P E T E R   L U D W I G S

 

Weitere Künstler des Expressiven Realismus

 

Peter Ludwigs: Erntebild mit drei Feldarbeitern (Galerie)

 

Peter Ludwigs: Erntebild mit drei Feldarbeitern

Peter Ludwigs: Stillleben (Galerie)

 

Peter Ludwigs: Stillleben mit üppigem Blumenstrauß, Kürbis, Obst und Krug

 

Peter Ludwigs (16.02.1888 Aachen – 02.07.1943 Düsseldorf):
Maler, Grafiker, Illustrator, Bildhauer; zweites Kind einer Aachener Fabrikantenfamilie; Besuch der Aachener Volksschule und des Gymnasiums; 1906-12 Studium der Bildhauerei an den Kunsthochschulen Aachen, Lüttich, Brüssel und Düsseldorf; ab 1911 in Düsseldorf ansässig; Heirat mit Antonie Willwohl; 1915-18 freiwilliger Militärdienst; nach dem Ersten Weltkrieg entstehen die ersten expressionistischen Bildhauerarbeiten; Mitglied des „Aktivistenbundes“; 1919 führendes Mitglied des „Jungen Rheinlands“; Beteiligung an verschiedenen Kollektivausstellungen bei Johanna Ey; 1922 Eintritt in die KPD; 1924 zusammen mit Gert H. Wollheim und Karl Schwesig Mitarbeit an der „Peitsche“; Beteiligung an der ersten proletarischen Ausstellung „Der Kampf“ (Düsseldorf); Beteiligung an der „Ersten Allgemeinen Kunstausstellung“ in Moskau; ab 1925 Fokussierung auf Malerei; 1926 Beteiligung an der „Großen Kunstausstellung“ (Düsseldorf); 1928 Mitbegründer der Rheinischen Sezession; 1929 Reise nach Südfrankreich; 1931 Schriftführer des Reichsverbandes Bildender Künstler (Düsseldorf); 1933 die von Ludwigs eingereichten Bilder für die Ausstellung „Westfront“ (Essen) werden abgelehnt und seitdem keine Ausstellungsbeteiligungen, obgleich Ludwigs Werke einreicht; 1937 dreimonatige Haft wegen ‚Vorbereitung zum Hochverrat‘; weiterhin künstlerisch tätig in der ‚inneren Emigration‘; 1937 werden bei der Aktion „Entartete Kunst“ zwei Gemälde und vier Druckgrafiken Ludwigs aus den Kunstsammlungen der Stadt Düsseldorf beschlagnahmt; 1938 Aufenthalt am Bodensee; 1942 Beteiligung an der illegalen Zeitschrift „Der Friedenskämpfer“ (Düsseldorf), sowie weitere Tätigkeiten im Widerstand; im Februar 1943 wird bei einer großen Verhaftungswelle gegen KPD und „Gruppe Niederrhein“ auch Ludwigs inhaftiert; am 02.07.1943 stirbt der zuckerkranke Ludwigs in der Ulmer Höhe; September 1946 zusammen mit Julo Levin und Franz Monjau wird Peter Ludwigs durch eine Ausstellung des „Kulturbunds zur demokratischen Erneuerung Deutschlands“ (Düsseldorf) gewürdigt; 1946 vertreten bei der Ausstellung „Lebendiges Erbe“ (Hetjens Museum, Düsseldorf); 1953 vertreten bei der Ausstellung „25 Jahre Rheinische Sezession“ (Kunstverein Düsseldorf); 1984 vertreten bei der Ausstellung „Johanna Ey und ihr Künstlerkreis“ (Galerie Remmert und Barth, Düsseldorf); 1985 vertreten bei der Ausstellung „Am Anfang: Das Junge Rheinland“ (Städtische Kunsthalle, Düsseldorf); 1987 vertreten bei der Ausstellung „Düsseldorfer Kunstszene 1933-1945“ (Stadtmuseum Düsseldorf); 1988 vertreten bei der Ausstellung „Das Junge Rheinland. Eine Friedensidee“ (Stadtmuseum Düsseldorf); Werke befinden sich im Stadtmuseum Düsseldorf, sowie im Museum Kunstpalast Düsseldorf

Literatur
Landeshauptstadt Düsseldorf, Stadtmuseum (1982) (Hrsg.): Peter Ludwigs. Malerei Grafik Dokumente [Katalog zur Ausstellung im Stadtmuseum Düsseldorf 17.11.1982 – 30.1.1983]; Heinrich Winterscheidt; Düsseldorf
KOENIG, Wieland (1988) (Hrsg.): Das Junge Rheinland. Eine Friedensidee; Claassen; Düsseldorf; S. 173
PAPENBROCK, Martin (1996): „Entartete Kunst“, Exilkunst, Widerstandskunst in westdeutschen Ausstellungen nach 1945; VDG; Weimar; S. 492
ZIMMERMANN, Rainer (1994): Expressiver Realismus. Malerei der verschollenen Generation; Hirmer; München; S. 412