E D M U N D    F Ü R S T    (06.01.1874 Berlin – 1955 Tel Aviv)

 

Weitere Werke von Edmund Fürst

 

 

unheimliche Szenerie mit einem Mann und ihn bedrängenden Skeletten (1919)

Kaltnadelradierung auf strukturiertem Karton

unten rechts in Blei signiert „E Fürst“, sowie unten mittig im Druck signiert
unten mittig im Druck datiert „[19]19“

€ 180,-

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Titel
ohne Titel [unheimliche Szenerie mit einem Mann und ihn bedrängenden Skeletten (Toten?), womöglich Illustration für eine Romanvorlage (ggf. „Der Kopf am Fenster“ von Wilhelm von Scholz?)]

Größe
Größe: 20,7 x 14,7 cm (Motiv) bzw. 35,5 x 26,6 cm (Blatt)

Zustand
Druckstellen im Blatt; insgesamt etwas gebräunt / nachgedunkelt und etwas fleckig; die Ecken etwas bestoßen; unterer Rand mittig mit Quetschung; am rechter Rand oben Quetschung; im Eckbereich oben links kleiner Fleck; am rechten Blattrand etwas stärker gebräunt; Blatt am oberen Plattenrand aufgrund des Druckprozesses mit Riss; in Ecke unten links in Blei nummeriert „25“; verso etwas fleckig und nachgedunkelt; verso unten rechts in Blei bez. „No 29“

 

 

Zu Edmund Fürst (06.01.1874 Berlin – 1955 Tel Aviv):
Maler, Grafiker, Illustrator; Sohn des Malers Gustav Gerson Fürst (1840-1918); Besuch des Realgymnasiums in Berlin; Studium an der Kunstakademie Berlin und Freundschaft mit Lyonel Feininger; 25.02.1903 Heirat mit Johanna Katharina Lode; neben seiner Tätigkeit als Maler war Fürst Illustrator und gestaltete u.a. regelmäßig die Beilage der „Berliner Illustrirten Zeitung“; hierdurch kam er als Buchillustrator zum Ullstein-Verlag; 1916 Einberufung zum Kriegsdienst und anfangs als Telefonist, später als Kriegsmaler eingesetzt; im weiteren Verlauf wurde er auf Bitten des Ullstein-Verlages freigestellt; nach dem Krieg vor allem als Illustrator tätig; mit seiner Familie erwarb er sich bei Würzburg ein Anwesen mit Landwirtschaft und zog dorthin; 1922 verletzte er sich mit einer Sichel so sehr, dass er diese Tätigkeit nicht weiter ausführen konnte; in der Folge musste er das Anwesen verkaufen und die Familie zog zurück nach Berlin; er arbeitete in Teilzeit beim Ullstein-Verlag; 1934 emigriert die Familie nach Palästina; dort weiterhin als Künstler aktiv

Sammlungen
Berlinische Nationalgalerie
Stadtmuseum Berlin
Sammlung Memoria – Thomas B. Schumann

Ausstellungen
ab 1904 Beteiligungen an Ausstellungen der Berliner Secession
1906 Beteiligung an der Großen Berliner Kunstausstellung
1907 Beteiligung an der Internationalen Kunstausstellung im Glaspalast München
1907 und 1913 Beteiligungen an Ausstellungen des Deutschen Künstlerbundes in Leipzig und Hamburg
1936 Café Hillel, Tel Aviv (Einzelausstellung)
1962 Museum Fodor, Amsterdam (Einzelausstellung)

Mitgliedschaften
Deutscher Künstlerbund

Literatur
Schumann, Thomas B. (Hrsg.) (2016): Deutsche Künstler im Exil 1933-1945. Werke aus der Sammlung Memoria – Thomas B. Schumann, Hürth: Edition Memoria, S. 68
Detlef Lorenz: Edmund Fürst, in: Allgemeines Künstlerlexikon (AKL), Onlineversion
Roters, Eberhard (Hrsg.) (1983): Aus Berlin emigriert. Werke Berliner Künstler, die nach 1933 Deutschland verlassen mussten, Berlinische Galerie, S. 51