M I C H A E L    B A M B E R G    (29.09.1946 Berlin-Wannsee – [nach 2014])

 

Weitere Werke von Michael Bamberg

 

 

surreal düsteres Bildnis in nächtlicher Landschaft (1967)

Öl auf Leinwand, gerahmt

€ 550,-

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Titel
ohne Titel [surreal düsteres Bildnis in nächtlicher Landschaft]

Technik
Öl auf Leinwand, gerahmt

Signatur
unten links signiert „M. Bamberg“

Jahr
unten links taggenau datiert „12.11.[19]67“

Größe
Größe: 70 x 50 cm (ohne Rahmen) bzw. 77 x 57 cm (mit Rahmen)

Zustand
partiell sehr leicht fleckig; Leinwand verso farbfleckig; Rahmen etwas berieben

 

 

Michael Bamberg machte zunächst eine Ausbildung als Theatermaler am Bayerischen Staatsschauspiel (1964-67) in München. Hierauf besuchte er die Kunstakademie München bei Franz Nagel (1969-75). Es folgten Studienreisen nach u. a. Nordafrika, Indien und die Malediven an.
Michael Bamberg zog nach Planegg und lebte dort als Künstler in einem alten Reitstall in der Bahnhofstraße. Bamberg setzte in Eigenregie auf das eher kleine Häuschen noch einen Turm auf, so dass eine größere Arbeits- und Ausstellungsfläche entstand. Zusätzlich etablierte er gemeinsam mit Conny Krafft in dem Gebäude seine “Treppen-Galerie” in der er neben eigenen Arbeiten auch Werke anderer Künstler ausstellte. Zeitweise lebte Michael Bamberg einen Teil des Jahres in der kleinen italienischen Gemeinde Lisciano Niccone und gab dort Malkurse.

Um 1987 bekam der Künstler großen Ärger, da sein Vermieter ihn mit harten Mitteln rauswerfen wollte, so wurde der Strom abgestellt, das Waschbecken abmontiert, usw. Dieser Streit dauerte mehrere Jahre, wurde auch in der Presse ausgiebig diskutiert – und Michael Bamberg blieb dann schließlich doch bis 2015 in Planegg wohnhaft.

“Bamberg gehört mit seinen Öl- und Acrybildern in den Umkreis des phantastíschen Realismus” (Peter Wiench). Daneben entstanden auch zarte Aquarelle mit Motiven, die er beispielsweise bei seinen Reisen fand, sowie sehr detaillierte Federzeichnungen.

Das vorliegende Gemälde entstammt dem frühen Münchner Schaffen des Künstlers und ist sogar noch vor sein Studium an der Münchner Akademie einzuordnen. Ganz deutlich zeigt sich aber hier bereits die von Wiench konstatierte Nähe des Künstlers zum Phantastischen Realismus.
Ein düsteres, kränkliches wirkendes, hageres Gesicht ist zentral in das Bild gesetzt. Im Hintergrund ein kahler Baum und der Vollmond, der das Bild in fahlem Licht beleuchtet.

 

 

Zu Michael Bamberg (29.09.1946 Berlin-Wannsee – [nach 2014]):
Maler, Zeichner.
1964-67 Ausbildung als Theatermaler am Bayerischen Staatsschauspiel München
1969-75 Studium an der Kunstakademie München bei Franz Nagel
Bambergs frühes Schaffen ist einzuordnen in den „Umkreis des phantastíschen Realismus” (Peter Wiench).
Studienreisen nach u. a. Nordafrika, Indien und die Malediven
Umzug nach Planegg, wo er sich eine Wohnung mit Atelier in einem alten Reitstall in der Bahnhofstraße einrichtete.
Gemeinsam mit der Künstlerin Conny Krafft betrieb er dort die „Treppen-Galerie“.
Zeitweise lebte Michael Bamberg einen Teil des Jahres in der kleinen italienischen Gemeinde Lisciano Niccone und gab dort Malkurse.
Bis 2015 war er in Planegg ansässig.

Literatur
— Wiech, Peter: Michael Bamberg, in: „Artists of the World (AOW) / Allgemeines Künstlerlexikon (AKL)“, Onlineversion, De Gruyter-Verlag