tuschzeichnungen, in denen er sich mit Leid, Tod und den Erfahrungen des Krieges auseinandersetzte.
Ab etwa 1950 entwickelte sich seine Kunst zunehmend in Richtung Abstraktion und surrealer Bildfindungen.
Die vorliegende Zeichnung entstand in Obergrainau Ende Januar 1947. Es ist in die Reihe jener dunklen, düsteren Werke einzuordnen, in welchen Bruckner die Kriegsjahre zeichnerisch verarbeitet. – Ruinen, ein toter Baum, drei alte Frauen (die Nornen?) und schließlich viel Getier, Echsen,…
… weitere Werke von Egbert Bruckner …
Vor 25 Jahren – am 8. September 2001 – starb der eigenwillige Maler, Zeichner, Grafiker und Bühnenbildner Egbert Bruckner in Haar.
Egbert Bruckner
1912 Krefeld – 2001 Haar
„Im Schatten von Morgen (Der letzte Akt)“
oben links monogrammiert & datiert (1948), verso voll signiert
Tusche (Pinsel & Feder) auf leichtem Karton
65,2 x 50 cm
€ 1.100,-
Egbert Bruckner studierte zunächst an der Werkkunstschule Köln bei Friedrich Ahlers-Hestermann und anschließend an der Kunstakademie Düsseldorf. Um 1940 lebte und arbeitete er als Kunstmaler in Düsseldorf.
Ein großer Teil seines damaligen Schaffens ging durch Kriegszerstörung verloren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte Bruckner zunächst in Obergrainau und später in München. In den ersten Nachkriegsjahren entstanden Bildzyklen, in denen er sich mit Leid, Tod und den Erfahrungen des Krieges auseinandersetzte. Ab etwa 1950 entwickelte sich seine Kunst zunehmend in Richtung Abstraktion und surrealer Bildfindungen.
Diese 1948 in Obergrainau entstandene Zeichnung zeigt eine Gruppe gesichtsloser Figuren an einem schwarzen Fluss, die ein kleines Boot besteigen wollen. Eine einzelne Figur wendet sich dem Betrachter zu; darüber erscheinen eine Möwe und eine eigentümlich schwarze Sonne. Das Bild verbindet die bedrückende Nachkriegsthematik mit einer bereits deutlich abstrahierten, symbolischen Bildsprache.
… weitere Werke von Egbert Bruckner …
Vor 144 Jahren – am 7. September 1882 – wurde der Maler Curt Witte in Schlüsselburg an der Weser geboren.
Curt Witte
1882 Schlüsselburg an der Weser – 1959 Hannover
‚Wohl Schäfer mit Lamm und Hund auf Rügen‘
rechts unten signiert
Öl auf Leinwand
80,5 x 98,5 cm
€ 1.700,-
Curt Witte besuchte zunächst die Kunstakademien in München und Berlin und studierte ab 1902 an der Kunstakademie Karlsruhe bei Ludwig Schmid-Reutte. In Rom widmete er sich bei Artur Volkmann zunächst der Bildhauerei, bevor er sich der Malerei zuwandte.
Ab etwa 1906 war er an zahlreichen Ausstellungen beteiligt. 1911/12 hielt er sich in den Künstlerkolonien Worpswede und Fischerhude auf.
1912 kam Witte an die Kunstakademie Kassel, wo er 1916 zum Professor ernannt wurde. Von 1925 bis 1932 war er Direktor der Akademie.
1935 verlor er aufgrund der jüdischen Abstammung seiner Ehefrau Clara Pelz-Witte die Leitung der Villa Romana in Florenz. Das Ehepaar zog anschließend nach Hannover.
Die vorliegende Arbeit zeigt einen Schäfer mit Lamm und Hund in einer Landschaft auf Rügen und ist ein schönes Beispiel für Wittes Landschafts- und Figurenmalerei.
… weitere Werke von Curt Witte …
Tägliche Dosis Kunst im September 2026 zum Nachlesen
Tägliche Dosis Kunst im August 2026 zum Nachlesen
Tägliche Dosis Kunst im Juli 2026 zum Nachlesen
Tägliche Dosis Kunst im Juni 2026 zum Nachlesen
Tägliche Dosis Kunst im Mai 2026 zum Nachlesen
Tägliche Dosis Kunst im April 2026 zum Nachlesen
Gelegenheiten < 100€ Preis 100€ - 500€ Preis 500€ - 1.000€ Preis 1.000€ - 2.000€ Preis über 2.000€































