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01. Mai 2026

 

Vor genau 134 Jahren (1. Mai 1892) wurde die – heute sehr in Vergessenheit geratene – Zeichnerin und Grafikerin Marianne Keil geboren.

Marianne Keil
1892 Markranstädt – 1977
‚Bildnis eines sitzenden Mannes‘

rechts unten signiert & datiert (1942)
Bleistift auf Zeichenpapier
33,2 x 22,1 cm
€ 330,-

… zum Angebot …

Über Leben und Werk der Zeichnerin und Grafikerin Marianne Keil ist wenig bekannt. Nach dem Besuch der höheren Bürgerschule studierte sie zuerst zwei Semester an der Dresdner Kunstgewerbeschule und hierauf nochmals zwei Semester an der Akademie in Leipzig. Anfang 1920 richtete sie ein Aufnahmegesuch an das Bauhaus in Weimar. Die Bauhausleitung beschloss sie „zunächst ein Probejahr als Studierende des Staatlichen Bauhauses aufzunehmen“. Marianne Keil trat den Studienplatz am Bauhaus jedoch nicht an, da sie „den Plan, das Bauhaus zu besuchen aufgegeben habe“, wie sie ohne weitere Begründung schrieb. Anzunehmen ist, dass sie stattdessen abermals an die Leipziger Akademie ging, da sie dort nachweislich 1927 eine Prämie der Holstein-Stiftung erhielt. In den Folgejahren wird sie vornehmlich in Leipzig ansässig und tätig gewesen sein, worauf Beteiligungen der Künstlerin an den „Jahresschauen Leipziger Künstler“ schließen lassen.
Und auch nach 1945 war sie weiterhin dort ansässig und beschickte u.a. die „Erste Leipziger Grafikschau“ (1947), die „Leipziger Kunstausstellung“ (1948), sowie Ausstellungen in Mittweida und Wurzen.

Die vorliegende Zeichnung datiert auf 1942 und zeigt ein starkes, erstaunlich expressiv realistisches Bildnis eines sitzenden Mannes.

 

 

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