H A N S    S C H E I L    (24.03.1896 Metz – 1988 Frankfurt a. M.)

 

Weitere Werke von Hans Scheil

 

 

Dreiviertelportrait eines Mannes nach rechts (wohl 1931)

Bleistift auf hellem Karton (zugleich Rahmenrückwand), gerahmt, unter Glas

€ 100,-

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Titel
ohne Titel [Dreiviertelportrait eines Mannes nach rechts (Selbstbildnis des Künstlers?)]

Technik
Bleistift auf hellem Karton (zugleich Rahmenrückwand), gerahmt, unter Glas

Signatur
unsigniert, verso auf Rahmenrückwand in Blei mit Künstlerdaten bez.

Jahr
undatiert [wohl 1931]

Größe
Größe: 22 x 14,5 cm (mit Rahmen) bzw. 20,8 x 13,1 cm (ohne Rahmen)

Zustand
leicht nachgedunkelt; Karton zugleich Rahmenrückwand; im Bereich oben links minimaler Fleck; Rahmen mit leichten Gebrauchsspuren

 

 

Bis 1930 war Hans Scheil an der privaten Kunstakademie von André Lhote in Paris. Beeinflusst war er zu dieser Zeit insbesondere von Cezanne sowie von der modernen französischen Malerei. Die vorliegende Portraitzeichnung entstand kurz nach dieser letzten Ausbildungsphase des Künstlers und dürfte kurz nach der Rückkehr Scheils nach Frankfurt a.M. entstanden sein. Möglicherweise handelt es sich hierbei um Selbstbildnisse des damals 35jährigen Künstlers.

 

 

Zu Hans Scheil (24.03.1896 Metz – 1988 Frankfurt a. M.):
Maler, Zeichner, Grafiker, Plakatkünstler, Kunsterzieher.
1912-14 Besuch der Kunstgewerbeschule Straßburg
1920-26 Studium an der Städelschule Frankfurt a.M. (bei Hermann Lismann)
Scheil lebte damals in der Dürerstraße 10 in Frankfurt a. M.
1927-30 Besuch der privaten Kunstakademie von André Lhote (Paris)
1928 gestaltete er das Plakat für die Bundesverfassungsfeier des „Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold“ in Frankfurt a. M.
zahlreiche Studienreisen (Frankreich, Italien, Niederlande, Spanien, Jugoslawien, Balkan)
1937 war er wohl mit einem beschlagnahmten Aquarell („Badende“) betroffen bei den Beschlagnahmungen zur „entarteten Kunst“ in Frankfurt
nach dem Zweiten Weltkrieg in Frankfurt als Kunsterzieher tätig (u. a. an der Bornheimer Realschule sowie an der Volkshochschule) und arbeitete auch als Pressezeichner für Frankfurter Zeitungen
in Frankfurt lebte Hans Scheil in der Eschersheimer Landstraße 445
zu seinen Schülern zählen u. a. Lore Nickerl (*1929 Frankfurt a.M.), Rainer Alois Kohl (*1942 Dresden)
Scheil schuf insbesondere Landschaften, Stillleben und Portraits.

Mitgliedschaften
Frankfurter Künstlerbund; Berufsverband Bildender Künstler, Frankfurt a. M.

Ausstellungen (Auswahl)
1932 „Hundert Jahre Frankfurter Kunst 1832-1932”, Frankfurter Kunstverein
1954 „Frankfurter Maler und Bildhauer der Gegenwart“, Frankfurter Kunstverein
1965 Einzelausstellung in der Galerie am Dom, Frankfurt a. M.
1975 Einzelausstellung in der Heussenstamm´schen Stiftung“, Frankfurt a. M.

Werke
Städel Museum, Frankfurt a. M.
Institut für Stadtgeschichte, Frankfurt a. M.
Historisches Museum Frankfurt a. M.

Literatur
— „Allgemeines Künstlerlexikon“ (AKL), Onlineversion
— Lotz, Kurt (Hrsg.) (1982): Die Bildenden Künstler in Frankfurt am Main, Frankfurt am Main. Amt für Wissenschaft und Kunst, unpag.
— Papenbrock, Martin (Hrsg.) (1996): „Entartete Kunst“, Exilkunst, Widerstandskunst in westdeutschen Ausstellungen nach 1945. Eine kommentierte Bibliographie]; Weimar: VDG; S. 522