H A R D Y    S C H N E I D E R – S A T O    (27.06.1919 Hoyerswerda – 18.12.2002 Karlsruhe)

 

 

 

Hardy Schneider-Sato: „Durst“ (1944)

 

Hardy Schneider-Sato: Bildnis einer russischen Frau (1943)

 

Zu Hardy Schneider-Sato (27.06.1919 Hoyerswerda – 18.12.2002 Karlsruhe):
Maler, Zeichner, Grafiker; erster Malunterricht beim Heimatmaler Karl Leder; 1936-37 Zeichenunterricht bei Otto Dix; Studium der Mathematik, Geodäsie und Kunst in Dresden; ab 1939 Kriegsdienst im Osten und 1944 Gefangenschaft; in einem Lager in der Mandschurei lernte er einen Zen-Meister namens Joshimo Sato kennen, der ihn als Schüler annahm – daher auch der Beiname „Sato“; russische Offiziere erkannten sein künstlerisches Talent und er wurde in ein Kulturlager nach Moskau geschickt, wo er als Freskomaler und Porträtist tätig war; Ende 1949 entlassen aus der Gefangenschaft; Otto Dix und auch der befreundete Künstler Willy E. Nocken (1919 Düsseldorf – 1995 Karlsruhe) ermutigten ihn zur Malerei, so dass Schneider-Sato nach Karlsruhe zog und dort von 1951-54 die Kunstakademie besuchte (bei Hans Gaensslen und Wilhelm Schnarrenberger); ab Studienbeginn hatte er in Karlsruhe ein eigenes Werbeatelier (in der ehemaligen Villa des Künstlers Friedrich von Keller); später Umzug nach Durlach; im Juni 1970 Gründung einer Galerie (Zunftstraße 9, Karlsruhe-Durlach) um junge Künstler zu unterstützen; 1970 Gründung des Durlacher Rings zur Rettung der historischen Altstadt; bis zu seinem Tod war Schneider-Sato als freischaffender Künstler tätig; 1975 Retrospektive im Museum Ettlingen

Literatur
Groeg, Otto J. (1975): Who’s who in the Arts [Bd. 2]; Ottobrunn: Who’s Who-Book and Publishing; S. 185
Mülfarth, Leo (1987): Kleines Lexikon Karlsruher Maler; Karlsruhe; S. 247
pitzner, Wolfram / Knauber, Hubert (1975): Sato. Retrospektive [Schriftenreihe der Museumsgesellschaft Ettlingen e.V., Bd. 7], Karlsruhe
„Allgemeines Künstlerlexikon“ (AKL), Onlineversion