H A N S W E R N E R K I R C H N E R (16.08.1908 Oberhausen – 05.01.1965 Stuttgart)
Weitere Werke von Hans Werner Kirchner
Komposition in Rot-, Grün, Gelbtönen
Mischtechnik (Öl-, Wasserfarben auf sandfarbenem Papier)
u.l. in dunklem Kugelschreiber datiert „[19]59“
Blattgrösse: 14,7×20,9cm
u.l. in dunklem Kugelschreiber monogrammiert „K“
nicht betitelt
€ 160,-
Zustand
an Ecke o.l. minimaler Papierverlust; am oberen Rand rechts kleiner Einriss (Länge etwa 3mm); leichte Druckstellen im Blatt; verso technikbedingt etwas farbfleckig
Das vorliegende Blatt von Hans Werner Kirchner zeichnet sich durch die grelle, satte Farbgebung aus, wobei insbesondere die kontrastierenden Rot- und Grüntöne dem Werk eine beachtliche Dynamik und Unruhe geben. Brillant!
Zu Johann (Hans) Werner Kirchner (16.08.1908 Oberhausen – 05.01.1965 Stuttgart):
Maler, Zeichner, Schauspieler.
Über Leben und Werk von Hans Werner Kirchner ist wenig bekannt.
Er besuchte die Folkwangschule in Essen und ist in der Folge vor allem als Künstler wie auch als Schauspieler in Stuttgart tätig und lebte dort in der Lindenspürstraße 13a sowie zuletzt in der Landhausstraße 55.
Er war verheiratet mit Ingeborg Kirchner-Brechelt.
In den Jahren 1959 bis 1961 wirkte er an Western-Verfilmungen nach Karl May mit.
In seiner Kunst lassen sich vor allem klein- bis mittelformatige Abstraktionen in Öl- und Aquarellfarben nachweisen, die der Künstler mitunter aufwändig durch Kratzungen und bewusste Abrisse bearbeitete. Kirchner fand hier, unter Beeinflussung durch den deutschen Informel, einen eigenen ungegenständlichen Ausdruck, der oftmals durch eine erstaunliche Tiefe innerhalb der Kompositionen besticht. Im Gegensatz zu vielen anderen informellen Vertretern, meint man bei Kirchner aber auch durchaus eine Überlegtheit, eine rationale Vorarbeit bei der Komposition und deren Farbgebung zu erkennen. Deutlich zeigt sich dies bei dem spannungsvollen Einsatz von Komplementärfarben, wobei Kirchner immer wieder ganz markant auf helle, grelle Farben wie Rotviolett zurückgreift und dem Ganzen damit einen gewissen “poppigen” Charakter verleiht.
