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Der Mainzer Künstler Hermann Schmidt-Schmied lebte zumeist von April bis November in Südfrankreich und fand im Mediterranen seine Hauptmotive. Hier zeigt er eine wunderschöne Ansicht auf die kleine spanische Gemeinde La Fresneda.
Hermann Schmidt-Schmied
1924 Mainz – 2010 ebd.
„La Fresneda“
unten rechts & verso signiert & datiert (1970)
Öl / Leinwand
70,5 x 100,8 cm
€ 1.900,-
Hermann Schmidt-Schmied wuchs in Mainz auf und erhielt seine Ausbildung auch an der dortigen Kunstschule (1946-53). Durch ein Stipendium kam er 1948 das erste Mal nach Südfrankreich und fortan ließ ihn diese Region nicht mehr los, was sein Schaffen zugleich nachhaltig beeinflusste. Er studierte in der Folge jeweils in den Sommersemestern in Nizza französische Literatur und Geschichte (1948-54) und in Nimes Archäologie (1955-57). 1954 reiste er gemeinsam mit Ferrenc (Feri) Varga (1906-1989) und Jo Brenneis (1910-1994) abermals nach Südfrankreich. Und während dieser Reise lernte er durch Varga auch Pablo Picasso kennen. 1958 gründete er in Arles die Malschule „Atelier du Midi“ und gab dort gut 25 Jahre gut besuchte und etablierte Ferienkurse.
Der Künstler lebte zumeist von April bis November zurückgezogen arbeitend in der kleinen südfranzösischen Gemeinde Saint-Jean-de-Buèges und im Winter in Mainz-Gonsenheim.
Dieses größere Gemälde ist exemplarisch für das leuchtend farbintensive Schaffen des Künstlers.
Schmidt-Schmied zeigt hier eine intensiv flirrende Ansicht auf die kleine spanische Gemeinde La Fresneda.
… weitere Werke von Hermann Schmidt-Schmied …
Der Münsteraner Künstler Bernhard Bröker bereiste 1924 Spanien und hielt u. a. seine Eindrücke aus Ronda (Andalusien) zeichnerisch fest. Hier sehen wir zwei sehr schöne Beispiele dafür.
Bernhard Bröker
1883 Münster – 1969 ebd.
„Ronda“
monogrammiert & datiert (1924)
Bleistift auf Papier
26,8 x 18 cm
€ 140,-
Bernhard Bröker begann anfangs eine handwerkliche Malerlehre und übte danach bis zum 20. Lebensjahr diesen Beruf aus. Ab 1903 besuchte er die Kunstakademie in Berlin und war dort Schüler des ebenfalls aus Münster stammenden Fritz Grotemeyer. Daneben studierte er auch noch an der Hochschule für bildende Künste in Berlin. Es folgten Studienreisen nach u.a. Italien, Spanien und Skandinavien, sowie eine Tätigkeit in Dresden, bevor er ab 1913 eine Dozentenstelle an der Werkkunstschule in seiner Heimatstadt annahm. An der Werkkunstschule blieb er fortan einen großen Teil seines Lebens (1913-43 und 1948-55) tätig.
Diese beiden Zeichnungen stammen von einer der Studienreisen nach Spanien.
… weitere Werke von Bernhard Bröker …
unten:
„Ronda. Barrio de St. Francisko“
monogrammiert & datiert (1924), Bleistift auf Papier, 23 x 32 cm
€ 240,-
…und nochmals ein Werk von Erwin Oehl, dessen Geburtstag sich heute (10. Juni) zum 118. Mal jährt.
Erwin Oehl
1907 Thalmässing – 1988 München
‚Ansicht aus Paris mit der Rotonde de la Villette‘
unten rechts signiert & datiert (1939)
Öl auf Leinwand auf Platte
42,5 x 34 cm
€ 1.900,-
Dieses Gemälde entstand ebenso 1939, damit während der Exilzeit des Ehepaars Erwin und Louise Oehl und zugleich im Jahr des Kriegsbeginns.
Als Betrachter blicken wir hier auf eine Ansicht aus der französischen Hauptstadt. Im Hintergrund erhebt sich die 1788 erbaute, markante Rotonde de la Villette. Im vorderen und mittleren Bild zeigt sich eine leicht geschwungene Straße mit Passanten und Autos. Ganz vorne links erhebt sich eine Straßenlaterne fast über die gesamte Bildhöhe.
Die Lichtverhältnisse wirken etwas diffus und schwer greifbar. Der gerade im rechten Bereich dunkel ausgeführte Himmel, ist links etwas aufgebrochen und lässt Sonnenlicht durch. Zugleich sind die Baumkronen deutlich in Bewegung und ebenso hält auch die junge Frau im Vordergrund ihren Sommerhut fest, gerade so, als ob der Wind diesen gerade ergreifen wollte. Auch die im Hintergrund zu sehenden Passanten scheinen einen schnellen Schritt zu haben.
Ohne Zweifel hat Erwin Oehl hier einen Moment vor dem Gewittereinbruch festgehalten – es ist demnach tatsächlich die Ruhe vor dem Sturm, was man als Betrachter vielleicht auch symbolisch deuten mag…
… weitere Werke von Erwin Oehl …
Peter Berndt hatte uns schon einmal in seine expressiv realistischen Landschaften entführt, nun zeigt er uns eine Partie am Königsgraben in Brandenburg.
Peter Berndt
1937 Neugersdorf – 2021 ebd.
„Bäume am Königsgraben“
rechts unten signiert, 1997
Mischtechnik auf Aquarellkarton
70,1 x 89,9 cm
€ 850,-
Peter Berndt wuchs in Neugersdorf in der Oberlausitz auf. Die ersten künstlerischen Impulse erhielt er von dem in Zittau tätigen Adolf Schorisch. Von 1955 bis 1961 besuchte er die Hochschule für bildende Künste in Berlin und war dort zuletzt Meisterschüler von Bernhard Dörries. 1964 erhielt er den Ersten Preis der Karl-Hofer-Gesellschaft (Berlin) und ein Jahr später den „Rompreis“ mit dem er sich bis 1967 in Italien aufhalten konnte.
Das damalige künstlerische Umfeld beschreibt Marius Winzeler (2014) wie folgt:
„Die überwältigende Vorherrschaft der abstrakten Kunst, von Informel, Tachismus, action painting, Konstruktivismus ergriff den Westberliner Lehrbetrieb ebenso wie die gesamte Künstlerschaft. Doch bildete sich früh eine Gegenbewegung. Dazu gesellte sich auch Peter Berndt als ein Künstler, der sich der Landschaftsmalerei verschrieb und der Wege fand, um dieser in der Gegenwart ein neues Gesicht und eine neue Selbstverständlichkeit zu geben.“
Peter Berndt wurde zu einem zentralen Vertreter der sog. „Neuen Landschaft“.
Dem Titel nach zeigt Berndt hier das etwa 30 km lange Gewässer Königsgraben, welches seinen Beginn bei der Gemeinde Elbe-Parey hat und bei Rathenow in die Havel mündet. In der für den Künstler ganz eigenen Farb- und Formsprache entsteht eine sehr reizvolle Komposition. Obgleich das Motiv an sich wenig spektakulär ist, schafft es Peter Berndt diese Landschaft so darzustellen, dass sie das Auge des Betrachters immer wieder an sich zieht, um Neues zu entdecken.
… weitere Werke von Peter Berndt …
Lothar Braun entführt uns dieses Mal in die Niederlande und zeigt uns einen wunderschön lockeren, detailreichen Blick auf die Windmühle „De Koe“ bei Veere in der Provinz Zeeland.
Lothar Braun
1931 Duisburg – [nach 2006]
‚Windmühle De Koe‘
u. r. signiert, [um 1980-85]
Aquarell & Bleistift auf Karton
38 x 53 cm (Blatt)
€ 400,-
Nach dem Landfermann-Gymnasium (Duisburg) begann Lothar Braun ein Studium der Malerei, Bildhauerei, Kunstgeschichte und Philosophie in Düsseldorf. Hierauf wurde er Kunsterzieher an der Mercator-Universität in Duisburg und am Gymnasium am Moltkeplatz in Krefeld. Neben seiner Lehrtätigkeit war er stets künstlerisch aktiv und zeigte seine Werke bei Ausstellungen des Deutschen Künstlerbundes, des Wirtschaftsverbandes Bildender Künstler und der Duisburger Sezession. 1971 wurde er beim „Europapreis für Malerei” in Oostende (Belgien) ausgezeichnet. Lothar Braun unternahm immer wieder Reisen, wobei ihn besonders das Meer und (mediterrane) Landschaften (u. a. Mykonos, Rhodos) zu Motiven reizten.
Dieses feine Aquarell zeigt einen von unten führenden Blick auf die 1909 erbaute Windmühle „De Koe“ bei der niederländischen Gemeinde Veere (Provinz Zeeland). Im Vordergrund begrenzt ein Holzzaun dezent den Blick, dahinter erstreckt sich eine große Weide bis zum Gebäude. Über allem liegt ein tiefer, locker bewölkter Himmel.
… weitere Werke von Lothar Braun …
Gelegenheiten < 100€ Preis 100€ - 500€ Preis 500€ - 1.000€ Preis 1.000€ - 2.000€ Preis über 2.000€





