O T T M A R   B E G A S

 

Weitere Berliner Künstler

 

 

Ottmar Begas: Porträt eines Jungen (wohl um 1890-1898)

 

Ottmar Begas: Herrenbildnis im Profil (1902)

 

 

Zu Ottmar Begas (10.05.1878 Rom – 16.06.1931 Neapel):
Maler, Zeichner; entstammte der Berliner Künstlerfamilie Begas; Sohn des Bildhauers Carl Begas d. J. (1845 Berlin – 1916 Köthen) und Anna von Behr; Enkel des preußischen Hofmalers Carl Joseph Begas d. Ä. (1794 Heinsberg – 1854 Berlin); die Kindheit verbrachte er in Köthen (Anhalt) und ab 1890 in Kassel; er begann bereits im Jugendalter zu malen und zu zeichnen; 1898 kurzzeitig Unterricht bei Franz von Lenbach in München, was wohl durch seinen Vater und seinen Onkel, den Bildhauer Reinhold Begas (1831 Schöneberg – 1911 ebd.), arrangiert wurde; Lenbach hinterließ einen nachhaltigen Einfluss in seinem Schaffen; 1900 Reise nach Texas; 1901 mehrmonatige Ostasienreise; anschließend lebte er in Berlin und betätigte sich vornehmlich als Porträtmaler und –zeichner (Kaiserdamm 101); immer wieder zog es ich auf Reisen nach u.a. Italien und Mexiko; 1907 hielt er sich in Rom auf und porträtierte dort Papst Pius X.; 5.12.1910 Heirat mit Marie Wagner (1883-1969) in Hoboken / New Jersey; in Berlin verkehrte er in Künstlerkreisen des „Café des Westens“ (Kurfürstendamm) und zeichnete die dortigen Stammgäste; 1916 trennte er sich von seiner Frau und am 14.7.1920 erfolgte die Scheidung der kinderlosen Ehe; 1919-21 in Bremen ansässig; 1921-25 lebte er mit seiner zweiten Ehefrau Marie, geb. Alberti, in der Villa Alberti in Goslar; danach ließ sich das Paar dauerhaft in Italien (Neapel und Capri) nieder; Ottmar Begas beging am 16. Juni 1931 Selbstmord
Der künstlerische Nachlass befindet sich im Begas-Haus in Heinsberg.

Literatur
MÜLLEJANS-DICKMANN, Rita / CORTJAENS, Wolfgang (Hrsg.) (2013): Begas Haus Heinsberg. Die Sammlung Begas; Köln: Wienand; S. 127-133
TRIER, Dankmar: Ottmar Begas, in: „Allgemeines Künstlerlexikon“ (AKL), Onlineversion, Künstler-ID: 42178642
KOCH, Heinz-Werner et al. (Hrsg.) (2016):Tagebücher zum Kirchenkampf 1933-1938; Köln et al.: Böhlau; S. 21-24