E R I C H   H A R T M A N N

 

Weitere Werke von Erich Hartmann

 

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„nach Norwegen“

Tuschpinsel, teilweise laviert, über leichten Bleistiftvorzeichnungen; auf Ingrespapier
unten rechts in Tusche datiert „19.V.34“

Blattgrösse: 44,1×58,5cm

nicht signiert
unten rechts in Blei bezeichnet: „nach Norwegen“

€ 270,-

 

 

 

Zustand
Ecke rechts unten mit leichter Knickspur; Ecke rechts oben mit leichter Stauchung; am linken Blattrand oben kleine Druckstelle; partiell leichte Druckstellen im Blatt; verso leichte Lagerspuren; verso u.l. Sammlungsstempel und Nummerierung in Blei

 

 

 

Norwegen und dabei insbesondere Edvard Munch übten eine ungemeine Anziehung auf Künstler aus dem Umkreis der Hamburger Sezession aus. Erich Hartmann betrieb im Juni und Juli künstlerische Studien in diesem skandinavischen Land (vgl. Werner 2011: 145). Das vorliegende Blatt ist direkt in den Beginn von bzw. die Anreise zu dieser Studienreise einzuordnen und zeigt den Blick Hartmanns vom Schiff auf das Meer. Sehr flott expressive und geübte Pinselführung.

Zu Erich Hartmann (07.01.1886 Elberfeld – 23.09.1974 Sylt):
Bereits als Jugendlicher zeichnerisch tätig; 1903-06 Kunststudium an der Düsseldorfer Akademie (bei Prof. Eduard von Gebhardt); im Anschluss Studium an der Privatkunstschule Hermann Gröber (München); Sommer 1908 Studium bei Peter von Halm (erlernen des Radierens); bis 1909 tätig im Pariser Atelier Stettler beim Simon und Menard; 1909-11 freischaffend tätig in München, Dortmund, Paris; Reisen in Deutschland, nach Italien und Russland; Ausbildungende 1912 (Münchener Akademie); bis 1914 lebte er in Paris; Kriegseinsatz als Dolmetscher und Soldat; nach einer Verletzung kam er in ein Lazarett in Altona und blieb anschließend dort; März 1917 Heirat mit Ida Jenichen; finanzielle Not beherrschte die junge Familie; bis 1924 konnte Hartmann bei der Kaiverwaltung Hamburg dazu verdienen; 1922-44 Dozent an der privaten Kunstschule von Gerda Kopel; 1924 dreimonatiger Studiensaufenthalt in Italien; 1919 Beitritt zur Hamburgischen Sezession, dem Deutschen Künstlerbund und der Hamburgischen Künstlerschaft; 1925 Mitglied im Altonaer Künstlerverein; Hartmann engagierte sich kulturpolitisch; 1932 Unterstützung durch die Künstlernothilfe; 1933 wurden Wandbilder Hartmanns (von 1929) in der Mensa Neue Rabenstraße (Hamburg) vernichtet); 1934 Zuweisung eines Ateliers im Ohlendorffhaus; weitere vernichtete Wandbilder waren in den Turnhallen der Schulen in Fuhlsbüttel (von 1926) und in Horn (von 1931); Sommer 1934 Studienreise nach Norwegen; 1935 wurde ein Bild von Erich Hartmann acht Tage nach der Ausstellungseröffnung in der Hamburger Kunsthalle abgehängt; 1936 Studienreise nach Italien (mit Unterstützung der Amsinck-Stidtung); kein Kriegseinsatz; 1937 werden elf Arbeiten bei der Aktion -Entartete Kunst- beschlagnahmt; 1946-53 Professur an der Landeskunstschule Hamburg; 1955 Edwin-Scharff-Preis der Stadt Hamburg; Ehrenmitglied des BBK Hamburg

Literatur
BRUHNS, Maike (2001): Kunst in der Krise (Band 2); Dölling und Gallitz; S.180-183
WERNER, Stefanie Kristina (2011): Erich Hartmann (1886-1974). Leben und Werk eines Hamburger Malers. Mit einem Verzeichnis der Gemälde und der -Kunst am Bau- (Diss.)