H A R R Y   B E H R

 

Weitere Werke von Harry Behr

 

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„Im Süden“

Tuschfeder und Farbkreiden auf sandfarbenem Papier [u.l. schwacher unbek. Trockenstempel];
u.r. in Schwarz datiert „4.5.1930“

Blattgrösse: 28,2×22,1cm

u.r. signiert „HBehr“
in Schwarz u.l. bezeichnet: „Im Süden“

€ 200,-

 

 

   

 

Zustand
Ränder leicht nachgedunkelt; Ecke u.r. mit minimaler Knickspur; partiell leichte Druckstellen

 

 

Die vorliegende Zeichnung entstand noch während Harry Behrs Studienzeit an der Kunstgewerbeschule in Hamburg. Die Gebäude sind in den Federstrichen schnell erfasst, wobei Behr stets nur das Notwendigste festhält, wodurch die Bauten sich zumeist nur aus vertikalen und horizontalen Linien zusammensetzen. Auf dem Marktplatz dieser ‚im Süden‘ befindlichen Stadt ist ein leichtes, keinesfalls aber ein reges Treiben. Schöne Komposition aus der frühen Schaffensphase des Hamburger Künstlers!

 

 

Zu Harry Behr (11.10.1907 Reichenbach (Vogtl.) – 2.6.1966 Hamburg):
Sohn des Stillleben-, Landschaftsmalers Felix Behr; 1911 Umzug der Familie nach Hamburg; 1928-32 Studium an der Kunstgewerbeschule Hamburg (bei Hugo Meier-Thur); 1930 Veröffentlichung des handgefertigten autobiographischen „Roman eines Sonderlings“; 1932 Meisterschüler; Atelier in der Wexstrasse 23 (später in der ABC-Straße 12c); 1938/39 wurde Behr denunziert und sein Atelier wurde durchsucht, dabei wurden etliche eigene Bilder, sowie Werke jüdischer Künstler konfisziert; Behr kam 24 Stunden in Untersuchungshaft; im Zweiten Weltkrieg in Dänemark und Norwegen stationiert; nach 1945 Suizid der Ehefrau und der Tochter; kunsthändlerische Tätigkeit

Literatur
BRUHNS, Maike (2001): Kunst in der Krise (Band 2); Dölling und Galitz; Hamburg; S.66-67
Familie Kay Rum (Hrsg.): Der neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs (überarbeitet von Maike Bruhns); Wachholtz; Neumünster – Hamburg; S. 36