E R N S T   S T R A ß N E R

 

Weitere Werke von Ernst Straßner

 

 

Winterlandschaft, u.U. bei Eisfeld
verso figürliche Skizze]

Tempera, Gouache, Bleistift auf Velinpapier
nicht datiert [(wohl) um 1940]

€ 330,-

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u.r. in Blei signiert „Strassner“
Blattgröße: 20,3x33cm

Zustand
in den Randbereichen technikbedingt leicht wellig; leichte Druckstellen im Blatt; Ecken mit kleinen Knickspuren

 

 

Ernst Straßner nimmt den Betrachter mit auf ein verschneites Feld. Der Abend legt sich bereits über die Landschaft und legt die Ansicht in ein zartes Halbdunkel. Im Vordergrund erheben sich zwei Bäume, hinter denen sich die weiße Fläche weit ausbreitet, bis schließlich im Hintergrund ein dunkler Gebirgszug die Sicht begrenzt. Als ein sehr schönes Detail finden sich immer wieder kleine Schneeflocken im Bild, die sich besonders vor dem dunklen Blau der Berge abheben und das Werk so zu einem ganz eigenen, stimmungsvollen Momenteinfang werden lassen.

 

 

Zu Ernst Straßner (19.06.1905 Eisfeld – 12.07.1991 Grasleben):
Maler, Zeichner, Kunsterzieher; um 1920 Besuch der kunstgewerblichen Fachschule in Eisfeld ; 1924-26 Zeichenlehrerausbildung an der Staatlichen Kunstschule Berlin (u.a. bei Georg Tappert); 1926-28 Ausbildung zum Oberzeichenlehrer (Studienrat) an der Staatlichen Kunstschule Berlin (u.a. bei Georg Tappert); ab Oktober 1928 Referendariat in Berlin; ab 1928 Teilnahme an Ausstellungen der Preußischen Akademie der Künste (Berlin); 1930-33 Gymnasialassessor in Berlin; 1933 Assessor in Halle a.d.S.; 1934 Versetzung an die höhere Mädchenschule in Halberstadt; Heirat mit der Malerin Magda Voigts; ab Ende 1934 Lehrer an der Hochschule für Lehrerbildung in Cottbus; 1936 Geburt der Zwillinge Fritz und Barbara; 1938 Ernennung zum Professor; 1939 kriegsabgeordnet an die Bernhard-Rust-Hochschule für Lehrerbildung in Braunschweig, sowie nach Frankfurt/Oder; 1943 Militärdienst als Zeichner in Freienwalde und Döberitz; 1945 Flucht und Kriegsgefangenschaft bei Heilbronn; 1946 Arbeit in einem kunsthandwerklichen Betrieb bei Kloster Banz (Oberfranken); 1947 Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit an der Kant-Hochschule Braunschweig (später: Pädagogische Hochschule); nach 1947 Reisen in Deutschland, nach London, Österreich, Südtirol, Italien, Griechenland; ständige Mitarbeit an der kunstpädagogischen Zeitschrift „Die Gestalt“; 1951-76 Vorsitzender der Landesgruppe Braunschweig im Bund Bildender Künstler (BBK); 1973 Emeritierung

Literatur
Baumann, Kirsten (Hrsg.) (2015): Expression und Farbenlust. Georg Tappert und sein Schüler Ernst Straßner; Schleswig
NAHRWOLD, Regine (1991): Ernst Straßner. Leben – Stellung zur zeitgenössischen Kunst – Werk 1924-90; Braunschweig