F R I T Z   B U R K H A R D T    (03.09.1900 Arnstein – 07.04.1983 München)

 

Weitere Werke von Fritz Burkhardt

 

 

vier kleine Studien (1923)

Tuschfeder auf Papier

€ 80,-

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Titel
ohne Titel [vier kleine Studien / Skizzen, darunter 2 Studien zu Hunden, eine Pferde, ein Selbstbildnis]

Technik
Tuschfeder auf Papier (zugeschnittener Bogen einer „Grund-Liste über die Mitglieder der Einwohnerwehr in Ober-Artelshofen“, dazu verso handschriftlich ausgefüllte Liste mit insgesamt 23 Namen damaliger Bewohner)

Signatur
unten rechts in Blei monogrammiert „F B“, sowie verso unten rechts Nachlassstempel

Jahr
unten rechts in Blei datiert „[19]23“

Größe
Größe: 25,7 x 22 cm

Zustand
bei dem Papier handelt es sich um einen zugeschnittenen Bogen einer „Grund-Liste über die Mitglieder der Einwohnerwehr in Ober-Artelshofen“ (dieser verso mit zahlreichen handschriftlichen Einträgen); leichte Druckstellen; Ecken etwas bestoßen, sowie mit minimalen Knickspuren; im Eckbereich oben rechts leichte Quetschung; unterer Rand leicht uneben zugeschnitten; rechter Rand mittig mit sehr kleinen Einrissen; recto & verso schwach fleckig

 

 

Zu Fritz Burkhardt (03.09.1900 Arnstein – 07.04.1983 München):
Maler, Zeichner, Grafiker; wuchs in Hersbruck auf; ab 1910 Besuch des dortigen Gymnasiums; 1914-20 Studienjahre in Eichstätt und während dieser Zeit Bekanntschaft mit Eduard Aigner (1903 Neuhaus – 1978 München); 1921 Aufenthalt in Iphofen; 1924-27 Akademie der Bildenden Künste in München (bei Adolf Schinnerer); 1928 Stipendium der Stadt München; Italienreise; 1930-34 Mitglied der „Juryfreien“; 1931 Beginn der Freundschaft mit Max Radler; 1934 Albrecht-Dürer-Preis der Stadt Nürnberg; Reise nach Paris; ab etwa 1935 nur noch spärliches Schaffen im Verborgenen, Burkhardt betreibt bis zum Ende des Dritten Reichs ein Institut für Bild und Ton („Burkhardt & Co“) und befaßt sich mit geometrischen Berechnungen; 1945 Verlust des Ateliers mit zahlreichen Werken durch Bombenangriff auf München; 1946 Gründungsmitglied der „Neuen Gruppe“; ab 1945 legt er eine eigene Kunstsammlung mit Werken seiner Vorbilder an (u.a. Trübner, Dix, Beckmann, Rudolf Großmann, Kubin, Scharl); von 1950 bis 1983 war er alljährlich bei der „Großen Kunstausstellung München“ (Haus der Kunst) vertreten
Burkhardt schuf Landschaften, figürliche Kompositionen, wobei insbesondere seine erotische Szenen aus Bordellen herauszuheben sind.
Werke befinden sich im Lenbachhaus (München), sowie dem Stadtmuseum München.

Literatur
DÜRR, Bernd: Fritz Burkhardt, in: „Allgemeines Künstlerlexikon“ (AKL), Onlineversion, Künstler-ID: 10147232
Galerie Bernd Dürr (1989): Fritz Burkhardt. Erotisches Brevier 1924-35; München
LUDWIG, Horst (1993): Münchner Maler im 19. Jahrhundert [Bd. Achmann-Kursell]; München: Bruckmann; S. 131