G E O R G „ S C H O R S C H “ W I N T E R (02.10.1899 Nürnberg – 30.04.1955 Altdorf bei Nürnberg)
Weitere Werke von Georg („Schorsch“) Winter
Bildnis eines kahlköpfigen Mannes, womöglich der Künstlerkollege Andreas Bach (1886 Nürnberg – 1963 ebd.)
(1934)
Aquarell auf strukturiertem, leichtem Aquarellkarton
€ 300,-
Titel
ohne Titel [Bildnis eines kahlköpfigen Mannes, womöglich der Künstlerkollege Andreas Bach (1886 Nürnberg – 1963 ebd.)]
Technik
Aquarell auf strukturiertem, leichtem Aquarellkarton
Signatur
oben links in Blei signiert „Winter“
Jahr
oben links in Blei datiert „[19]34“
Größe
Größe: 29,9 x 24 cm
Zustand
Ecken etwas bestoßen; Ecke unten links mit Knickspur; insgesamt leicht nachgedunkelt; leichte Druckstellen im Blatt; am linken Rand mittig kleiner Ausriss (etwa 0,2x2cm); rechter Rand oben mit Einriss (etwa 2cm); verso in den vier Ecken Klebereste von früherer Befestigung
Zu Georg („Schorsch“) Winter (02.10.1899 Nürnberg – 30.04.1955 Altdorf bei Nürnberg):
Maler, Zeichner, Holzschnitzer.
Sohn des Schlossers Peter Winter und dessen Ehefrau Babette, geb. Wimmer. Die Familie lebte in der Fenitzerstraße 15.
1915-16 Besuch der Abendkurse an der Kunstgewerbeschule Nürnberg
Ab 1916 Kriegsdienst bis er Ende 1918 aus dem Militär entlassen wurde; dazwischen von Ende April bis Mitte Juli 1918 wegen eines Darmkatharrs im Reservelazarett Sebastianspital in Nürnberg.
1920-22 Ausbildung zum Dekorationsmaler an der Kunstgewerbeschule Nürnberg.
Hierauf bis etwa 1930 Besuch der Kunstakademie Berlin (bei Carl Hofer).
Studienreisen in die Schweiz und nach Italien.
Später in Nürnberg als freischaffender Künstler tätig, sowie Lehrer der Meisterklasse für Wandmalerei an der Berufsoberschule der Stadt Nürnberg.
Winter schuf u. a. mehrere Wandgestaltungen in süddeutschen Bahnhöfen.
1940-45 Kriegsteilnahme
Nach dem Zweiten Weltkrieg weiterhin als Künstler in Nürnberg tätig.
Andrea Dippel macht zwei bemerkenswerte Feststellungen zu Winter: “W.[inters] Schaffen ist kaum überliefert und nur in einzelnen Werken greifbar. […] [Er] darf als einer der großen Unbekannten der Nürnberger Kunstgeschichte gelten.” (Andrea Dippel)
Mitgliedschaften
“Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund”
“Schutzverband bildender Künstler”
“Der Kreis”
“Neue Münchner Künstlergenossenschaft”
Ausstellungen
1933 „Nordbayerische Kunstausstellung“, Albrecht-Dürer-Verein, Nürnberg
1940-41 „Ausstellungen von Werken lebender fränkischer Künstler“, Norishalle, Nürnberg
1940, 1946 Weihnachtsverkaufsausstellung Nürnberger Künstler“, Fränkische Galerie, Nürnberg
1946 „Aquarell- und Schwarz-Weiss-Kunstausstellung“, Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund, Nürnberg
1946-47 „Malerei, Plastik, Graphik“, Fränkische Galerie, Nürnberg
1947-55, 1958, 1977, 1997, 2019 „Jahres-Ausstellung Fränkischer Künstler“, Fränkische Galerie, Nürnberg
1951-54 Ausstellung Nürnberger Künstler, Pavillon Alter Botanischer Garten, Nürnberg
1954 Ausstellung des Schutzverbands Bildender Künstler, Lenbachhaus, München
1956 Einzelausstellung, Fränkische Galerie, Nürnberg
1963 „Ausgewählte Werke des 20. Jahrhunderts aus dem Kunstbesitz der Stadt Nürnberg“, Fränkische Galerie, Nürnberg
1965 „Deutsche Graphik 1900-1965. Aus den Erwerbungen der Städtischen Kunstsammlungen seit 1945“, Fränkische Galerie, Nürnberg
2014 „Kunst in Nürnberg von 1900 bis heute”, KunstVilla, Nürnberg
Sammlungen
Pinakothek der Moderne, München
Graphische Sammlung der Stadt Nürnberg
Kunstvilla Nürnberg
Literatur
— Bechter, Laura (Hrsg.) (1997): Der Kreis – eine Künstlergruppe in Nürnberg 1947-1997, Nürnberg: Verlag für Moderne Kunst, S. 200
— Dippel, Andrea: Georg Winter, in: „Artists of the World (AOW) / Allgemeines Künstlerlexikon (AKL)“, De Gruyter-Verlag, Onlineversion















