W I L H E L M S C H N A R R E N B E R G E R (30.06.1892 Buchen – 17.04.1966 Karlsruhe)
„Merkwürdige Maschine“ (1921)
Lithografie auf Kupferdruckkarton
€ 90,-
Titel
„Merkwürdige Maschine“ [so unten mittig im Druck betitelt]
Technik
Lithografie auf Kupferdruckkarton
Signatur
unten links im Druck signiert „Schna.“, sowie verso zweimal in Blei mit Künstlername bezeichnet
Jahr
unten links im Druck datiert „[19]21“
Größe
Größe: 43,8 x 57,8 cm (Blatt) bzw. (etwa) 26 x 30,5 cm (Motiv)
Auflage
Druck des Vereins für Original-Radierung in Karlsruhe, hierzu unten links Prägestempel
Zustand
durchgehend stärker stockfleckig (recto & verso), vor in den seitelichen Bereichen; Ecken etwas bestoßen; Blattränder leicht berieben
Zu Wilhelm Schnarrenberger (30.06.1892 Buchen – 17.04.1966 Karlsruhe):
Maler, Zeichner, Grafiker
1895 wird der Vater als Gymnasialprofessor versetzt
1905 erneute Versetzung des Vaters nach Freiburg i.Br.
1911 Abitur und Beginn des Studiums an der Königlichen Kunstgewerbeschule in München
1913 Schüler von Fritz Helmuth Ehmcke (Gebrauchsgrafik)
1914 Freundschaft mit Karl Rössing; es entstehen erste Arbeiten im Lithographie-Zyklus „Kriegsausbruch“
1916 erste Einzelausstellung bei Hans Goltz in München
1916-18 Kriegsdienst
1919 Rückkehr an die Kunstgewerbeschule München und später freischaffend als Illustrator und Grafiker
1920 Berufung als Lehrer für Gebrauchsgrafik an die Badisches Landeskunstschule in Karlsruhe; es entstehen Gemälde im Stil der Neuen Sachlichkeit
1921 Heirat mit Elfriede Strauss; Umzug nach Karlsruhe
1925 Reise nach Helgoland; Teilnahme an der Mannheimer Ausstellung „Die Neue Sachlichkeit“
1927 Scheidung der Ehe; Reise nach Paris
1930 Heirat mit Melitta Auwärter (17.01.1909 Pforzheim – 27.07.1996 Lenzkirch)
1932 Italienreise mit Karl Rössing
1933 Entlassung aus dem Lehramt und Umzug nach Berlin
1934-35 als Gast in der Villa Massimo, Rom
1937 werden bei der Aktion „Entartete Kunst“ 15 Arbeiten beschlagnahmt
1938 eröffnet er mit seiner Frau in Lenzkirch im Schwarzwald eine Ferienpension; Beginn der malerischen Phase mit Stillleben
1946 Scheidung der Ehe
1947-57 Professor an der Kunstakademie Karlsruhe
Mitglied der „Badischen Sezession“
1948 Umzug nach Karlsruhe
1950 Heirat mit Michaele Aust
1955-65 Beteiligungen an den Ausstellungen des Künstlerbundes Baden-Württemberg
1956 Venedig-Reise
1957 Emeritierung; Paris-Reise
1959 Reisen nach Venedig und Paris
1962 Hans-Thoma-Staatspreis
Literatur / Quelle
— JESSEWITSCH, Rolf / SCHNEIDER, Gerhard (Hrsg.) (2008): Entdeckte Moderne. Werke aus der Sammlung Gerhard Schneider; Kettler; 514
— MÜLFARTH, Leo (1987): Kleines Lexikon Karlsruher Maler; Badenia-Verlag; Karlsruhe; S. 96-97
— MÜLLER, Hans-Joachim (1977): Wilhelm Schnarrenberger 1892-1966; Karl Schillinger; Freiburg i.Br.
— NEDO, Ingrid (1982): Wilhelm Schnarrenberger 1892-1966 (Dissertation); Tübingen
— RÖßLING, Wilfried (Hrsg.) (1981): Stilstreit und Führerprinzip. Künstler und Werk in Baden 1930-1945; Karlsruhe; S. 267
— ZIMMERMANN, Rainer (1994): Expressiver Realismus. Malerei der verschollenen Generation; Hirmer; München; S. 441
— Kunst in Karlsruhe 1900-1950. Ausstellung der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe im Badischen Kunstverein 24. Mai – 19. Juli 1981; Müller (Karlsruhe); S. 160























