A D A M L U D E D Ö R I N G (21.12.1925 Dresden – 24.12.2018 Sachsenheim)
Weitere Werke von Adam Lude Döring
Tänzer (1988)
Mischtechnik (Aquarell, Farbstifte, Bleistift, Deckweiß) auf Karton
€ 350,-
Titel
ohne Titel [Tänzer]
Technik
Mischtechnik (Aquarell, Farbstifte, Bleistift, Deckweiß) auf Karton
Signatur
unten rechts in Blei signiert
Jahr
unten rechts in Blei datiert „[19]88“
Größe
Größe: 24 x 32 cm
Zustand
Ecken schwach bestoßen; partiell schwach fleckig; verso in den vier Ecken und am oberen/unteren Rand mittig Klebereste von früherer Befestigung; verso leichte Lagerspuren
Anfangs machte Adam Lude Döring eine Lehre bei der Reichspost, wurde dann aber 1942 zum Kriegsdienst eingezogen. Nach dem Krieg zog er in den Westen und arbeitete zunächst in Köln, wo er in Kontakt kam mit der Anthroposophie.
Döring ging daraufhin nach Stuttgart und begann 1950 eine Lehre zum Werklehrer an der Waldorfakademie. Da ihn die Ausbildung aber enttäuschte, wechselte er zur Stuttgarter „Merz-Akademie“ und studierte dort sechs Semester. Sein Atelier hatte er damals in Alt-Sillenbuch. 1962 zog er mit Frau und Tochter in ein Bauernhaus nach Gutenberg (Schwäbische Alb). Bis 1964 war er freier Maler und Grafiker und bildete sich autodidaktisch weiter. Zusätzlich war er ab 1967 für vier Semester Gasthörer in Vorlesungen von Max Bense.
Durch Kontakte zu Sammlern wie Eugen Eisenmann und Kurt Deschler war es ihm möglich sich ganz der Kunst zu widmen.
1968 hatte er seine erste Einzelausstellung auf die zahlreiche weitere folgten.
Enge Kontakte hatte er damals zu den Kollegen Moritz Baumgartl und Axel Arndt.
1989 wurde er zum Professor ernannt.
Im Schaffen von Adam Lude Döring war der Mensch das zentrale Thema. Dabei fand er zu einem ganz eigenen, abstrahierten, aber stets gegenständlichen Ausdruck.
Dieses Werk von 1988 zeigt Dörings zeichnerische Kunst auf beispielhafte Weise. Farben und Formen wirken spielerisch, locker, aber nicht zufällig in das Bild gesetzt. Und innerhalb dieser Szenerie bewegt sich dann der Mensch als zentrales Motiv.
Die Tänzer lassen dabei an Werke Dörings aus den 1980er Jahren denken, in denen er Szenen aus dem Stuttgarter Ballet (unter John Cranko) festhielt und womöglich ist auch dieses Blatt in diesen Kontext einzuordnen.
Zu Adam Lude Döring (21.12.1925 Dresden – 24.12.2018 Sachsenheim):
Maler, Zeichner, Grafiker, Illustrator.
1940 begann Döring eine Lehre bei der Reichspost.
1942 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg übersiedelte er nach Westdeutschland.
Dort arbeitete er unter anderem als Hilfsschreiner, Holzfäller und in einer Chemiefabrik.
Ab 1950 lebte er in Stuttgart und absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Werklehrer.
Anschließend studierte er an der Freien Kunstschule Albrecht Leo Merz in Stuttgart.
Von 1954 bis etwa 1964 arbeitete er als Gebrauchsgrafiker und in der Werbung.
1958 richtete Döring sein erstes eigenes Atelier in Alt-Sillenbuch bei Stuttgart ein.
Ab den 1950er-Jahren begann er zunehmend, sich der Malerei und Zeichnung zu widmen.
1962 zog er mit seiner Frau Gretel und der gemeinsamen Tochter nach Gutenberg am Albtrauf.
Ab 1967 studierte er als Gasthörer Philosophie bei Max Bense an der Universität Stuttgart.
1968 fand seine erste Einzelausstellung in Karlsruhe statt.
In den folgenden Jahrzehnten stellte er regelmäßig in Deutschland und im Ausland aus, unter anderem in Paris und Nizza.
1989 wurde er zum Professor ernannt.
Bedeutende Werke im öffentlichen Raum
— 1975: Gestaltung des Innenraums der Mauritiuskirche in Güglingen
— 1977: Wandmalerei im Teckcenter in Kirchheim unter Teck
— 1978: Wandmalerei an der Gewerbeschule Esslingen-Zell
— 1982: Wandbilder in einem Verwaltungsgebäude der Allianz in Stuttgart
— 1993: Wandgestaltung für die Lidl-Gruppe in Neckarsulm
Sammlungen
Museum Gunzenhauser, Chemnitz
Museum Würth
Staatsgalerie Stuttgart
Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Mitgliedschaften
ab 1970 Künstlerbund Baden-Württemberg
seit 1972 Deutscher Künstlerbund.
Literatur
— Hinneburg, Frauke: „Ferdinand Albert Burger“, in: „Artists of the World (AOW) / Allgemeines Künstlerlexikon (AKL)“, De Gruyter-Verlag, Online-Version
— Wolf, Barbara (2017): Über Leben und Werk des Künstlers Ferdinand Albert Burger (1879-1960), in: Historischer Verein für Nördlingen und das Ries: 35. Jahrbuch, Nördlingen, S. 381-397






















