J A K O B    D I E T Z    ( z u g e s c h r i e b e n )

 

Weitere fränkische Künstler

 

 

Bildnis eines Jungen (1910)

Öl auf Holz, gerahmt
u.r. geritzt datiert „[19]10“
u.r. geritzt datiert „I. Dietz“ [+Das Werk wird als an Jakob Dietz (1889-1960) zugeschrieben angeboten.+];
nicht betitelt
Größe: 28 x 28cm (mit Rahmen) bzw. 25,5 x 25,5cm (ohne Rahmen)

verkauft

 

 

 

Zustand
partiell etwas beschmutzt; im unteren Bereich mittig (etwas unterhalb des rechten Kragens) kleiner Verlust der Farbschicht (etwa 2x2mm); im unteren Bereich rechts (etwas links von der Signatur) kleiner Verlust der Farbschicht (etwa 1x1mm)
Rahmen an Ecken und Kanten etwas bestoßen und leicht berieben

Provenienz
Kunsthandlung Eugen Barthelmeß, Erlangen [hierzu verso u.l. Etikett]

 

 

Zu Jakob Dietz (20.03.1889 Erlangen – 05.08.1960 Nürnberg):
Maler, Grafiker, Zeichner; den ersten künstlerischen Unterricht erhielt er beim Zeichenlehrer Franz Naegele in Erlangen; 1904-08 Besuch der Kunstgewerbeschule Nürnberg (bei Hermann Bek-Gran); 1909-13 Tätigkeit als Gebrauchsgrafiker; 1914 beendete er seine autodidaktische Ausbildung als Maler; Bekanntschaft mit Adolf Schinnerer und Freundschaft mit Hand Barthelmess; 1914-20 Kriegsdienst und anschließende französische Gefangenschaft; 1920-24 nach der Entlassung kam er nach Erlangen und arbeitete dort als freischaffender Künstler und Zeichenlehrer, sein Atelier hatte er damals in der Orangerie; Freundschaft mit Christian Klaiber; ab 1924 freischaffend in Nürnberg tätig, zuerst vornehmlich als Grafiker und Reklamezeichner, später noch als Maler, wobei er sich v.a. der Landschaftsmalerei widmete; 1929 kaufte die Staatsgalerie Budapest das Gemälde „Eukalyptuszweige“ und mit dem Erlös reiste Dietz noch in demselben Jahr nach Südfrankreich „in den 1930er Jahre zählte er zu den führenden fränkischen Landschaftsmalern“ (Manfred H. Grieb); seit 1931 regelmäßig auf Nürnberger Ausstellungen vertreten; 1937 wurde bei der Aktion „Entartete Kunst“ das Gemälde „Stilleben mit Calla“ aus dem Bestand der Städtischen Galerie Nürnberg beschlagnahmt; 1940 Heirat mit Gerda Roth Ingeborg Losch (1910-1996); 1942 Geburt der Tochter Ina Verena; 1943-45 wohnhaft in Kastl bei Amberg; 1945 Rückkehr nach Nürnberg; ab 1950 erhielt er zahlreiche Aufträge für „Kunst am Bau“

Mitgliedschaften: Nürnberger Sezession; 1947 Mitbegründer der Künstlervereinigung „Der Kreis“

Werke von Jakob Dietz befinden sich u.a. im Stadtmuseum Erlangen, dem Heimatmuseum Kastl, bei den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen (München), bei den Städtischen Kunstsammlungen Nürnberg.

Literatur
Mende, Matthias: Jakob Dietz, in: „Allgemeines Künstlerlexikon“, Onlineversion, Künstler-ID: 10189139