C A R L F R I E D R I C H W I N D E L S (18.09.1869 Bremen – 16.08.1954 ebd.)
Portraitzeichnungen einer jungen Frau und eines jungen Mannes (1933)
Kohle, Farbstifte (blau, rot, weiß) auf Pappe, ungerahmt
€ 420,-
Titel
ohne Titel [Portraitzeichnungen einer jungen Frau und eines jungen Mannes]
Technik
Kohle, Farbstifte (blau, rot, weiß) auf Pappe, ungerahmt
Signatur
unten links signiert „Carl Windels“
Jahr
unten links datiert „1933“
Größe
Größe: 41,3 x 54,4 cm
Zustand
insgesamt im Bereich des früheren Passepartoutausschnitts nachgedunkelt / gebräunt; Ecken leicht bestoßen; am oberen Rand links und rechts leichte Feuchtigkeitsschäden; in der Mitte (etwas rechts vom Kopf der Frau) leicht fleckig
verso etwas berieben und fleckig; verso unten rechts in Blei undeutlich bezeichnet
Carl Friedrich Windels erhielt seinen künstlerischen Unterricht in München und unternahm hierauf Studienreisen in die USA, die Niederlande, nach Paris und Italien. Den Großteil seines Lebens war er in Bremen ansässig und tätig. Gerade im frühen 20. Jahrhundert war Windels auf einigen großen Ausstellungen (Bremen, Berlin, München) vertreten und war zudem Mitglied im „Deutschen Künstlerbund“. Beachtenswert ist in der damaligen Zeit zudem die verschiedenen Illustrationen / Buchschmucke, die Windels für die Bände des wichtigen Bremer Reformpädagogen Fritz Gansberg (1871 Bremen – 1950 ebd.) schuf, was unter Umständen auch eine persönliche Beziehung zwischen Windels und Gansberg nahelegen könnte.
Die vorliegende Zeichnung entstand 1933 und zeigt in der Kühle und Klarheit beider Portraits deutliche neusachliche Einflüsse.
Zu Carl Friedrich Windels (18.09.1869 Bremen – 16.08.1954 ebd.):
Maler, Zeichner, Grafiker.
Sohn des Gutfertigers Johann Heinrich Windels (1834/35 – ?) und dessen Ehefrau Marie Wilhelmine, geb. Schanz (1839/40 – ?). Das Paar lebte in Sebaldsbrück.
Studium bei Ludwig Schmid-Reutte in München .
Studienreisen in die USA, in die Niederlande, nach Paris und Italien.
In Bremen lebte er als freischaffender Kunstmaler im Sandersdeich 20 (nachweisbar um 1917) sowie Am Wall 137 (nachweisbar um 1920-33).
1. November 1921 Heirat mit Olga Ida Elise Burow, geb. Baack (15.02.1885 Löbnitz, Kreis Franzburg – 27.04.1958 Bremen).
Nach dem Zweiten Weltkrieg war er weiterhin als Künstler tätig und lebte bis zuletzt in Lesum (Marßel 80).
Der Künstler starb durch einen plötzlichen Herztod auf der Straße.
Carl Windels schuf neben Tierdarstellungen (v. a. Pferde und Hunde) auch Portraits.
Illustrationen
— 1907 schuf er den Buchschmuck für den Band „Plauderstunden. Schilderungen für den ersten Unterricht“ (Leipzig – Berlin: Teubner) des Bremer Reformpädagogen Fritz Gansberg (1871 Bremen – 1950 ebd.). Ebenso 1907 entstand der Buchschmuck für Gansbergs Band „Streifzüge durch die Welt der Großstadtkinder., Lebensbilder und Gedankengänge für den Anschauungsunterricht in Stadtschulen“ (Leipzig – Berlin: Teubner).
— 1909 schuf er den Buchschmuck für Gansbergs Band „Schaffensfreude. Anregungen zur Belebung des Unterrichts“ (Leipzig – Berlin: Teubner).
— 1916 schuf er den Buchschmuck für den Band „Deutscher Tod, Deutschlands Leben“ (Bremen: Wehmann) von E. Volkrat.
Ausstellungen
1906, 1914 Beteiligungen an der „Internationalen Ausstellung“ in der Kunsthalle Bremen
1908 Beteiligung an der „Deutschen Kunstausstellung“ in der Kunsthalle Bremen
1911, 1914 Beteiligungen an der „Internationalen Kunstausstellung“ der Münchner Secession, Kunstausstellungsgebäude am Königsplatz, München
1914 Beteiligung an der „Großen Berliner Kunstausstellung”
1922 Gemeinschaftsausstellung mit Karl Mons und Heinz Baden im Kunstkabinett Kollock, Hagen
1938 Beteiligung an der „Kunstausstellung“ (veranstaltet vom Hilfswerk für deutsche bildende Kunst) in der Kunsthalle Bremen
1949 Gemeinschaftsausstellung des Bremer Kunstvereins mit Heinz Baden und Susanne Klein in der Kunsthalle Bremen.
Mitgliedschaften
„Deutscher Künstlerbund“
Literatur
— „Artists of the World (AOW) / Allgemeines Künstlerlexikon (AKL)“, De Gruyter-Verlag, Onlineversion
— Dressler, Willy Oskar (1930): Dresslers Kunsthandbuch [2. Bd., 9. Jg.], Berlin: Curtius, S. 1102




















