E R N S T B R Ä U E R (05.10.1912 Dresden – 30.12.1994 Gschwendt)
Weitere Werke von Ernst Bräuer
drei Pferde vor rotem Hintergrund (1963)
Monotypie auf leichtem Karton
€ 370,-
Titel
ohne Titel [drei Pferde vor rotem Hintergrund]
Technik
Monotypie auf leichtem Karton
Signatur
unten rechts signiert „Ermst Bräuer“
Jahr
unten rechts datiert „[19]63“
Größe
Größe: 78 x 53 cm (Motiv) bzw. 86 x 61 cm (Blatt)
Auflage
ohne Angaben [Unikat]
Zustand
Druckstellen im Blatt; Ecken etwas bestoßen; im rechten Bereich mittig vereinzelt minimale Einstichlöchlein; rechter Blattrand unten mit mehreren kleineren Einrissen
verso leichte Lagerspuren, sowie mit kleinen Annotationen in Blei
Ernst Bräuer wuchs in Desden auf und besuchte anfangs auch die dortige Staatliche Akademie für Kunstgewerbe (1933-34). Ab 1938 war er Student der Dresdner Kunstakademie.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Bräuer nach München (Solothurner Straße 44) und setzte dort sein Studium an der Kunstakademie fort (1946-52). Seine damaligen Lehrer waren zwei Größen der Moderne: Willi Geiger und ab 1951 Ernst Geitlinger. Neben seinem Studium war er bereits ab 1947 als freier Grafiker in München tätig, was wohl auch schlicht der wirtschaftlichen Lage geschuldet war, da der damals etwa 35jährige Künstler auch Geld verdienen musste.
Ab 1955 nahm er regelmäßig an den „Großen Münchner Kunstausstellungen“ im Haus der Kunst teil. Es folgten weitere Ausstellungsbeteiligungen beim BBK-München, sowie auch mehrere Einzelausstellungen.
In den folgenden Jahren etablierte sich Bräuer in München und war von 1962 bis 1977 Lehrer für Graphik, Malerei und Schrift am Bildungszentrum für Bau und Gestaltung und an der Meisterschule für Mode in München.
Neben Abstraktionen, die in ihrer Formensprache mitunter an Fernand Léger denken lassen, schuf Bräuer auch figürliche Kompositionen in einer ganz eigenen Bildsprache. Neben kleinen oder auch großen Menschengruppen, sind es auch immer wieder Tiere (v. a. Pferde), die Bräuer darstellte.
Dieses hier gezeigte farbintensiv leuchtende Werk ist exemplarisch für das druckgrafische Schaffen Ernst Bräuers, wobei unbedingt anzumerken ist, dass Bräuer seine Grafiken oftmals von Hand überarbeitete bzw. direkt Monotypien schuf, so dass in vielen Fällen Unikate vorliegen. Dies ist auch bei dieser großformatigen Pferdedarstellung der Fall. Diese schlanken, nach rechts blickenden, rufenden Pferden erinnern in der Darstellung dabei deutlich an Marino Marini, der Bräuer sicherlich bekannt war. Dagegen verweist das gerade das klare, leuchtende Kolorit des Hintergrunds auf Werke der Pop Art.
Zu Ernst Bräuer (05.10.1912 Dresden – 30.12.1994 Gschwendt):
Bildhauer, Zeichner, Grafiker.
1933-34 Besuch der Akademie für Kunstgewerbe in Dresden
Nach 1938 Studium an der Akademie für bildende Künste in Dresden
1946-52 Studium an der Akademie der bildenden Künste in München (bei Willi Geiger und Ernst Geitlinger (1951-52))
daneben ab 1947 als freier Grafiker in München tätig
1962-77 Lehrer für Graphik, Malerei und Schrift am Bildungszentrum für Bau und Gestaltung und an der Meisterschule für Mode in München.
In München lebte er in der Solothurner Straße 44.
Ausstellungen
— ab 1955 Teilnahmen an den „Großen Münchner Kunstausstellungen“ im Haus der Kunst, München
— 1962 Einzelausstellung, Graphikbörse Am Kaiserplatz, München
— 1973 „Ernst Bräuer – Grafik, Malerei, Kleinplastiken“, Pavillon Alter Botanischer Garten München
— 1979, 1988 Weihnachts-Ausstellung des BBK, München
— 1980 „Mensch und Umwelt“, alte Kassenhalle des Rathauses, BBK, München
— 1992 Einzelausstellung, Landesbank Galerie, München
— 1994 Einzelausstellung, Rathaus, Dachau
Literatur
— „Artists of the World (AOW) / Allgemeines Künstlerlexikon (AKL)“, De Gruyter-Verlag, Onlineversion
— Ebnet, Werner (2016): Sie haben in München gelebt, München: Allitera Verlag, S. 109






















