H E R M A N N R . O . K N O T H E (13.03.1891 Leipzig – 12.05.1961 Bad Elster)
‚Kurpark in Bad Elster (Springbrunnenbeet hinter der Wandelhalle)‘ (1940)
Öl auf Leinwand, Keilrahmen, gerahmt
€ 1.100,-
Titel
‚Kurpark in Bad Elster (Springbrunnenbeet hinter der Wandelhalle)‘ [verso auf dem Keilrahmen unten bezeichnet „Nach der Natur gemalt Bad Elster“]
Technik
Öl auf Leinwand, Keilrahmen, gerahmt
Signatur
unten links signiert, sowie verso auf Keilrahmen oben rechts in Blei signiert
Jahr
verso auf dem Keilrahmen unten datiert „1940“
Größe
Größe: 86 x 95,5 cm (ohne Rahmen) bzw. 104 x 114 cm (mit Rahmen)
Zustand
partiell minimal fleckig; Rahmen an wenigen Stellen sehr leicht berieben
Freundliche Hinweise zur Einordnung des Werkes kamen von Olaf Meinel, Enkel des Künstlers, dem eine digitale Fotografie vorliegt.
Hermann R. O. Knothe machte anfangs eine Ausbildung zum Lithografen (1906-09) und arbeitete danach bis zum Kriegsbeginn 1914 als Zeichner im Leipziger Kunstverlag Eckert & Pflug. Parallel dazu besuchte er die Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe Leipzig.
1914 wird er zum Kriegsdienst eingezogen. Noch in demselben Jahr erlitt er eine schwere Verletzung in Frankreich, verlor ein Auge und geriet in französische Gefangenschaft. Durch einen Austausch zwischen beiden Ländern wurde er 1915 freigelassen und kam zur Genesung das erste Mal nach Bad Elster.
Ab 1918 ist Knothe immer wieder in Bad Elster – zunächst als Sommergast (die Winter lebte er in Leipzig) und ab 1923 dann dauerhaft ansässig. Er lebte in Bad Elster anfangs in der Parkstraße 9 (Pension „Karlsruh“), sowie ab 1939 in der Johann-Christoph-Hilf-Str. 1.
Neben seiner künstlerischen Tätigkeit organisierte Knothe auch Ausstellungen im Kurhaus, im Badehaus und in der Wandelhalle.
“Schlimm war für die Familie Knothe die Zeit um das Jahr 1950, als die Polizei die Wohnung mit vielen Bildern und Möbeln räumte und den Künstler mit Berufsverbot belegte. Schließlich, nach zwei Jahren harter Kämpfe, wurden ihm jedoch die alten Rechte wieder zuerkannt.” [1]
Knothe war bis zu seinem Lebensende künstlerisch tätig. Seine bevorzugten Motive waren Ansichten aus Bad Elster, dabei vor allem der Kurpark, Stillleben, sowie Landschaften aus dem Vogtland.
2003 wurde am Haus in der Johann-Christoph-Hilf-Straße 1 eine Gedenktafel an den Künstler angebracht.
Das hier gezeigte großformatige Gemälde ist ein ganz wunderbares Beispiel für Hermann R. O. Knothes Kunst und zeigt eines seiner beliebtesten Motive: den Kurpark in Bad Elster, den er hier in strahlenden Farben beinahe zeitlos festhält.
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[1] Olaf Meinel, zitiert nach der Vita Knothes auf der Internetseite zum Künstler.
Zu Hermann Richard Otto Knothe (13.03.1891 Leipzig – 12.05.1961 Bad Elster):
Maler.
1906-09 Ausbildung zum Lithografen.
Bis 1914 Zeichner im Leipziger Kunstverlag Eckert & Pflug.
Parallel dazu Besuch der Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe Leipzig.
1914 Kriegsdienst, in demselben Jahr schwere Verletzung in Frankreich und französische Gefangenschaft. Durch Austausch wurde er freigelassen.
1915 kam er zur Genesung das erste Mal nach Bad Elster. Ab 1918 ist er immer wieder dort, zunächst als Sommergast (die Winter lebte er in Leipzig).
Ab 1923 dauerhaft in Bad Elster ansässig (Johann-Christoph-Hilf-Str. 1).
Neben seiner künstlerischen Tätigkeit organisierte Knothe auch Ausstellungen im Kurhaus, im Badehaus und in der Wandelhalle.
1950-52 Berufsverbot
2003 wurde am Haus in der Johann-Christoph-Hilf-Straße 1 eine Gedenktafel an den Künstler angebracht.








































