A D O L F    S A I L E    s e n .    (03.01.1879 Stuttgart – 26.11.1964 ebd.)

 

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„Oedheim am Kocher“ (o.J.)

Öl auf Leinwand, Spannrahmen, gerahmt

€ 1.000,-

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Titel
„Oedheim am Kocher“ [so verso auf der Leinwand oben rechts betitelt]

Technik
Öl auf Leinwand, Spannrahmen, gerahmt

Signatur
unten links signiert „A. Saile“, sowie verso oben links signiert „Adolf Saile“

Jahr
undatiert

Größe
Größe: 70,4 x 92,8 cm (ohne Rahmen) bzw. 83,1 x 104,8 cm (mit Rahmen)

Zustand
durchgehend etwas fleckig; im Eckbereich oben links leichte Craquelé-Bildung und sehr kleiner Verlust der Farbschicht; am oberen Rand mittig fleckig; Leinwand leicht an Spannkraft nachlassend
Leinwand verso (farb-)fleckig
Rahmen mitunter etwas berieben und fleckig

 

 

Adolf Valentin Saile entstammte der bedeutenden Stuttgarter Glasmaler- und Glaskünstlerfamilie Saile und arbeitete auch im Familienbetrieb „Kunstglaserei und Glasmalerei Saile“ mit. Er war Sohn des Glasmeisters Valentin Saile und dessen Ehefrau Luise Anna, geb. Fischer, sowie Bruder des Glasmalers Wilhelm Saile (1875-1960) und damit Onkel des gleichnamigen Glasmalers, Malers und Zeichners Adolf Valentin Saile jun. (1905-1994). Mit 14 Jahren trat er in den väterlichen Betrieb ein und erhielt dort seine erste Ausbildung.
Nach der Lehre besuchte er die Kunstgewerbeschule Stuttgart und hierauf auch die dortige Kunstakademie. Seine damaligen Lehrer waren Friedrich von Keller und Robert Poetzelberger.
Am 17. März 1932 heiratete er die aus Schorndorf stammende Agnes, geb. Weigel, (1897 – ?). Das Paar lebte in Stuttgart in der Werrastraße und später in der Hölderlinstraße.
Adolf Saile sen. hatte u. a. Kontakt zu der Künstlerin Maria Hiller-Foell (1880-1943).

Das hier vorliegende Gemälde zeigt eine recht große Ansicht aus bzw. bei Oedheim in der Region Heilbronn-Franken, etwas nördlich von Neckarsulm gelegen.
Im Vordergrund fließt der Kocher. Eine steinerne Brücke führt aus dem rechten Rand über den Fluss an das gegenüberliegende Ufer. Dort schließt sich eine kleine Allee an, bevor der Weg schließlich am linken Rand verschwindet. Auf der Brücke nun sehen wir ein heimkehrendes Feldarbeiterpaar – sie mit weißem Kopftuch, etwas gebeugt, während er die Sense geschultert hat. Über dieser ganzen, idyllischen Szenerie liegt ein tiefer, von Wolken bewegter Himmel.
Ein sehr schönes, gelungenes Werk, welches im Speziellen belegt, dass Adolf Saile sen. neben seiner Tätigkeit als Glaskünstler auch als Maler überaus talentiert war und im Allgemeinen ist diese Oedheim-Ansicht beispielhaft für den eher gedämpft tonigen Schwäbischen Impressionismus.

 

 

Zu Adolf Valentin Saile sen. (03.01.1879 Stuttgart – 26.11.1964 ebd.):
Maler, Glasmaler.
Sohn des Glasmeisters Valentin Saile und dessen Ehefrau Luise Anna, geb. Fischer. Bruder des Glasmalers Wilhelm Saile (1875-1960) und damit Onkel des gleichnamigen Glasmalers, Malers und Zeichners Adolf Valentin Saile (1905-1994).
Mit 14 Jahren trat er in den väterlichen Betrieb „Kunstglaserei und Glasmalerei Saile“ ein und erhielt dort seine erste Ausbildung.
Nach der Lehre besuchte er die Kunstgewerbeschule Stuttgart und hierauf auch die dortige Kunstakademie. Seine damaligen Lehrer waren Friedrich von Keller und Robert Poetzelberger.
Am 17. März 1932 heiratete er die aus Schorndorf stammende Agnes, geb. Weigel, (1897 – ?).
Das Paar lebte in Stuttgart in der Werrastraße und später in der Hölderlinstraße.
Adolf Saile sen. hatte u. a. Kontakt zu der Künstlerin Maria Hiller-Foell (1880-1943).
Neben seiner Tätigkeit als Glasmaler schuf Adolf Saile sen. auch Gemälde, wobei sich hierbei im Privatbesitz und im Besitz der Künstlerfamilie v. a. Portraits und Landschaften nachweisen lassen.