A N T O N D Ö R R E R (1886 Innsbruck – 1968 ebd.)
frühes Schreiben vom 16. Mai 1915 an einen Geistlichen („Hochwürden“)
Dunkle Tinte auf Papier, horizontal gefaltet, 1 Seite beschrieben
€ 160,-
Titel
Brief vom 16. Mai 1915 an einen Geistlichen („Hochwürden“)
Technik
Dunkle Tinte auf Papier, horizontal gefaltet, 1 Seite beschrieben
Jahr
unten links lokalisiert & datiert „Innsbruck 15.V.[19]15 / Stainerstraße 2“
Signatur
am Ende des Schreibens unterzeichnet „A. Dörrer / […] Kriegsfreiwilliger – U.[nter]-Offizier / b.[ei] 1. Reg.[iment] d.[er] Tirol.[er] Kaiserjäger“
Größe
Größe: 22,1 x 14,1 cm (Seitengröße)
Zustand
Papier horizontal gefaltet; leichte Druckstellen; Ecken etwas bestoßen; verso klein in Blei bezeichnet „Dörrer“
Text des Briefes vom 16. Mai 1915:
„Euere Hochwürden!
Das kann Ihnen wohl nur derzeit von einem Soldaten passieren, der von 6h früh bis 9h abends Rekruten ‚schindet‘, daß Sie für Ihr freundliches Entgegenkommen erst nach Monatsfrist Antwort erhalten. Aber Sie müssen mich auch deshalb entschuldigen…inter arma silent musae.
Nun aber habe ich endlich doch die lieben Briefschaften durchsehen und für mein Buch verwerten können, besonders insofern als ich bislang von Ihren Beziehungen zu Domanig so gut wie nichts wußte. Und deshalb konnte ich dann auch Ihren Verdiensten um den Dichter nicht gerecht werden.
Vielleicht sind Sie auch noch in der Lage, mir Ihre Veröffentlichungen über Domanig in Zeitungen und Büchern (abgesehen vom Gral, den ich selbst besitze) zugänglich zu machen, und mitzuteilen, ob der Dichter auch mit anderen Anhängern Ihrer Kongregation oder anderen Literaten Tyrols in Briefverkehr stand.
Einstweilen verbleibe ich mit herzlichstem Dank Ihr ganz ergebener
Stainerstraße 2
[…] Kriegsfreiwilliger – U.[nter]-Offizier / b.[ei]
1. Reg.[iment] d.[er] Tirol.[er] Kaiserjäger“
Werkbeschreibung
Es handelt sich bei dem vorliegenden Stück um einen frühen Brief von Anton Dörrer (1886 Innsbruck – 1968 ebd.). Das Schreiben datiert auf den 16. Mai 1915 und ist gerichtet an einen namentlich nicht näher genannten Geistlichen („Hochwürden“), der bereits Texte zu Carl Domanig, mit dem sich Dörrer damals befasste, verfasst hatte und dies nun auch an Dörrer schrieb.
Dörrer, der zur damaligen Zeit Militärdienst bei den Tiroler Kaiserjägern leistete, konnte erst verzögert antworten, dankt für die Hinweis und meint, dass er diese Informationen für sein Buch gebrauchen konnte – „besonders insofern als ich bislang von Ihren Beziehungen zu Domanig so gut wie nichts wußte.“
Und abschließend richtet er noch die Fragen an den Empfänger: „Vielleicht sind Sie auch noch in der Lage, mir Ihre Veröffentlichungen über Domanig in Zeitungen und Büchern (abgesehen vom Gral, den ich selbst besitze) zugänglich zu machen, und mitzuteilen, ob der Dichter auch mit anderen Anhängern Ihrer Kongregation oder anderen Literaten Tyrols in Briefverkehr stand.“









