J O S E P H   H A ß L W A N G E R

 

 

joseph-haßlwanger

 

Kostümskizze

Bleistift & Aquarell auf Papier; am oberen Rand befestigt unter Passepartout (durch Klebeband)
nicht datiert, vor 1860; wohl zw. 1850-60

Blattgrösse: 9,3×16,1cm (unter PP sichtbarer Teil 7×13,6cm)
Grösse des Passepartouts: 26,3×28,4cm

auf PP von fremder Hand in schwarzer Tinte bez. „Jos. Haßlwander Wien 1812 – 1878 Scheibbs“; verso auf dem Blatt in Bleistift bez. „Costumscizze v. J. Hasslwander […]“
verso auf Blatt mit Bleistift bez. „Costumscizze […]“)/ Ritter

€ 200,-

 

 

    

 

Zustand
Blatt am oberen Rand durch Klebeband unter PP befestigt; Blatt hat im unteren Drittel, mittig, sowie im oberen Drittel leichte horizontale Stauchungen; recto in den Eckbereichen jeweils leichte Klebereste von früherer Befestigung mit Klebestreifen (unter PP nicht sichtbar); vereinzelt leichte Druckstellen; verso mittig rechts kleiner Klebestreifen; verso am oberen Rand, unter dem Klebestreifen, befinden sich Reste früherer Befestigung (je zwei kleine Klebestreifen in den beiden oberen Ecken); verso im unteren Bereich Vermerk in Bleistift des Vorbesitzers (zu Text s.u.); darüber in Bleistift nummeriert „23895“, sowie nochmals unterhalb des Textes nummeriert „158/94“

Provenienz
Carl Franz Emanuel Haunold (1832 Wien – 1911 ebd.). Verso auf Blatt mit Bleistift in Sütterlin beschrieben „Costumscizze v. J.[oseph] Hasslwander aus einem Künstler Musikerzug von ihm erhalten / 1860 / C. Haunold“. Der Landschaftsmaler Haunold war ebenso wie Haßlwander Mitglied des Albrecht-Dürer-Vereins und wurde ebenso wie jener 1861 in das Wiener Künstlerhaus aufgenommen. Anzunehmen ist, dass diese Kostümskizze in der Zeit entstand als beide Künstler im Albrecht-Dürer-Verein tätig waren, d.h. zwischen Ende der 1850er und Anfang der 1860er Jahre.

 

 

Zu Joseph Haßlwanger (07.08.1812 Wien – 03.08.1878 Scheibbs in Niederösterreich):
Sohn eines Uhrmachers; zuerst selbst Uhrmacherlehre; darauf Studium an der Akademie der bildenden Künste (Wien); Bekanntschaft mit Carl Rahl und Franz Dobiaschofsky mit denen er sich der Historienmalerei zuwandte; ab 1852 Professor des Freihandzeichnens an der Akademie; Mitgründer des –Albrecht-Dürer-Vereins- (Wien); 07.11.1861 Aufnahme aus dem Albrecht-Dürer-Verein in das Wiener Künstlerhaus (altersbedingter Austritt am 30.10.1872); Direktor des Wiener Pensionsinstitutes der bildenden Künstler

Literatur
KÁBDEBO, Heinrich (1880): Haßlwander, Joseph; in: ADB (Band 11); S.22-23