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Weitere westfälische Künstler

 

 

„Misanthrop“ (um 1925-28)

Holzschnitt (Handdruck) auf Japanpapier, am oberen und unteren Rand durch kleine Klebestreifen auf bräunlichen Karton gesetzt
nicht datiert, posthumer Druck [das Motiv entstand wohl um 1925-28]

Größe: 45,6 x 31cm (Blatt) bzw. (etwa) 24 x 14cm (Druck)

u.r. für den Künstler signiert „für Hans Wolff von Ponickau / Maria v. Ponickau“
u.l. in Blei betitelt „Misanthrop“

€ 220,-

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Auflage
ohne Angaben, u.l. in Blei bez. „Handdruck“

Zustand
Blatt am oberen und unteren Rand durch kleine Klebestreifen auf bräunlichen Karton gesetzt; durchgehend leichte Druckstellen im Blatt; durchgehend leicht stockfleckig; im Bereich des früheren Passepartoutausschnitts nachgedunkelt / gebräunt; verso in den oberen beiden Ecken Klebereste früherer Befestigung (schlagen recto etwas durch); Ecke u.l. mit leichter Knickspur; die beiden seitlichen Ränder mit Abrissspuren; in der unteren Blatthälfte leichte horizontale Knickspur (bei Blatt und unterlegtem Karton)

 

 

Zu Ernst Karl Sigmar Hans-Wolff von Ponickau (11.09.1899 Frankfurt a.M. – 11.07.1958 Münster):
Maler, Zeichner, Grafiker, Illustrator; Studium der Landwirtschaft in Bonn (1923 Abschluss als Diplom-Landwirt); 1923-25 Studium an der Kunstakademie München (bei Josef Eberz), sowie von 1925-29 an dem Städelschen Kunstinstitut (bei Johann Vincenz Cissarz, Hans Leistikow, Franz Karl und Franz Karl Delavilla); in den 1920er Jahren war er stark vom Expressionismus geprägt; 1929-31 in Münster ansässig; 1931-32 in Frankfurt a.M. ansässig; 1932 Umzug nach Tecklenburg, sowie darauf erneut in Münster ansässig; während des Zweiten Weltkriegs verzieht er aus Münster nach Haus Marck (bei Tecklenburg); nach 1945 wendet sich Ponickau vermehr der Abstraktion zu
Ponickau arbeitete v.a. mit Aquarell-, Temperafarben, sowie mit dem Holzschnitt. Er illustrierte Kinder-, Märchenbücher und entwarf auch Exlibris. Das Spätwerk weist zudem metaphysische, kosmische Tendenzen auf.
Mitgliedschaften: 1922 Corps Rhenania Bonn; ab 1942 Mitglied der „Schanze“, 1953-58 deren Kanzler
Ausstellungen (Auswahl): 1963 sind Werke von ihm vertreten bei der Ausstellung „Sammlung Kloppenburg“ (Städtisches Gustav-Lübcke-Haus Hamm); 1986 fand in Münster eine Ausstellung zu Ehren des Künstlers statt; 1991, „Wolff von Ponickau – Expressionistische Druckgraphik“ (Münster, Westfälisches Landesmuseum)
Werke befinden sich u.a. Landesmuseum Münster, Stadtmuseum Münster.

Literatur
„Allgemeines Künstlerlexikon“ (AKL), Onlineversion, Künstler-ID: 00073376
KOCK, Gerhard H.: „Hans-Wolff von Ponickaus „Kosmos“ im Institut für physiologische Chemie“, in: Westfälische Nachrichten (v. 25.02.2009)