J O S E F    S A U E R    (04. Mai 1893 Bamberg – 12. März 1967 München)

 

Weitere fränkische Künstler
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alter, sitzender Mann (1929)

Tuschfeder auf Papier (aus einem Skizzenbuch)
unten links signiert „Sauer“, sowie am Ende der Widmung rechts nochmals signiert „Sauer Peperl“
unten links datiert „[19]29“
Größe: 20,9 x 16,9 cm
unbetitelt; alter, sitzender Mann

€ 260,-

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Zustand
rechter Blattrand mit Abrisspuren; leichte Druckstellen im Blatt; im Eckbereich o.l. leichte Knickspur; im Eckbereich o.r. kleiner bräunlicher Fleck; verso oberer Rand mit Resten früherer Befestigung (etwas aufgeraut, sowie o.r. Rest von braunem Klebestreifen); verso u.r. überstrichener Sammlerstempel und Bezeichnung in Blei (siehe dazu „Provenienz“)

Provenienz
1) vom Künstler an Anton Rauh (02.01.1891 Bamberg – 11.12.1977 ebd.). Anton Rauh war einflussreicher Bamberger Maler, Restaurator und Kunsthändler, der auch Ausstellungen von befreundeten Künstlern durchführte.
[Hierzu oben rechts in schwarzer Tinte gewidmet: „Meinem lieben Anton Rauh / zur steten Erinnerung / gewidmet von / seinem Sauer Peperl / 5.1.[19]30“
2) (nicht identifizierte) „Sammlung Bauer Bamberg“ [hierzu verso am unteren Rand kleiner Sammlungsstempel (im Späteren mit Weiß überstrichen, nicht bei Lugt), sowie daneben in Blei bez. „773-25-Rauh“

 

 

Zu Josef Sauer (04. Mai 1893 Bamberg – 12. März 1967 München):
Maler, Zeichner, Karikaturist; Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg; ab 1925 Besuch der Staatsschule für angewandte Kunst in Nürnberg (bei Max Körner); bereits 1925 erste Ausstellung in der Buchhandlung Treuner (Bamberg); ab 1928 ist Sauer im Kreis um Olaf Gulbransson und Thomas Theodor Heine und er wird freier Mitarbeiter der Münchner Zeitschriften „Jugend“, „Simplicissimus“ und „Nebelspalter“; ab 1929 als freischaffender Künstler in Nürnberg tätig; es folgen Beteiligungen an Ausstelllungen der Sezession, sowie bei der Galerie Gurlitt in Berlin (1930); 1932 erhält er für das sozialkritische Bild „Nürnberger Hausierer“ (1928) den Albrecht-Dürer-Preis der Stadt Nürnberg; 1932 Rückzug vom „Simplicissimus“, was womöglich wegen einer Hindenburg-Karikatur geschah, die ihm übelgenommen wurde; 1936-44 arbeitet er als Gebrauchsgrafiker, Illustrator und Museumswärter; 1943 wird das Nürnberger Haus des Künstlers durch Bombenangriffe zerstört und ein großer Teil des Schaffens geht verloren; 1950 Umzug nach München-Harlaching und erneut tätig für den „Simplicissimus“; ab 1955 regelmäßige Teilnahme an den Großen Kunstausstellungen im Münchner Haus der Kunst; 1959 wird Sauer wegen Beleidigung des Staatsministers Hundhammer verurteilt

Werke von Josef Sauer befinden sich im Historischen Museum Bamberg, sowie in der Bamberger Staatsbibliothek.