J E A N   L E H M A N N

 

Weitere Schweizer Künstler

 

 

Jean Lehmann: Ansicht auf die Dachauer Altstadt (1931)

 

Jean Lehmann: „Bergstraße Etzenhausen“ (1932)

 

Jean Lehmann: Zusammenfluss der Amper unterhalb des Gündinger Wehrs (1931)

 

Zu Jean Lehmann (12.05.1885 Dagmersellen (Kanton Luzern) – 23.02.1969 Zürich):
Schweizer Maler, Grafiker, Bildhauer; 1900-05 auf Wunsch der Eltern Ausbildung im Hotelfach und Besuch der Handelsschule, sowie daneben Besuch des Zeichenunterrichts an der Kunstgewerbeschule Luzern; er ging für zwei Jahre als Buchhalter nach Sardinien, um sich sein folgendes Kunststudium zu finanzieren; 1907 zwei Semester Besuch der Kunstakademie Venedig; im Anschluss arbeitete er als Museumsdiener, um sein kommendes Münchner Studium finanzieren zu können; 1910 Studium der Gebrauchsgraphik an der Kunstakademie München; um 1910 wohl das erste Mal Aufenthalt in Dachau; 1912-22 wohnt und arbeitet in St. Moritz, im Winter ist er als Eiskunstlauflehrer tätig; 1922-36 ansässig und tätig in Dachau; während seiner Zeit in Dachau und vor allem nach seiner Rückkehr in die Schweiz reist Lehmann immer wieder nach St. Moritz um zu malen; 1936 Rückkehr in die Schweiz; es folgen Reisen nach Frankreich und Italien
Lehmann malte insbesondere Landschaften, Darstellungen des bäuerlich-dörflichen Lebens, figürliche Kompositionen und Stillleben.
Ausstellungen: 1912-18 regelmäßige Gemäldeausstellungen im Gemeindesaal St. Moritz zusammen mit u.a. Peter Robert Berry, Christian Conradin, Giovanni Giacometti, Augusto Giacometti, Carl von Salis, Edgar Vital, Gottardo Segantini; 1913-14 Lehmann malt das Dioramabild „St. Moritz im Winter“ für die Landesausstellung 1914 in Bern; 1913, 1915, 1917/18, 1919 und 1921 Beteiligungen an Ausstellungen im Kunsthaus Zürich; 1917 Beteiligung an einer Ausstellung in der Kunsthalle Basel;1919 Beteiligung an der „Gemäldeausstellung Engadiner Künstler“ im Volkshaussaal Chur;1923-36 Beteiligungen an Ausstellungen der Münchner Secession, sowie der Künstlervereinigung Dachau;1928 Beteiligung an der XVII. Nationalen Kunstausstellung im Kunsthaus Zürich; 1929 Beteiligung an der Turnusausstellung des Schweizerischen Kunstvereins im Kunstmuseum Luzern und im Kunstmuseum Winterthur;1930-31 Beteiligung an der Sommerkunstausstellung im Schloss Dachau;1934 Beteiligung an der Turnusausstellung des Schweizerischen Kunstvereins im Kunsthaus Luzern;1943 Ausstellung grafischer Werke im Kongresshaus Zürich;1945 Übersichtsausstellung im Kongresshaus in Zürich mit einer Auswahl seiner Malerei, Grafik und Skulpturen der letzten dreißig Jahre;1973 Gedenkausstellung Jean Lehmann in der Kleinen Galerie in Chur;2015 Ausstellung „Engadiner Landschaften“ in der ASTE-Galerie in St. Moritz; 2016-17 Ausstellung „Jean Lehmann. Engadin. Hobby. Leidenschaft. Maler.“ in der Fundaziun Capauliana in Chur
Mitgliedschaften: Neue Künstlervereinigung Dachau; Società Artistica Engiadina
Werke: Werke Lehmanns befinden sich u.a. im Besitz von: Dachauer Gemäldegalerie; Bündner Kunstmuseum, Chur;Kunstmuseum Luzern; Fundaziun Capauliana, Chur
Seine Signatur bzw. sein Monogramm veränderte Lehmann in der Anfangszeit etwas, bevor er ab etwa Mitte der 1920er Jahre wesentlich mit „JllS“ (i.e. „Jean Lehmann Luzern Schweiz (bzw. St. Moritz)“) unterzeichnete.

Literatur
HERES, Horst (1985): Dachauer Gemäldegalerie; Bayerland; Dachau; S. 157, 279
JUR, Marie-Claire: Wiederentdeckt. Der Künstler Jean Lehmann, in: Engadiner Post (v. 10.09.2015)
LUDWIG, Horst (1994): Münchner Maler im 19. Jahrhundert (Bd. 6); Bruckmann; München; S. 16
Aste Auktionen (2015): Jean Lehmann „Engadiner Landschaften“ [Katalog zur Ausstellung vom 08.08.-16.09.2015]; St. Moritz
„Allgemeines Künstlerlexikon“ (AKL), Onlineversion, Künstler-ID: 00051221
SIKART. Lexikon zur Kunst in der Schweiz [sikart.ch]