H E R M A N N    S C H M I D T – S C H M I E D    (06.02.1924 Mainz-Gonsenheim – 31.03.2010 Mainz)

 

Weitere Werke von Hermann Schmidt-Schmied

 

 

„Friedliche Geister“ (1964)

Öl über leichten Vorzeichnungen in Bleistift/Kohle, auf Leinwand, Keilrahmen, gerahmt

€ 1.500,-

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Titel
„Friedliche Geister“ [so verso auf dem Keilrahmen oben rechts betitelt]

Technik
Öl über leichten Vorzeichnungen in Bleistift/Kohle, auf Leinwand, Keilrahmen, gerahmt

Signatur
unten links etwas undeutlich signiert, sowie verso auf der Leinwand links signiert

Jahr
verso auf dem Keilrahmen oben rechts datiert „1964“, sowie nochmals auf der Leinwand verso links datiert

Größe
Größe: 76 x 100,5 cm (ohne Rahmen) bzw. 78 x 102,5 cm (mit Rahmen)

Zustand
die Leinwand verso leicht fleckig; Atelierleiste etwas fleckig und leicht berieben

Provenienz
Sammlung Bruno Sandner (31.12.1922 Stettin – 05.01.1991 Hofheim/Ts.), Hofheim/Taunus.
[Hierzu bei verso zwei Post-, Grußkarten mit handschriftlichem Text des Künstlers an den Sammler.]  
Bruno Sandner, Dipl.-Ing., Architekt, war Leiter der Architekturplanung der Hoechst AG und Kunst-, Antiquitätensammler, wobei er vor allem für seine Sammlung an Fayencen und Porzellanen bekannt wurde.

 

 

Hermann Schmidt-Schmied wuchs in Mainz auf und erhielt seine Ausbildung auch an der dortigen Kunstschule (1946-53). Durch ein Stipendium kam er 1948 das erste Mal nach Südfrankreich und fortan ließ ihn diese Region nicht mehr los, was sein Schaffen zugleich nachhaltig beeinflusste. Er studierte in der Folge jeweils in den Sommersemestern in Nizza französische Literatur und Geschichte (1948-54) und in Nimes Archäologie (1955-57). 1954 reiste er gemeinsam mit Ferrenc (Feri) Varga (1906-1989) und Jo Brenneis (1910-1994) abermals nach Südfrankreich. Und während dieser Reise lernte er durch Varga auch Pablo Picasso kennen. 1958 gründete er in Arles die Malschule „Atelier du Midi“ und gab dort gut 25 Jahre gut besuchte und etablierte Ferienkurse.
Der Künstler lebte zumeist von April bis November zurückgezogen arbeitend in der kleinen südfranzösischen Gemeinde Saint-Jean-de-Buèges und im Winter in Mainz-Gonsenheim.

Dieses größere Gemälde ist exemplarisch für das leuchtend farbintensive Schaffen des Künstlers.
Schmidt-Schmied zeigt hier eine nächtliche Ansicht auf ein kleines Gebirgsdorf. Eingefügt in den rötlich-violett schimmernden Fels liegen die Gebäude vor dem Betrachter, über allem liegt ein schwarzer, dunkelblauer Himmel. Ganz markant sind nun wieder die Strukturen, Linien, die Schmidt-Schmied über das Motiv legt und so sie Sehgewohnheit des Betrachters bricht. Es ist wie eine Mischung aus Gegenständlichem und Abstraktion, aus Sichtbarem und Unsichtbarem, was der Künstler hier vorführt. In diesem Sinne „tanzen“ dann auch sieben bläuliche Konturen vor der Ansicht dahin. – Es werden die titelgebenden „friedlichen Geister“ sein, die hier vor dem Gebirgsdorf in den Lüften schweben und vom Künstler auf eine träumerische und zugleich intensive Weise eingefangen wurden.

 

 

Zu Hermann Philip Schmidt-Schmied (06.02.1924 Mainz-Gonsenheim – 31.03.2010 Mainz):
Maler, Zeichner, Grafiker.
Anfangs Lehre als Schmied und Autoschlosser.
1946-53 Studium an der Mainzer Kunstschule (bei Karlo Kuhl und Peter Paul Etz).
1954 gemeinsam mit Ferrenc (Feri) Varga (1906-1989) und Jo Brenneis (1910-1994) reiste er nach Südfrankreich. Dabei lernte er durch Varga auch Pablo Picasso kennen.
1955-58 Studium der Archäologie an der École Antique in Nimes.
Ab 1957 schuf er, nach dem plötzlichen Tod des bisherigen Bühnenbildners Ernst Birkheimer am 20.10.1957, Bühnenbilder für drei Stücke der Mainzer „Zimmerspiele“.
1958 gründete er in Arles die Malschule „Atelier du Midi“ und gab dort gut 25 Jahre Ferienkurse.
Der Künstler lebte zumeist von April bis November zurückgezogen arbeitend in der kleinen südfranzösischen Gemeinde Saint-Jean-de-Buèges (siehe Foto unten) und im Winter in Mainz-Gonsenheim (Hauptstraße 107).
Zu seinen Schülern zählen u. a. Renate Donecker (geb. 1935), Margret Neumann (geb. 1918).

Auszeichnungen / Ehrungen
Bundesverdienstkreuz; Palmes Academiques

Einzelausstellungen (Auswahl)
1955 (zusammen mit Jo Brenneis), Badischer Kunstverein, Karlsruhe
1965, 1970, 1979 Institut français, Mainz
1988, 1990 Rathaus Mainz-Gonsenheinm
1989 Galerie jottwedee, Gau-Bischofsheim
2014 (zusammen mit Plastiken von Inge Blum), Mainzer Kunst Galerie, Mainz
2022 Gonsenheimer Museum
2023 Heimat- und Geschichtsverein Mainz-Gonsenheim-Zentrum Museum, Mainz-Gonsenheim

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)
1952 „Deutsche Grafik der Gegenwart“, Museu de Arte, Sao Paulo, Brasilien
1953 Jahresausstellung der “Vereinigung Mainzer Bildender Künstler”, Mainz
1967 “Deutsche Maler unter fremder Sonne”, Deutsch-Französische Gesellschaft, Landau