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Wilhelm Stoske

 

„Bei La Chapelle Blanche Indre-et-Loire“

Tempera auf Velinpapier, verso an den oberen beiden Ecken durch Klebestreifen in Passepartout gesetzt, frühere Rahmenrückwand auf Passepartoutrückwand befestigt
u.l. datiert „[19]41″

u.l. monogrammiert „WST“ (in Ligatur), sowie u.r. in Blei signiert „Wilhelm Stoske“

€ 860,-

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Titel
u.r. in Blei bez. „Bei La Chapelle Blanche Indre-et-Loire“, sowie im Katalog zur Ausstellung „Künstler im feldgrauen Rock“ (1941/42, Mannheim, Kat.Nr. 289) verkürzt betitelt mit „Bei La Chapelle Blanche“ (ein Scan der Katalogseite findet sich am Ende der Artikelbeschreibung)

Grösse
Passepartoutgrösse: 55×62,2cm
Blattgrösse: 42×49,8cm
Grösse des Passepartoutausschnitts: 40x48cm

Zustand
Blatt verso an den oberen beiden Ecken durch Klebestreifen in Passepartout gesetzt; im Bereich des früheren Passepartoutausschnitts insgesamt aufgehellt; in den vier Ecken, sowie an den seitlichen Rändern mittig kleine Einstichlöcher; Ecke u.l. mit minimalem Papierverlust; leichte Druckstellen im Blatt; verso umlaufend an den Rändern braunes Klebeband; verso o.r. teilweise abgerissenes Etikett, sowie darunter in Blei bez. („M.V.V. / Verkehrsbetriebe / […?] / Brecht“)

Ausstellung
ohne Datum [1941/42], „Künstler im feldgrauen Rock“, Mannheim, Kat.Nr. 289 [hierzu verso o.l. Etikett mit der Kat.Nr.]

Provenienz
MVV Energie, Mannheim [hierzu verso auf früherer Rahmenrückwand in dunklem Kugelschreiber bez. „Eigentum der / MVV Energie AG / Inv. Nr. H 158 / MVV-Hochhaus / 4.OG“

 

 

Die kleine französische Gemeinde La Chapelle-Blanche liegt im Department Indre-et-Loire. Stoske war demnach wohl im Zweiten Weltkrieg in Frankreich eingesetzt, wo er dann auch dieses Motiv fand. Der Blick geht weit über ein braungraues Feld an dessen Ende sich die Hausdächer der Gemeinde zeigen. Drei kahle Bäume im vorderen, mittleren und hinteren Bildbereich dienen dem Betrachter quasi als Anhaltspunkte für die Bildtiefe. Die vom Künstler gewählten matten Temperafarben verleihen der herbstlichen, wenn nicht gar winterlichen Ansicht eine trübe, beinahe schon melancholische Stimmung. Neben der reinen künstlerischen Qualität, erhält die Komposition durch die Beteiligung an der süddeutschen Wanderausstellung „Künstler im feldgrauen Rock“ eine nochmalige Gewichtung.

 

 

Zu Wilhelm Stoske (23.05.1912 Ludwigshafen – 17.09.1988):
Maler, Zeichner; Besuch der Kunsthochschule Mannheim; 1940 mit seinem Tempera-Werk „Dezembertag an der Bergstraße“ vertreten bei der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ (Haus der Deutschen Kunst, München); 1941 Beteiligung an der Ausstellung „Kunstschaffen der Westmark“ (Folkwang-Museum, Essen); 01.02.1941 Heirat mit Helene Frieda, geb. Schneider; 1941/42 Beteiligung an der Ausstellung „Künstler im feldgrauen Rock“; 1942 Beteiligung an der Ausstellung „Kunstschaffen der Westmark“ (Ausstellungshaus Saarbrücken); 1942 Umzug nach Mannheim und fortan dort wohnhaft; dort anfangs wohnhaft in S3, 7a; am 01.12.1943 stirbt seine Ehefrau; 29.08.1944 zweite Heirat mit Anna, geb. Mücke; 1945 Umzug innerhalb Mannheims in die Lenaustraße 9; 1947 wohnhaft An den Kasernen 20; 1954 wohnhaft in der Landwehrstraße 40; 1975 wohnhaft Am Schulgarten 2; 1977 Ausstellung in der Galerie Ressmann (Mannheim)