M A R T I N    W I L B E R G

 

Weitere Werke von Martin Wilberg

 

 

‚Künstler in einem Teil des Schwarzatals‘ (1875)

Tusche, teilweise grau laviert, partiell mit Deckweiß gehöht, auf Velinpapier, aufgezogen auf graubräunlichen Karton
u.l. in Schwarz datiert „May 1875“
u.l. in Schwarz signiert „M. Wilberg“
Größe: 27,7 x 21,9cm (Blatt) bzw. 41,4 x 34,9cm (unterlegter Karton)
nicht betitelt: ‚Künstler in einem Teil des Schwarzatals‘, hierzu u.l. in Schwarz lokalisiert „Schwarzathal“

€ 510,-

Kaufanfrage

 

 

 

Zustand
Blatt aufgezogen auf graubräunlichen Karton; mitunter leicht wellig; am linken Rand mittig kleines Einstichlöchlein; partiell leicht fleckig; verso auf unterlegtem Karton aufgeklebter Ausschnitt aus einem Bildband (Heft?); unterlegter Karton mit Druckstellen und mitunter Knickspuren

 

 

Die vorliegende Zeichnung aus dem Schwarzatal wird am Ende der Studienzeit in Weimar (1872-75) entstanden sein, an welche sich nochmals drei Jahre des Studiums in Berlin anschlossen.

Der im Vordergrund sitzende, dem Betrachter den Rücken zukehrende Künstler bleibt anonym, doch ist vorstellbar, dass es sich entweder um ein Selbstbildnis oder um einen Künstlerkollegen Wilbergs handelt. Ab dem Beginn seiner Weimarer Zeit war er befreundet mit Carl Gehrts (11.05.1853 St. Pauli, Hamburg – 17.07.1898 Endenich) und Ernst Henseler (27.09.1852 Wepritz – 27.10.1940 Berlin-Zehlendorf) und anhand von Zeichnungen dieser Beiden, welche jeweils ein Porträt des jungen Wilbergs zeigen, lässt sich nachweisen, dass sie sich auch gegenseitig porträtierten.

Überaus schöne, stimmungsvolle Komposition aus dem frühen Schaffen Martin Wilbergs.

 

 

Zu Ludwig Martin Wilberg (11.10.1853 Havelberg – 26.12.1936 Potsdam-Neubabelsberg):
Maler, Zeichner; 1872-75 Studium an der Kunstakademie Weimar (bei Karl Gussow, Albert Baur); 1875-78 Studium an der Kunstakademie Berlin; 1880-83 Lehrer an der Kunstakademie Leipzig; 1883-1905 Leiter des Kunstgewerbemuseums Berlin; 1886 Beteiligung an der Jubiläums-Ausstellung der Kgl. Akademie der Künste Berlin; 1891 Beteiligung an der Internationalen Kunst-Ausstellung (veranstaltet vom Verein Berliner Künstler) in Berlin; um 1892 wohnhaft am Lützowufer 1 (Berlin); 1904 bis zu seinem Tod ansässig in Klein-Glienicke bzw. Neubabelsberg (Potsdam)

Wilberg unternahm zahlreiche (Studien-)Reisen innerhalb Deutschlands, sowie nach Österreich und Italien, bei denen er seine Eindrücke zeichnerisch festhielt.

Werke Wilbergs befinden sich u.a. im Stadtmuseum Berlin, sowie im Museum Potsdam.

Literatur
JANSA, Friedrich (Hrsg.) (1912): Deutsche Bildende Künstler in Wort und Bild; Leipzig; S. 640
LORENZ, Detlef (2002): Künstlerspuren in Berlin vom Barock bis heute; Dietrich Reimer Verlag; Berlin; S.419
„Allgemeines Künstlerlexikon“ (AKL), Onlineversion, Künstler-ID: 00181840