B E R N D    K L U G    (1943 Leipzig – 2016[?] Berlin)

 

Weitere Werke von Bernd Klug

 

 

surreale, rätselhafte Darstellung aus Gesichtern, Köpfen, einem brennenden Haus und weiteren Strukturen (2014)

Aquarell auf festem Karton, oben mittig vom Künstler durchgeführter Brandfleck

unten mittig signiert „Klug“
unten mittig lokalisiert & datiert „Paris 2014“

€ 120,-

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Titel
ohne Titel [surreale, rätselhafte Darstellung aus Gesichtern, Köpfen, einem brennenden Haus und weiteren Strukturen]

Größe
Größe: 50 x 20 cm

Zustand
die Ecken sehr schwach bestoßen; Ecke unten rechts mit leichter Knickspur; verso etwas (farb-)fleckig

 

 

Bernd Klug begann nach seinem Schulbesuch 1958 eine Arbeit in einem grafischen Betrieb. Er wird Facharbeiter und Buchdrucker. An der TU Dresden beginnt er ein Studium (Maschinenbau und Betriebswirtschaftslehre), ist hierauf in der Wirtschaft tätig und zudem Dozent an einer Berufsschule.

„1996 fällt Bernd Klug in eine Erschöpfungsdepression. Er erlebt einen psychischen und physischen Zusammenbruch. Er muss sich zahlreichen Operationen unterziehen, wird aus einem intensiven Berufsleben herausgerissen und mit frühzeitiger Rente konfrontiert. Gleichzeitig spürt er in dieser Zeit, in der er seine Arbeit, die für ihn den Sinn des Lebens darstellte, aufgeben muss, eine einzige Rettung und neues Lebenselixier für sich selbst: Malen, Zeichnen, Skulpturen erschaffen. Alle noch vorhandenen Kräfte mobilisiert er, um sich auf eine einzigartige Spurensuche zu begegeben.“ (Ingrid Sparing-Kraus)

Im Jahr 2015 erschien im Verlag „Edition Bodoni“ der Bildband „Bernd Klug. Ausblick zu mir. Malerei“ mit zahlreichen, ganzseitigen Werkabbildungen in Farbe.

Bernd Klugs Schaffen ist geprägt von einem intensiven, kräftigen Kolorit und daneben von einem sehr wirksamen Zusammenspiel der eingesetzten Farben. Es sind zumeist figürliche, skurrile, schwer deutbare Motive, die Bernd Klug auf diese Weise dem Betrachter präsentiert.
Während die Farben in ihrer Strahlkraft oftmals eine lockere Fröhlichkeit vermitteln, wirken die dargestellten Figuren mitunter rätselhaft und manche Gesichter, einzelne Augen, oder Wesen mitunter gar bedrohlich oder zumindest fragwürdig.
Mag man sein Schaffen irgendwie kategorisieren wollen, so legt sich hier wohl am Ehesten der Begriff der „art brut“ nahe.

Dieses vorliegende Werk entstand der Bezeichnung des Künstlers nach während einer Parisreise im Jahr 2014.
Bernd Klug zeigt hier eine surreal anmutende, rätselhafte Komposition aus Farbfeldern, figürlichen Elementen und Strukturen. So lassen sich immer wieder Augen, Münder und Gesichtskonturen erkennen. Während die Augen im unteren Bereich eher freundlich erscheinen, blicke die Augen im oberen Blattbereich deutlich wütend, ärgerlich oder gar bedrohlich. Dieser Stimmungswandel mag sich erklären durch das ganz reduziert gemalte, aus Diagonalen und Punkten bestehende Haus im oberen Bereich, denn dieses brennt und die Flammen am Hausdach greifen gelb und rot schimmernd zur rechten oberen Ecken. Der Künstler hat diesen Hausbrand nun noch technisch durch einen tatsächlich ausgeführten, recto und verso sichtbaren Brandfleck in der unteren Hauspartie verdeutlicht.

 

 

Zu Bernd Klug (1943 Leipzig – 2016[?] Berlin):
Maler, Zeichner; 1958 Schulabschluss und Beginn einer Arbeit in einem grafischen Betrieb; Bernd Klug wird Facharbeiter und Buchdrucker; Studium (Maschinenbau und Betriebswirtschaftslehre) an der Technischen Universität Dresden; hierauf ist er in der Wirtschaft tätig und zudem Dozent an einer Berufsschule; 1996 psychischer und physischer Zusammenbruch in Folge einer Erschöpfungsdepression; Bernd Klug wendet sich autodidaktisch dem Malen, Zeichnen und auch dem Gestalten von Skulpturen zu; 2015 erscheint im Verlag „Edition Bodoni“ der Bildband „Bernd Klug. Ausblick zu mir. Malerei“