O T T M A R   B E G A S

 

Weitere Werke von Ottmar Begas

 

 

Herrenbildnis im Profil (1902)

Bleistift und Tuschfeder auf bräunlichem Papier, verso am oberen Rand in Passepartout gesetzt
u.r. datiert „fecit 1902“

Größe: 31,1 x 22,2cm (Passepartout) bzw. 21,5 x 14cm (Blatt) bzw. 17,3 x 11,3cm (Passepartoutausschnitt)

u.r. signiert „Ottmar Begas“
nicht betitelt

€ 260,-

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Zustand
Blatt verso am oberen Rand in Passepartout gesetzt; im unteren linken Eckbereich längerer Einriss (hinterlegt mit bräunlichem Papier); in der rechten Blatthälfte längerer Einriss (hinterlegt mit bräunlichem Papier); im Bereich des Passepartoutausschnitts etwas nachgedunkelt / gebräunt; Druckstellen im Blatt; leicht nachgedunkelt; im Bereich u.r. zwei kleine Stellen an denen das Papier etwas aufgeraut ist; verso fleckig, sowie verso an den Rändern Reste früherer Befestigung (braunes Klebeband)

 

 

Zu Ottmar Begas (10.05.1878 Rom – 16.06.1931 Neapel):
Maler, Zeichner; entstammte der Berliner Künstlerfamilie Begas; Sohn des Bildhauers Carl Begas d. J. (1845 Berlin – 1916 Köthen) und Anna von Behr; Enkel des preußischen Hofmalers Carl Joseph Begas d. Ä. (1794 Heinsberg – 1854 Berlin); die Kindheit verbrachte er in Köthen (Anhalt) und ab 1890 in Kassel; er begann bereits im Jugendalter zu malen und zu zeichnen; 1898 kurzzeitig Unterricht bei Franz von Lenbach in München, was wohl durch seinen Vater und seinen Onkel, den Bildhauer Reinhold Begas (1831 Schöneberg – 1911 ebd.), arrangiert wurde; Lenbach hinterließ einen nachhaltigen Einfluss in seinem Schaffen; 1900 Reise nach Texas; 1901 mehrmonatige Ostasienreise; anschließend lebte er in Berlin und betätigte sich vornehmlich als Porträtmaler und –zeichner (Kaiserdamm 101); immer wieder zog es ich auf Reisen nach u.a. Italien und Mexiko; 1907 hielt er sich in Rom auf und porträtierte dort Papst Pius X.; 5.12.1910 Heirat mit Marie Wagner (1883-1969) in Hoboken / New Jersey; in Berlin verkehrte er in Künstlerkreisen des „Café des Westens“ (Kurfürstendamm) und zeichnete die dortigen Stammgäste; 1916 trennte er sich von seiner Frau und am 14.7.1920 erfolgte die Scheidung der kinderlosen Ehe; 1919-21 in Bremen ansässig; 1921-25 lebte er mit seiner zweiten Ehefrau Marie, geb. Alberti, in der Villa Alberti in Goslar; danach ließ sich das Paar dauerhaft in Italien (Neapel und Capri) nieder; Ottmar Begas beging am 16. Juni 1931 Selbstmord
Der künstlerische Nachlass befindet sich im Begas-Haus in Heinsberg.

Literatur
MÜLLEJANS-DICKMANN, Rita / CORTJAENS, Wolfgang (Hrsg.) (2013): Begas Haus Heinsberg. Die Sammlung Begas; Köln: Wienand; S. 127-133
TRIER, Dankmar: Ottmar Begas, in: „Allgemeines Künstlerlexikon“ (AKL), Onlineversion, Künstler-ID: 42178642
KOCH, Heinz-Werner et al. (Hrsg.) (2016):Tagebücher zum Kirchenkampf 1933-1938; Köln et al.: Böhlau; S. 21-24

 

 

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