U N B E K A N N T :   Portrait des Pater Philipp Jeningen

 

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Portrait des Pater Philipp Jeningen

Öl auf altem Karton; rückseitigt verstärkt durch Karton; gerahmt
nicht datiert, (wohl) um 1800-1850

verso auf Rahmenrückwand in brauner Tinte alt beschrieben „P. Philipp Jeningen / Missionär der Umgegend Ellwangens / und / Begründer der Schönenberg-Kirche / starb 1704“

Rahmengrösse: 19,5×24,5cm
Kartongrösse: 16,8×21,8cm

€ 320,-

 

 

 

      

 

Zustand
stärker lädiert; durchgängig Verluste in der Farbschicht; im Bereich o.r. Fleck; insgesamt etwas staubig und beschmutzt; Rahmen mit Gebrauchsspuren (berieben, Abplatzer, Bestoßungen); verso beschriebenes Papier der Rahmenrückwand eingerissen, mit Knickspuren und fleckig

 

 

Das vorliegende Gemälde zeigt ‚den guten Pater‘ Philipp Jeningen (05.01.1642 Eichstätt – 08.02.1704 Ellwangen) in typischer Darstellung mit schwarzer Kleidung, Kruzifix, Stab und Hut der Jesuiten. Der Jesuit Philipp Jeningen war Missionar und Mystiker und erfährt als ‚Apostel des Virngrundes‘ Verehrung. 1680 kam er nach Ellwangen, was er nur als eine temporäre Phase ansah, da er eigentlich als Missionar nach Indien wollte. Ellwangen wurde im Späteren zu seiner neuen Heimat und er wurde besonders für seine bescheiden asketische Lebensweise, sowie seine liebevolle Art im Umgang mit Menschen verehrt. Im Schlossmuseum Ellwangen befindet sich ein detaillierteres Gemälde des Paters, welches wohl als Vorlage für diese kleinformatigere Arbeit gesehen werden kann. So findet sich in dem vorliegenden Werk nur ein grünlicher Hintergrund, wogegen in der möglichen Vorlage im Besitz des Schlossmuseums Ellwangen die Schönenbergkirche und das Schloss Ellwangen erkennbar sind. Trotz der Beschädigungen ist dieses Werk ein fein ausgearbeitetes Zeugnis der sakralen Volkskunst.