C A R L   W I L H E L M   V O N   H E I D E C K

 

 

 

„bey Ascagnano“

Bleistift auf Papier, aufgezogen auf Karton (an vier Ecken festgeklebt)
unten rechts vom Künstler mit Bleistift datiert „12. Juni 1842“

unten rechts auf Karton von fremder Hand bez. „Wilh. von Heideck“
vom Künstler mit Bleistift unten rechts betitelt „bey Ascagnano“

€ 200,-

Kaufanfrage

 

 

Größe
Größe mit unterlegtem Karton: 38,6 x 27,7cm
Bildgröße: 26,2 x 19,6 cm

Entstehungsjahr
unten rechts vom Künstler mit Bleistift datiert „12. Juni 1842“ [wobei die letzte Ziffer der Jahresangabe schwach erkennbar ist; eine Zuordnung zum Jahr 1842 lässt sich aufgrund eines Briefes v. Heidecks vollziehen (s.u.); dass es sich um eine Datierung durch den Künstler handelt lässt sich feststellen durch Schriftvergleiche mit Handschriften v. Heidecks aus dieser Zeit]

Zustand
unten rechts ist Blatt von Karton, d.h. von dort angeklebter Stelle, abgerissen; oben mittig Einriss (etwa 3 cm); oben links Einriss (etwa 3 cm); unten mittig Einriss (2 cm); oben rechts wohl früherer Einriss (3 cm), der behelfsmäßig behoben wurde; Karton an Ecken/Rändern wenig bestoßen; Karton etwas nachgedunkelt; Karton verso etwas fleckig; verso auf Karton Nummerierung (wohl aus früherer Sammlung) mit Bleistift

 

 

Carl Wilhelm von Heideck hielt sich am 12. Juni 1842 in Ascagnano auf. Dies ist durch einen Brief v. Heidecks an den dänischen Bildhauer Bertel Thorvaldsen (1170-1844) belegt (Brief befindet sich im „Thorvaldsen Letter Archive“ / Kopenhagen (Signatur m24 1842, nr. 24)). In diesem Brief spricht v. Heideck eine von Thorvaldsen geplante Reiterstatue ‚Seiner Majestät‘ (i.e. Ludwig I.) an und erkundigt sich über den derzeitigen Stand der Dinge diesbzgl. Die hier angebotene Zeichnung ist demnach am selben Tag entstanden wie der erwähnte Brief, so dass der Zeichnung neben dem künstlerischen auch ein biographisch und (kunst-)historischer Wert zukommt. Ich garantiere, dass es sich um ein Werk C.W. v. Heidecks handelt. Äußerst feine, detaillierte Landschaftszeichnung. Trotz der offenkundigen Mängel des Zustandes ein herausragendes Objekt.

 

 

Zu Carl Wilhelm von Heideck (06.12.1788 Sarralbe – 21.02.1861 München):
Besuch der Kunstschule Zürich (bei Johann Heinrich Meyer und K. Geßner); darauf Besuch der Kriegsakademien in Zweibrücken (ab 1799) und München (ab 1801), dabei weiterhin Kunststudien; 1805 Eintritt in bayrische Armme; Teilnahme an verschiedenen Feldzügen / Kriegen; machte Karriere in der Armee; wurde 1844 in den Freiherrnstand erhoben und zum Generalleutnant befördert; ab 1816 entstanden Ölgemnälde; thematisch widmete er sich v.a. der Darstellung von Landschaften, Kriegsszenerien und Genrebildern