G E R H A R D   J A N S S E N

 

 

gerhard-janssen
Interieurszene

Kohle auf hellbräunlichem Papier; verso umlaufend durch Klebeband unter Passepartout gesetzt
nicht datiert

Passepartoutgrösse: 50,3×41,1cm
Blattgrösse: 40,3×30,5cm
Grösse des Passepartoutausschnitts: 38,4×28,9cm

nicht signiert; u.r. etwas farbschwacher Nachlassstempel „Gerhard Janssen / Nachlass“
nicht betitelt

€ 620,-

 

   

 

Zustand
Blatt verso umlaufend durch Klebeband unter Passepartout gesetzt; insgesamt etwas nachgedunkelt; am rechten Rand unten Einriss (Länge etwa 1,5cm); Papier partiell etwas ausgedünnt (im rechten Bereich oben und unten Papier etwas stärker ausgedünnt (Durchmesser je etwa 2mm)); Blatt verso etwas fleckig; verso o.r. in blauem Farbstift bez./nummer.[?]; Passepartout recto und verso stockfleckig; auf Passepartout recto u.r. und verso u.r. von fremder Hand in Blei bez. „Jansen [sic!]“; auf Passepartout recto u.l. in Blei nummer.

 

 
In der vorliegenden Zeichnung zeigt Gerhard Janssen eine lebendige Interieurszene. Im Vordergrund sitzt eine ältere Dame (wie sie öfter in Arbeiten Janssens erscheint) an einem Tisch. Die Hände sind über dem Bauch gefaltet und der Kopf gesunken – sie ist augenscheinlich eingeschlafen. Dieser Moment scheint im Hintergrund der Zeichnung ausgenutzt worden zu sein. Der junge Herr hat sich von seinem nun leeren Stuhl erhoben und küsst die Klavierspielerin. Brillante, für Janssen ganz typische Komposition!
 

 

Zu Gerhard Janssen (1863 Kalkar – 1931 Düsseldorf):
1878-93 (mit Unterbrechnungen) Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie (u.a. bei Eduard von Gebhardt und Peter Janssen); seit 1909 Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie; Studienreisen in die Niederlande, nach Frankreich, Belgien, England; malte Landschaften, Stadtansichten (Niedrrhein, Düsseldorf), sowie Portraits, Genrebilder

Literatur
KALNEIN, Wend von (1979): Die Düsseldorfer Malerschule [Kunstmuseum Düsseldorf 13. Mai-8. Juli 1979, Mathildenhöhe Darmstadt 22. Juli-9. September 1979]; Düsseldorf; S. 354
MOELLER, Magdalena M. (1984): Der Sonderbund. Seine Voraussetzungen und Anfänge in Düsseldorf; Rheinland-Verlag; S. 191