C L A U D I A   R Ö ß G E R

 

Weitere Berliner Künstler

 

claudia-roessger


Handpuppe

Öl und Eitempera auf Karton
verso u.r. in Blei etwas undeutlich datiert, wohl „[20]00“ (oder „[20]06“?)

Kartongrösse: 29,6x21cm

verso u.r. in Blei monogrammiert „CR“
nicht betitelt

reserviert

 

  

 

Zustand
Kartonränder partiell sehr leicht bis leicht berieben; u.m. (im rechten Bereich des orangefarbenen Kreises) zwei kleine oberflächliche Farbverluste (jeweils etwa 1x1mm), sowie im rechten Bereich zwei weitere kleine oberflächliche Farbverluste (je etwa 1x1mm); verso technikbedingt partiell etwas farbfleckig; verso o.l. oberflächlich leicht berieben

 

 

In kräftigen, grellen Farben erscheint ein entstellt bzw. deformiert wirkendes Kind im buntgestreiften Pullover vor dem Betrachter. Die aus- bzw. abgestreckten Arme lassen an eine Figur oder eine Handpuppe denken. Das im Vordergrund sich zeigende Kreismotive taucht dabei auch in anderen Werken Claudia Rößgers auf – bspw. „Scotch“ (2011, Abb. bzw. Kunstkarte in: maerzgalerie (Hrsg.) (2011): Claudia Rößger. mixed pickles; Leipzig oder auch „Rosa Zwergin“ (2005, Abb. 10 in Claudia Rössger (Hrsg,) (2006): mädchen, mieze, monster [Katalog zur Ausstellung v. 25. November 2006 – 13. Januar 2007 in der Spinnerei (Leipzig)]; Leipzig; unpag.). „So kriechen die von Claudia Rößger beschworenen Szenarien imer weiter unter die eigene Haut, ereignen sich zwischen kindlichem Spektakel und bitterem Schmerz und dies bei größtmöglichstem Kitsch- und Klischeeverzicht“ (Susanne Altmann (2006): Eine Truppe von Abweichlern. Zu Claudia Rößger´s Gemälden und Zeichnungen, in: Claudia Rössger (Hrsg,) (2006): mädchen, […]; unpag.). Fesselnde, farbintensive Komposition!

 

 



Zu Claudia Rößger (geb. 1977 Mittweida (Sachsen)):

1995-98 Studium an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein. Halle (Saale); 1998-2004 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB). Fachklasse für Malerei bei Prof. Arno Rink; 2003 DAAD Stipendium für die Academia de Bellas Artes »San Alejandro« Havanna. Kuba; 2004-05 Lehrtätigkeit an der Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB); 2004-06 Meisterschülerstudium bei Prof. Arno Rink; 2006 Atelierstipendium in Hamburg; zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen; Claudia Rößger lebt und arbeitet in Berlin

Quelle/Literatur
RÖSSGER, Claudia (Hrsg.) (2006): Claudia Rössger. mädchen, mieze, monster [Katalog zur Ausstellung v. 25. November 2006 – 13. Januar 2007 in der Spinnerei (Leipzig)]; Leipzig
SEUBERT, Annabelle (2010): Claudia Rößger: Unheilig, in: Tagesspiegel (v. 03.04.2010)
Internetseite der maerzgalerie (maerzgalerie.de)