F R I T Z P Ü M P I N (29.03.1901 Gelterkinden – 05.07.1972 ebd.)
Dorfansicht im Baselbiet, womöglich in / bei Bennwil (1939)
Pastellkreiden auf festerem Papier
€ 800,-
Titel
ohne Titel [Dorfansicht im Baselbiet, womöglich in / bei Bennwil]
Technik
Pastellkreiden auf festerem Papier (Prägestempel „UTO BLOTTING“, i. e. Zürcher Papierfabrik an der Sihl), in den vier Ecken befestigt unter Passepartoutmaske, ungerahmt
Signatur
unten rechts signiert „Pümpin“
Jahr
unten rechts datiert „[19]39“
Größe
44 x 58 cm (Blatt) bzw. (etwa) 38 x 51 cm (Motiv) bzw. 50 x 62,5 cm (Passepartout)
Zustand
in den vier Ecken befestigt unter Passepartoutmaske; partiell leicht fleckig; in den Randbereichen mitunter etwas berieben (unter Passepartout nicht sichtbar); verso leicht (stock-)fleckig
Passepartoutmaske leicht nachgedunkelt, sowie an Ecken etwas bestoßen
Freundliche Hinweise zur Einordnung des Werkes kamen von Barbara Stäuble-Pümpin (Fritz Pümpin Stiftung), der digitale Fotografien vorliegen.
Fritz Pümpin war Sohn des gleichnamigen Fritz Pümpin (?-1930) und dessen Ehefrau Elisabeth, geb. Mollet. Das Paar übernahm um 1900 von einem Verwandten die Weinhandlung am Dorfplatz in Gelterkinden. Der Künstler und Landwirt Karl Pümpin (1907 Gelterkinden – 1975 ebd.) war ein Cousin.
Fritz Pümpin besuchte anfangs die Primarschule in Gelterkinden und die Bezirksschule in Böckten. 1916 Aufenthalt in der Romandie und während dieser Zeit Mal- und Zeichenunterricht beim Maler H. Jeannet in La Chaux-de-Fonds. Im Anschluss Besuch der Handelsschule Basel mit dem Ziel Kaufmann zu werden (Abschluss mit Diplom). Weiterbildungen an der eidgenössischen Obst- und Weinbauanstalt Wädenswil.
1919 Eintritt in die väterliche Weinhandlung.
Besuch der Gewerbeschule in Basel, um sich dort künstlerisch fortzubilden. Zugleich besuchte er Kurse der Schweizerischen Gesellschaft für Urgeschichte.
Am 15.04.1936 Heirat mit Rösli, geb. Gerster. Das Paar hatte zwei Söhne: Volkmar (*1937) und Cuno (*1939). Fritz Pümpin wandte sich ganz der Kunst zu und arbeitete als freischaffender Maler. Zwischen 1939 und 1945 war Pümpin Soldat des Hilfsdienstes im Schweizer Grenzschutz. 1945 Kauf der Villa in der Rinkenbacherstraße 2 in Gelterkinden. Pümpin unternahm Studienreisen nach Frankreich, Italien, Spanien und in die Niederlande.
Seine bevorzugten Motive waren die (heimatliche) Landschaft und dörfliche Ansichten.
In dem vorliegenden Werk wird Pümpin einen Blick in eine kleine Gemeinde im Baselland, dem Baselbiet, festgehalten haben. Markant ist an dieser Ansicht zunächst der typische Stockbrunnen bzw. Säulenbrunnen mit Trog, sowie weiterhin die Bauernhäuser mit ihren grünen Fensterläden, was sehr charakteristisch für diese Region ist. Die Hügellandschaft im Hintergrund passt zudem zur Topografie des Waldenburgertals. Vor diesem Hintergrund nimmt Barbara Stäuble-Pümpin eine Verortung nach Bennwil oder die Umgebung hiervon als plausibel an.
Zu Fritz Pümpin (29.03.1901 Gelterkinden – 05.07.1972 ebd.):
Maler, Grafiker, Zeichner.
Sohn von Fritz Pümpin (?-1930) und dessen Ehefrau Elisabeth, geb. Mollet. Das Paar übernahm um 1900 von einem Verwandten die Weinhandlung am Dorfplatz in Gelterkinden.
Der Künstler und Landwirt Karl Pümpin (1907 Gelterkinden – 1975 ebd.) war ein Cousin.
Besuch der Primarschule in Gelterkinden und der Bezirksschule in Böckten.
1916 Aufenthalt in der Romandie und während dieser Zeit Mal- und Zeichenunterricht beim Maler H. Jeannet in La Chaux-de-Fonds.
Im Anschluss Besuch der Handelsschule Basel mit dem Ziel Kaufmann zu werden. Abschluss mit Diplom.
Weiterbildungen an der eidgenössischen Obst- und Weinbauanstalt Wädenswil.
1919 Eintritt in die väterliche Weinhandlung.
Besuch der Gewerbeschule in Basel, um sich dort künstlerisch fortzubilden.
Zugleich besuchte er Kurse der Schweizerischen Gesellschaft für Urgeschichte.
Fritz Pümpin war zudem sehr an Ur- und Frühgeschichte seiner Heimat interessiert.
15.04.1936 Heirat mit Rösli, geb. Gerster. Das Paar hatte zwei Söhne: Volkmar (*1937) und Cuno (*1939).
Fritz Pümpin wandte sich ganz der Kunst zu und arbeitete als freischaffender Maler.
1939-45 Soldat des Hilfsdienstes im Schweizer Grenzschutz.
1945 Kauf der Villa in der Rinkenbacherstraße 2 in Gelterkinden.
Pümpin unternahm Studienreisen nach Frankreich, Italien, Spanien und in die Niederlande.
Seine bevorzugten Motive waren die (heimatliche) Landschaft und dörfliche Ansichten.
Neben seinem künstlerischen Wirken ist Pümpin auch als Bodenforscher in Wenslingen und Gelterkinden bekannt.
Mitgliedschaften
Kantonale Altertumskommission Baselland; Schützengesellschaft Gelterkinden
Einzelausstellungen (Auswahl)
1961 : Jubiläumsausstellung, Schloss Ebenrain, Sissach BL
1976 : “Basler Künstler”, Galerie Orly, Basel BS
1980 : “Gedächtnisausstellung”, Kunst bei Sandoz, Basel BS
1984 : “Fritz Pümpin als Militärmaler”, Altes Zeughaus, Liestal
1989 : “Die Grenzbesetzung 1939-1945 aus der Sicht de Malers”, Landesmuseum, Zürich ZH
2001 : “100 Jahre Fritz Pümpin Retrospektive”, Schloss Prattlen, Pratteln BL
2001 : “100 Jahre Fritz Pümpin Retrospektive, eine Erinnerung”, Bürgerhaus, Gelterkinden BL
2008: “Porträt-Ausstellung”, Raiffeisenbank, Gelterkinden BL
2013 : Eröffnung des Fritz Pümpin Wegs in Gelterkinden BL
2020 : Serie “Ich und mein Pümpin”, in Zusammenarbeit mit der Zeitung Volksstimme
Literatur / Quellen (Auswahl)
— Internetseite der Fritz-Pümpin-Stiftung
— SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz, Onlineversion
— „Artists of the World (AOW) / Allgemeines Künstlerlexikon (AKL)“, De Gryuter-Verlag, Onlineversion

























