S A B I N E E B E L (03.05.1945 Oldenburg – 12.06.2015 ebd.)
„Königsberger Dom“ (1964/65)
schwarzer Faserstift auf sandfarbigem Velinpapier, ungerahmt
€ 180,-
Titel
„Königsberger Dom“ [so unten rechts auf angeklebtem Zettel betitelt, ebenso verso am unteren Rand in Blei betitelt]
Technik
schwarzer Faserstift auf sandfarbigem Velinpapier, ungerahmt
Signatur
unten rechts klein in Blei monogrammiert „E“, sowie verso unten links in Blei voll signiert
Jahr
undatiert [1964/65]
Größe
Größe: 61,3 x 43,1 cm
Zustand
in den vier Ecken kleine Einstichlöchlein; linker Rand oben mit Einriss (etwa 1 cm); linker Rand mittig mit Einriss (etwa 2,5 cm); Ecke unten links mit Einriss (etwa 3 cm); unterer Rand mittig mit zwei Einrissen (je etwa 1 cm); leichte Druckstellen im Blatt
verso schlägt die Farbe etwas durch
Sabine Ebel (03.05.1945 Oldenburg – 12.06.2015 ebd.)
Malerin, Zeichnerin, (Gebrauchs-)Grafikerin, Schriftkünstlerin.
Tochter des Buchhändlers und Antiquar Rudolf Ebel (1907-1994) und dessen Ehefrau Annelies Ebel (1910-1975).
Besuch der Cäcilienschule. 1966 Abschluss mit dem Abitur.
Studium an der Kunsthochschule Kassel (bei Ernst Röttger (1889-1967).
In den 1970er Jahren kurzzeitig in Hamburg ansässig (Geibelstraße 42).
Später wieder in Oldenburg im Elternhaus ansässig (Hochhauser Str. 5).
Neben kalligrafischen Arbeiten, in denen Ebel u. a. Gedichte von Walter Helmut Fritz und Agnes Miegel eigenwillig umsetzte, entstanden vor allem Werke, die die Verbindung zwischen Bild und Buch bzw. Zeichnung und Schrift suchen. Ebel bewegt sich damit in einer Tradition des 20. Jahrhunderts, die geprägt wurde von Paul Klees „Schriftbildern“, Cy Twomblys „scribbles“ oder auch Arbeiten Anselm Kiefers. Mit ihrer schriftkünstlerischen Ausbildung gelingt es Ebel dabei einen eigenen Weg zu finden, bei dem oftmals das Schriftbild erhalten bleibt, ohne damit aber irgendeine sinnvolle Lesbarkeit zu vermitteln, so dass organische Abstraktionen zu entstehen scheinen.
Neben diesen Werken entstanden noch expressiv gegenständliche Arbeiten (Figuren, Blumen), Abstraktionen, die stärker ins Informelle gehen, sowie Collagen und auch Assemblagen.
Sammlungen
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Leipzig
Klingspor-Museum, Offenbach am Main
Stadtmuseum Oldenburg
Quelle
Jürgen Derschewsky: Biografien Oldenburger Künstler (Online – derschy.de)


























