H E R B E R T   A .   J A E G E R H U B E R

 

Weitere Hamburger Künstler
Zum Themenflyer ‚Einsamkeit in der Kunst‘

 

 

„Motiv am Schierhorner Weg“ (1916)

Farbkreiden auf graubräunlichem Karton, komplett aufgezogen auf hellbräunlichen Karton
u.r. in Blei datiert „[19]16“

u.r. in Blei signiert „HAJaegerhuber“
u.r. in Blei bezeichnet „Motiv am Schierhorner Weg“

€ 520,-

Kaufanfrage

 

Größe
Größe: 31,4 x 40,5cm (unterlegter Karton) bzw. 22,8 x 31,7cm (Blatt)

Zustand
Karton komplett aufgezogen auf hellbräunlichen Karton; insgesamt (stock-)fleckig (im unteren Blattbereich etwas stärker); in Blattecke u.l. kleines Einstichloch; unterlegter Karton etwas gebräunt / nachgedunkelt, sowie an den beiden seitlichen Rändern leicht wellig, sowie Ecke u.r. mit leichtem Materialverlust; unterlegter Karton verso fleckig, sowie u.m. in Blei nummer. „11“ (im Kreis)

 

 

Herbert A. Jaegerhuber war der Sohn eines deutschen Kupferminen- und Plantagenbesitzers und einer Haitianerin. Er wuchs anfangs in Port-au-Prince auf, verzog dann aber mit der Familie nach Hamburg. Gegen seine künstlerischen Neigungen hatte die privilegierte Familie nichts einzuwenden und so wurde er zuerst Schüler von Franz Nölken an der privaten Kunstschule von Gerda Koppel, bevor er am Anschluss daran an die Kunstgewerbeschule Altona wechselte. Ab 1917 besuchte er die Kunstakademie München, pendelte in der Folge zwischen New York, Hamburg und Nervi (bei Genua), bevor er sich 1927 in Überlingen niederließ.

Die vorliegende Zeichnung datiert auf 1916 und entstand demnach noch während der Studienzeit in Hamburg.

Die Lokalisierung an den Schierhorner Weg dürfte dabei sicherlich nach Jesteburg verweisen und anzunehmen ist, dass Jaegerhuber diese flotte, expressive Ansicht bei einem Ausflug in die Hamburger Region fand und zeichnerisch festhielt.

 

 

Zu Herbert A. Jaegerhuber (04.04.1892 Port-au-Prince – 17.06.1935 Überlingen):
Maler, Zeichner, Grafiker; Sohn eines deutschen Kupferminen- und Plantagenbesitzers und einer Haitianerin; wächst in privilegiertem Umfeld mit Hauslehrern auf; ab 1904 in Hamburg; dort Schüler von Franz Nölken an der privaten Kunstschule von Gerda Koppel; im Anschluss Studien an der Kunstgewerbeschule Altona (bei Hans Kolitz), sowie ab 1917 an der Kunstakademie München; ab 1920 in New York, Hamburg, sowie zuletzt in Nervi bei Genua wohnhaft; 2.1.1922 Geburt der Tochter Barbara; 1927 Umzug nach Überlingen und dort schließt er sich dem Kreis um den Schriftsteller Bruno Goetz an; ab 1928 Mitglied der Künstlervereinigung „Der Kreis“; 1929/30 Verlust des gesamten Vermögens; seine Frau verlässt ihn, so dass er sich um die Tochter kümmert; 1936 Gedächtnisausstellung in Überlingen
Werke befinden sich in der Kunsthalle Hamburg, sowie im Altonaer Museum.

Literatur
KASTEN, Eberhard: Herbert A. Jaegerhuber, in: „Allgemeines Künstlerlexikon“ (AKL), Onlineversion, Künstler-ID: 00090547