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(wohl) idyllische Ansicht in der Region um München bzw. in Oberbayern (1931)

Öl auf Leinwand, Keilrahmen, gerahmt [wohl Originalrahmen];
u.l. datiert „1931“
u.l. signiert „Rud. Köselitz / Mch.“

€ 1.400,-

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Titel
nicht betitelt; (wohl) idyllische Ansicht in der Region um München bzw. in Oberbayern

Größe
Größe: 65 x 90cm (ohne Rahmen) bzw. 83 x 108cm (mit Rahmen)

Zustand
insgesamt leicht fleckig, beschmutzt; Leinwand an den Rändern rahmungsbedingt etwas berieben; im Eckbereich u.l. minimale Beschädigung der Leinwand (oberflächlich etwas aufgeraut, Umfang etwa 1x1mm); am linken Rand mittig (etwa 6cm oberhalb des roten Hausdaches) kleine Druckstelle; am unteren Rand mittig zwei kleine Stellen mit jeweils minimalen Verlusten der Farbschicht; Rahmen an Kanten leicht berieben, sowie leicht beschmutzt; verso am Rahmen rechts in Blei bez. „No. 22“[?], sowie darunter Etikett mit alter handschriftlicher Nummerierung „60“[?], sowie darunter altes, teilweise abgerissenes Etikett mit handschriftlicher Bezeichnung (wohl) „L.P.“[?]

 

 

Zu Rudolf Köselitz (23.10.1861 Annaberg – 21.01.1948 München):
Maler, Zeichner, Illustrator; Sohn des Politikers Gustav Hermann Köselitz (1822 Annaberg – 1910 ebd.) und dessen Frau Karoline, geb. Grimmer (1819 Horskau – 1900 Annaberg); Bruder des Schriftstellers und Komponisten Heinrich Köselitz (1854 Annaberg – 1918 ebd.), der lange Jahre ein Mitarbeiter Friedrich Neietzsches war, mit dem ihn auch eine Freundschaft verband
Durch frühen häuslichen Unterricht wandte sich Rudolf Köselitz der Malerei zu; auf Anraten eines Lehrers besuchte er noch während der Schulzeit ab 1876 die Kunstakademie Leipzig; 1881 Studium an der Kunstakademie München (u.a. bei Carl Th. von Piloty, Alexander Strähuber); 1881 Studienreise nach Venedig; nach der Venedig-Reise zog er nach Dresden; während dieser Zeit hatte er regen Austausch mit u.a. Otto Seitz, Carl Th. Von Piloty, Alexander Strähuber, die ihn auch künstlerisch stets Ratschläge gaben; Köselitz begann mit seinem umfangreichen Werk an Illustrationen und versuchte sich auf diesem Gebiet zu etablieren; 1900/01 schuf er auf Grundlage einer Fotografie von 1882 ein Porträtgemälde Friedrich Nietzsches (heute: Klassik Stiftung Weimar); ab 1910 ließ er sich in Altfreimann (heute: München-Freimann) nieder, wo er auch sein Atelier hatte; nach dem Ersten Weltkrieg erlebte er einen Einbruch, da die Nachfrage nach seiner Kunst abnahm, Köselitz verarmte und zog sich zurück, obgleich er weiterhin künstlerisch arbeitete
Köselitz malte mit Öl- und Aquarellfarben. Seine bevorzugten Motive waren Landschaften, Genre-Motive, sowie figürliche Kompositionen und besonders ab etwa 1905/10 malte er mit Vorliebe stimmungsvolle Landschaften aus der Region München, Murnau, Schwabing, Freimann.

Ausstellungen
1889, Beteiligung mit mehreren Werken an der Großen Berliner Kunstausstellung
Ab 1901 regelmäßige Beteiligung an Kunstausstellungen in München, v.a. den sog. „Glaspalast-Ausstellungen“
2012, zeigte das Kulturzentrum Erzhammer (Annaberg-Buchholz) die bisher umfangreichste Werkschau mit 174 Exponaten
2019, Kabinettausstellung zur Familie Köselitz (mit zahlreichen Werken von Rudolf Köselitz) im Erzgebirgsmuseum Annaberg-Buchholz

Preise
1898, 1. Preis des sächsischen Kulturministeriums für die Illustrationen von „Schwarzenberg bei Mondnacht“
1909, Auszeichnung bei der Internationalen Kunstausstellung in München für das Gemälde „Das Innere eines Hammerwerkes“
Mitgliedschaften
Ab 1901, Mitglied der „Münchner Künstlergenossenschaft“ (MKG)
1904, Mitbegründer des „Vereins Münchner Aquarellisten“

Werke
Erzgebirgsmuseum Annaberg-Buchholz
Technisches Museum Annaberg-Buchholz
Lenbachhaus München
Stadtmuseum München
Metropolitan Museum, New York
Klassik Stiftung Weimar