P A U L A   W I M M E R

 

Weitere Werke von Paula Wimmer

 

 

stehender weiblicher Akt

Kreide, Farbkreiden auf graubläulichem Papier
nicht datiert [1911];
u.l. nachträglich von der Künstlerin in blauem Kugelschreiber signiert „P. Wimmer“

Größe: (etwa) 63 x 25cm

nicht betitelt, Studienarbeit der Künstlerin unter Max Feldbauer, hierzu u.l. nachträglich von der Künstlerin in blauem Kugelschreiber „bei Feldbauer“

€ 160,-

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Zustand
Blatt mit deutlichen Bescädigungen; mittig mit horizontaler Knickspur; Blattränder uneben zugeschnitten; in den Eckbereichen mit Papierverlusten; an den Rändern Beschädigungen (Einrisse, Knicke); am rechten Blattrand mittig zwei längere Einrisse, sowie am oberen Rand rechts längerer Einriss; durchgehend fleckig und etwas nachgedunkelt; verso fleckig

 

 

1910/11 verbrachte Paula Wimmer einige Monate in Paris und besuchte dort die „Académie Ranson“. 1911 kehrte sie nach München zurück und besuchte dort die private Malschule von Max Feldbauer, mit dem sie bereits vorher befreundet war. In den folgenden Jahren unternahm sie mit Feldbauer Studienreisen nach Griesbach und in die Bretagne. Die vorliegende Aktzeichnung entstand, der nachträglich von der Künstlerin angefügten Bezeichnung folgend, in jener Zeit bei Max Feldbauer und ist damit ein verhältnismäßig frühes, wie zugleich auch sehr schönes Werk Paula Wimmers.

 

 

Paula Wimmer (09.01.1876 München-Solln – 15.06.1971 Dachau):
Malerin, Zeichnerin, Grafikerin; Tochter des Justizrats und Anwalts Karl Wimmer und dessen Frau Pauline, geb. Kanzler; Tod der Mutter kurz nach der Geburt; Wiederverheiratung des Vaters mit ‚Tante Anna‘; um 1900 erste Ausbildung bei Carl Johann Becker-Gundahl an der Kunstakademie München; Bekanntschaft mit Franz von Stuck und Max Feldbauer; 1900-10 Studienreisen mit der Stiefmutter nach Rom, Florenz, Venedig, Paris; Freundschaft mit der Bildhauerin Marie Janssen; in Paris einige Monate Besuch der Privatschule der Nabis an der „Académie Ranson“; 1911 Rückkehr nach München und Besuch der privaten Malschule von Max Feldbauer; zusammen mit Feldbauer Reisen nach Griesbach und in die Bretagne; ab 1911 Beteiligung an den Kunstausstellungen der Juryfreien in München, sowie vertreten in der Galerie Thannhauser; 1914-16 zusammen mit der Stiefmutter Aufenthalt in Berlin und dort Bekanntschaft mit u.a. Paul Cassirer, Fritz Gurlitt, Paul Westheim, Alfred Kubin, Else Lasker-Schüler; 1916 Umzug nach Dachau; 1916 Beteiligung an der Münchner Jahresausstellung im Glaspalast; 1918 Verleihung der österreichischen Silbernen Staatsmedaille für das Gemälde „Schleißheim“; 1919 Mitbegründerin der Künstlergruppe Dachau; weitere zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen u.a. im Münchner Glaspalast, sowie bei der Münchner Secession; 1934-35 Beteiligungen an der „Großen Münchner Kunstausstellung“ (Neue Pinakothek); 1937 bei der Aktion „Entartete Kunst“ wird ein Werk beschlagnahmt; 1946 Neugründungsmitglied des Münchner Ortsverbandes der GEDOK; 1958 Beteiligung an der Ausstellung „Aufbruch in die Moderne“ (Haus der Kunst, München); um 1965 Aufenthalte in Wien und Regensburg; 1976 Ausstellung zum 100. Geburtstag der Künstlerin in der Kreis- und Stadtsparkasse Dachau

Literatur
Dachauer Galerien und Museen (1994): Paula Wimmer 1876-1971 [Katalog zur Ausstellung in der Gemäldegalerie Dachau 25.11.1994 bis 31.01.1995]; Freising: Sellier
HERES, Horst (1985): Dachauer Gemäldegalerie; Dachau: Bayerland; S. 288