F R A N Z S E R A P H H A I N D L (27.09.1865 Wasserburg am Inn – 03.12.1931 Partenkirchen)
voralpine Flusslandschaft mit trinkender Kuh unter stark bewölktem Himmel (1923)
Öl auf Leinwand, Keilrahmen, ungerahmt
€ 1.200,-
Titel
ohne Titel [voralpine Flusslandschaft mit trinkender Kuh unter stark bewölktem Himmel, verso: verworfenes Portrait]
Technik
Öl auf Leinwand, Keilrahmen, ungerahmt
Signatur
unten links signiert „F. S. Haindl“
Jahr
unten links datiert „1923“
Größe
Größe: 54,8 x 72,9 cm
Zustand
insgesamt etwas nachgedunkelt; in den Randbereichen leichte Druckstellen durch dahinter liegenden Keilrahmen; Leinwandränder sehr leicht berieben; Leinwand am unteren Rand links (außerhalb des Bildbereichs) mit Einriss
verso Portrait verworfen / dunkel übermalt
Franz Seraph (eigentlich: Franciscus Seraphim) Haindl war Sohn des Richters Eugen Haindl. Auf Wunsch des Vaters studierte Franz Seraph Philosophie an der Universität München. Ohne Kenntnis des Vaters nahm er parallel Kunstunterricht, um sich auf die Aufnahmeprüfung an der dortigen Kunstakademie vorzubereiten. Der Vater gab ihm erst in seinem Sterbejahr 1890 nachträglich die Erlaubnis Maler zu werden, als er den Erfolg seines Sohnes sah und anerkannte. Haindl nahm in der Folge weiteren Unterricht bei Karl Raupp.
Er malte anfangs dem damaligen Zeitgeist gefällige Genre-, Historienbilder im Stil der Münchner Schule. Zusätzlich schuf er Porträtgemälde, darunter u. a. mehrere Ahnenbildnisse für die Familie von Preysing.
1903 Heirat mit der aus den Niederlanden stammenden Anna Verbeek (1875-1960). Auch hierdurch hatte die niederländische Malerei einen großen Einfluss auf Haindls Kunst. 1912 kaufte das Paar ein großes Anwesen in der Dreitorspitzstraße in Partenkirchen. Neben dem Wohnhaus und dem Künstleratelier, wurde das Haus auch als Gästehaus genutzt.
Haindl stellte zu Lebzeiten u. a. im Bezirksmuseum Partenkirchen aus.
Dieses vorliegende Werk datiert auf 1923 und entstand damit im reifen Schaffen des Künstlers.
Haindl zeigt hier eine voralpine Flusslandschaft unter einem stark bewölkten Himmel. Bei der Landschaft und dem Bildaufbau zeigt sich deutlich die Herkunft aus der Münchner Schule, während gerade im Wasser und den dortigen Lichtspiegelungen, wie auch im Himmelsbereich sehr schöne, spätimpressionistische Einflüsse zu erkennen sind.
Sicherlich eine der schönsten Landschaftskompositionen des Künstlers.
Zu Franz Seraph (eigentlich: Franciscus Seraphim) Haindl (27.09.1865 Wasserburg am Inn – 03.12.1931 Partenkirchen):
Maler, Zeichner.
Sohn des Richters Eugen Haindl.
Auf Wunsch des Vaters studierte Franz Seraph Philosophie an der Universität München. Ohne Kenntnis des Vaters nahm er parallel Kunstunterricht, um sich auf die Aufnahmeprüfung an der dortigen Kunstakademie vorzubereiten.
Der Vater gab ihm erst in seinem Sterbejahr 1890 nachträglich die Erlaubnis Maler zu werden, als er den Erfolg seines Sohnes sah und anerkannte.
Unterricht bei Karl Raupp (1837-1918).
Haindl malte anfangs dem damaligen Zeitgeist gefällige Genre-, Historienbilder im Stil der Münchner Schule.
Zusätzlich schuf er Porträtgemälde, darunter u. a. mehrere Ahnenbildnisse für die Familie von Preysing.
1903 Heirat mit der aus den Niederlanden stammenden Anna Verbeek (1875-1960). Auch hierdurch hatte die niederländische Malerei einen großen Einfluss auf Haindls Kunst.
1912 kaufte das Paar ein großes Anwesen in der Dreitorspitzstraße in Partenkirchen. Neben dem Wohnhaus und dem Künstleratelier, wurde das Haus auch als Gästehaus genutzt.
Haindl stellte zu Lebzeiten u. a. im Bezirksmuseum Partenkirchen aus.
Mitgliedschaften
Künstlerbund Werdenfels
Literatur
— Partsch, Susanna: Franz Seraph Haindl, in: „Artists of the World (AOW) / Allgemeines Künstlerlexikon (AKL)“, De Gruyter Verlag, Onlineversion
















