J O H A N N E S   H A N N O T
(zugeschr.)

 

 

Zu Johannes Hannot ([vor 16.08.1633] Leiden – 1684):
Maler, v.a. von Stillleben, Weinhändler; Sohn des Schneiders Michiel Hanoth und dessen Ehefrau Elysabeth Weysens; über Jugendzeit und Ausbildung ist nichts bekannt; 16.08.1633 getauft; Stilllebenmaler; 1650 Eintritt in die Malergilde in Leiden, wobei er einige Male die Funktion des Hauptmanns (1663-64, 1667, 1675-77, 1683-84) und des Dekans bekleidete; 1654 war Hannot möglicherweise im Atelier von Jan Davidsz. de Heem tätig, wofür es jedoch keinen Nachweis gibt; denkbar wäre auch eine Beeinflussung von Pieter de Ring, dem sich Hannot im Späteren stärker annähert, doch auch hierfür fehlen Belege; ab dem 18. Sept. 1665 vermietete Hannot ein vorderes Zimmer an Johan de Bye, Mäzen und Förderer von Gerard Dou, so dass dieser Werke Dous dort ausstellen konnte (Hannot wohnte damals in der Breestraat, gegenüber des Leidener Rathauses); war zudem als erfolgreicher Weinhändler tätig und hatte in diesem Zusammenhang mehrmals das Amt des Hauptmanns und des Dekans in der Weinhändlergilde inne; am 25.11.1684 wurde Hannot begraben; auf vielen Stillleben wurde die Signatur Hannots mit der von De Heem übermalt bzw. zu dieser umgearbeitet; erst im späten 20. Jhd. Wurden mehr Werke Hannots bekannt und ihm zugeschrieben; Werke Hannots befinden sich u.a. im Rijksmuseum Amsterdam, im Rheinischen Landesmuseum, in der Museumslandschaft Hessen Kassel, im Ashmolean Museum (Oxford), im Museum of Art (Toledo, Ohio), im Kunsthaus Zürich

Literatur
Staatliche Museen Kassel (1996): Gesamtkatalog. Gemäldegalerie Alte Meister (Textband); Phillip von Zabern; Mainz; S. 140
BERGER-HOCHSTRASSER, Julie (2011): Still Life, in: MULLER, Sheila D. (Hrsg.): Dutch Art. An Encyclopedia; Routledge; S. 365-367 [hier: 366] BERNT, Walther (1969): Die niederländischen Maler des 17. Jahrhunderts
MARTIN, Wilhelm (1902): Gerard Dou; George Bell and Sons; London; S. 66
MEIJER, Fred G.: Hannot, Johannes, in: „Allgemeines Künstlerlexikon (AKL)“, Onlineversion, Künstler-ID: 00079176
Internetseite des „Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie (RKD)“ [rkd.nl]