O S K A R K O K O S C H K A (01.03.1886 Pöchlarn, Österreich-Ungarn – 22.02.1980 Montreux, Schweiz)
„Lear mit dem Leichnam Cordelias“ (1963)
Kreidelithographie auf Bütten
€ 380,-
Titel
„Lear mit dem Leichnam Cordelias“ (Variante zum 15. Blatt der Mappe „King Lear“) (Werkverzeichnis: WW 250)
Technik
Kreidelithographie auf Bütten
Signatur
unten rechts signiert
Jahr
unten rechts datiert „1963“
Größe
Größe: 45,8 x 36,4 cm (Blatt)
Auflage
unten links nummeriert „16/44“
Drucker
J. E. Wolfensberger, Zürich
Zustand
im Bereich des früheren Passepartoutausschnitts leicht nachgedunkelt; rechter Rand unten mit kleinem Einriss (etwa 2cm); in Ecke unten rechts klein in Blei bez. „6“; im Eckbereich oben links kleine Quetschung, sowie am linken Rand mittig zwei kleine Druckstellen; leichte Druckstellen im Blatt; Blattränder mit leichten Abrissspuren; verso an den Rändern umlaufend braunes Klebeband; verso in den oberen beiden Ecken etwas aufgeraut aufgrund früherer Befestigung; verso leicht fleckig
Der große Oskar Kokoschka schuf in seinem späten Werk eine Folge aus 16 Lithographien zu Shakespeares „King Lear“ (Werkverzeichnis: WW 223-238). Die Grafiken wurden dabei gedruckt bei J. E. Wolfernsberger in Zürich.
Diese hier gezeigte Grafik „Lear mit dem Leichnam Cordelias“ ist eine Variante zum 15. Blatt dieser Folge, die dann aber nicht in jener erschien. Im Gegensatz zu dem verwendeten Blatt 15, ist Lear hier in dieser Variante weitaus schmerzerfüllter und erregter dargestellt, so dass es durchaus ein anderer Ausdruck, ein anderes Motiv ist.
Laut Werkverzeichnis kam diese Variante „in den Vertrieb zur Unterstützung einer Laprakolonie“. Dabei ist zudem beachtenswert, dass die Bearbeiter dieses Verzeichnisses, Hans M. Wingler und Friedrich Welz, die Anzahl nicht angeben konnten, was zugleich auf die Seltenheit des Blattes verweist. Und tatsächlich ist die Limitierung auf 44 Exemplare für eine Lithografie Kokoschkas eine recht niedrige Anzahl.























