H E I N R I C H   F R I E L I N G   (27.12.1910 Chemnitz – 10.02.1996 Marquartstein)

 

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Abstraktion (1967)

Mischtechnik (Aquarell-, Deck-, Ölfarben) auf festerem Papier, vom Künstler befestigt in Passepartout, ungerahmt

€ 640,-

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Titel
ohne Titel [Abstraktion]

Technik
Mischtechnik (Aquarell-, Deck-, Ölfarben) auf festerem Papier, vom Künstler befestigt in Passepartout, ungerahmt

Signatur
unten rechts auf dem Passepartout in Blei signiert „Heinrich Frieling“, sowie unten rechts monogrammiert

Jahr
unten rechts auf dem Passepartout in Blei datiert „1967“, sowie unten rechts datiert „[19]67“

Größe
Größe: 41,9 x 60,2 cm (Sichtfeld) bzw. 50 x 69,9 cm (Passepartout)

Zustand
das Passepartout insgesamt etwas nachgedunkelt / gebräunt (in den Randbereichen etwas mehr nachgedunkelt); Passepartout an den Ecken leicht bestoßen; Passepartout verso nachgedunkelt und gebräunt

 

 

Heinrich Frieling machte sich anfangs einen Namen als Zoologe und Ornithologe, bevor er nach 1945 sich der Farbwissenschaft widmete und dann hierauf aufbauend auch selbst zu malen begann. Werke Frielings tauchen nur selten einmal auf.
Er besuchte das humanistische Gymnasium in Chemnitz, sowie nach einem Umzug der Familie das Friedrichgymnasium in Altenburg. 1929 Abschluss mit Abitur. Hierauf begann er ein Studium der Zoologie an der Universität Königsberg. Frieling interessierte sich vor allem für Ornithologie. In den Semesterferien arbeitete er an der Vogelwarte Rossitten. Weitere Studienjahre in München und Göttingen. 1936 Studienabschluss mit Promotion in München. Danach Verlagslektor im Kosmos-Verlag. Für den Verlag verfasste er in den folgenden Jahren auch mehrere Vogelbücher. Während des Zweiten Weltkrieges war er Lehrer am Landschulheim Marquartstein. Diese Zeit wurde unterbrochen durch Kriegsdienst von Frieling.
Nach dem Krieg wandte er sich der Beschäftigung mit Farben zu, wobei er hierbei von Goethes Farbenlehre ausging.
1948 Gründung des „Instituts für Farbenpsychologie“ in Marquartstein, er beriet erfolgreich Firmen und Unternehmen. Im Späteren kamen Räumlichkeiten in Salzburg hinzu, in denen Ausbildungen zu Farbberatern stattfanden. 1957 wurde er Gründungspräsident der “International Association of Color Consultants”.
Ab den 1950er Jahren entstanden eigene abstrakte Gemälde, die Frieling ab 1963 auch öffentlich auf Ausstellungen zeigte. Seine Abstraktionen zeichnen sich dabei durch einen ganz eigenen Ausdruck aus, der sein profundes Wissen um Farbwirkungen und das Zusammenspiel von Farben belegt.
In den 1960er Jahren hatte Frieling Einzelausstellungen in den Galerien von Wolfgang Gurlitt (München), Winfried Gurlitt (Mainz) und Lore Dauer (Ludwigshafen am Rhein).

Diese hier gezeigte Abstraktion entstand in jener Zeit als Frieling sich bereits länger mit der Kunst und Farben befasste. Dem Künstler sind die subtilen Wirkweisen der Farben und des Farbauftrags merklich bekannt, was sich in Form der suggerierten Räumlichkeit und Bildtiefe eindrucksvoll zeigt. Ganz markant ist dies bei den hellen Bildpartien, die beinahe so wirken, als habe man ein Loch in das Braun geschnitten und blicke nun auf eine neue, helle Welt.

 

 

Zu Heinrich Frieling (27.12.1910 Chemnitz – 10.02.1996 Marquartstein):
Maler, Zoologe, Farbwissenschaftler.
Besuch des humanistischen Gymnasiums in Chemnitz, sowie nach einem Umzug der Familie Besuch des Friedrichgymnasiums in Altenburg.
1929 Abitur.
Nach dem Abitur Studium der Zoologie an der Universität Königsberg. Frieling interessierte sich vor allem für Ornithologie.
In den Semesterferien arbeitete er an der Vogelwarte Rossitten.
Weitere Studienjahre in München und Göttingen.
1936 Promotion in München.
Danach Verlagslektor im Kosmos-Verlag. Für den Verlag verfasste er in den folgenden Jahren auch mehrere Vogelbücher.
Während des Zweiten Weltkrieges war er Lehrer am Landschulheim Marquartstein und blieb auch fortan dort ansässig. Diese Zeit wurde unterbrochen durch Kriegsdienst von Frieling.
Nach dem Krieg wandte er sich der Beschäftigung mit Farben zu.
1948 Gründung des „Instituts für Farbenpsychologie“ in Marquartstein, er beriet Firmen und Unternehmen. Im Späteren kamen Räumlichkeiten in Salzburg hinzu, in denen Ausbildungen zu Farbberatern stattfanden.
1957 wurde er Gründungspräsident der “International Association of Color Consultants”.
Ab den 1950er Jahren entstanden eigene abstrakte Gemälde, die Frieling ab 1963 auch öffentlich auf Ausstellungen zeigte. Seine Abstraktionen zeichnen sich dabei durch einen ganz eigenen Ausdruck aus, der sein profundes Wissen um Farbwirkungen und das Zusammenspiel von Farben belegt.
Heinrich Frieling verfasste zahlreiche ornithologische als auch farbwissenschaftliche Fachbücher.

Ausstellungen
— 1963 „Heinrich Frieling. Bilder, Aquarelle“, Galerie Wolfgang Gurlitt, München
— 1966 „Heinrich Frieling. Ölbilder, Aquarelle“, Galerie Winfried Gurlitt, Mainz
— 1968 „Heinrich Frieling – Ölbilder, Aquarelle, Mischtechnik, Collagen, Bücher“, Galerie Lore Dauer, Ludwigshafen am Rhein
— 1972 „Grosse Kunstausstellung München”, Haus der Kunst, München
— 1976 Beteiligung an der „Kunstausstellung 1976 Prien am Chiemsee”, Prien am Chiemsee