A N N E D I T T M E R (16.03.1906 Neumünster – 18.07.1964 Lurup (Nübbel))
„Landschaft 2“ (1934)
Öl auf Leinwand, Keilrahmen, gerahmt
€ 1.100,-
Titel
„Landschaft 2“ [so betitelt verso auf einem Etikett am Keilrahmen unten mittig]
Technik
Öl auf Leinwand, Keilrahmen, gerahmt
Signatur
unten rechts signiert, sowie verso auf einem Etikett am Keilrahmen unten mittig nochmals signiert
Jahr
unten rechts datiert „1934“
Größe
Größe: 56,6 x 72,2 cm (mit Rahmen) bzw. 44,5 x 61 cm (ohne Rahmen)
Zustand
sehr leicht nachgedunkelt; im Himmelsbereich mitunter sehr leicht fleckig; in den Randbereichen rahmungsbedingt schwach berieben
Leinwand verso etwas fleckig
Keilrahmen verso oben mittig in Blei etwas undeutlich bezeichnet („Dr. […]“), sowie links daneben bez. „Dr. Wilmers“
verso am Rahmen unten mittig kleines Etikett; Rahmen an Ecken und Kanten etwas bestoßen und berieben
Anne Dittmers Vater war Schullehrer in Neumünster. Sie studierte von 1922 bis 1926 an der Kunstgewerbeschule Hamburg bei Felix Weckeiser.
In der Folge war sie ab 1929 als Zeichenlehrerin tätig. Anfangs in Flensburg, später in Siegen und ab 1949 schließlich in Neumünster an der dortigen Mädchen-Mittelschule.
Neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin war Anne Dittmer als Künstlerin tätig und schuf Gemälde, Zeichnungen, Illustrationen und Grafiken. Die Sommer verbrachte sie immer wieder in Lurup.
Sie war Mitglied in der Künstlergruppe „Die Schaffenden“ und hatte hier Kontakte zu u. a. Max Werner (1879-1952) und Rudolf Stelling (1907-1989), wobei Dittmer im Gegensatz zu den beiden genannten Künstlerkollegen deutlich offener für moderne Ausrucksweisen war.
Die Landschaft nimmt im malerischen und zeichnerischen Werk der Künstlerin einen wichtigen Platz ein.
Markant ist dabei, dass Anne Dittmer anstelle einer bloßen realistischen Wiedergabe des Motivs, das Gesehene auf eine eigentümliche Weise verklärte, ohne dabei aber zu romantisieren oder gar in einen Kitschbereich zu geraten. Viel eher zeigen sich in der kühlen, reduzierten Darstellung Einflüsse der Neuen Sachlichkeit.
Und auch in diesem hier gezeigten Gemälde sind neusachliche Tendenzen ganz markant sichtbar und spürbar. Weit geht der Blick über die leicht hügelige, menschenleere Landschaft, vorbei an einer braunen Ackerfläche, an einzelnen Bäumen, kleinen Baumgruppen, bis zu einer Hügelreihe ganz am Horizont. Über allem liegt ein, fast die Hälfte des Bildes einnehmender, stark bewölkter Himmel.
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[1] Horst Heres (1985): Dachauer Gemäldegalerie, Dachau: Bayerland, S. 157.
Zu Anne Dittmer (16.03.1906 Neumünster – 18.07.1964 Lurup (Nübbel)):
Malerin, Zeichnerin, Illustratorin, Kunsterzieherin.
1922-26 Studium an der Kunstgewerbeschule Hamburg bei Felix Weckeiser.
Ab 1929 als Zeichenlehrerin tätig; anfangs in Flensburg, später in Siegen und ab 1949 schließlich in Neumünster an der dortigen Mädchen-Mittelschule. In neumünster lebte sie in der Moltkestraße 14.
1936 Beteiligung an der Ausstellung „Schleswig-Holsteinisches Kulturschaffen“ (Kunsthalle Kiel).
Neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin war Anne Dittmer als Künstlerin tätig und schuf Gemälde, Zeichnungen, Illustrationen und Grafiken.
Die Sommer verbrachte sie immer wieder in Lurup.
Mitgliedschaften
Künstlergruppe „Die Schaffenden“






























