U N B E K A N N T :   Portrait Johann Philipp Graf von Stadion (1763-1824)

 

Weitere Werke von unbekannten Künstlern

 

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Portrait des Johann Philipp Graf von Stadion (1763-1824)

Öl auf Holz
nicht datiert

Grösse: 15,6×19,9cm

nicht signiert, [Portrait nach Johann Nepomuk Ender];
nicht betitelt

€ 1.150,-

 

 

 

 

Zustand
am unteren Rand (aufgrund früherer Rahmung) leicht berieben; Ecken/Kanten etwas bestoßen; verso alt bez. „hier nicht“ [?]; verso leicht fleckig und etwas berieben

 

 

Der Portraitierte Graf Johann Philipp von Stadion (17.06.1763 Warthausen (Lkr. Biberach) – 15.05.1824 Baden bei Wien) war Gesandter in Stockholm (1787-90), London (1790-93), Berlin (1800-03) und St. Petersburg (1803-05). 1805 wurde er zum österreichischen Minister für auswärtige Angelegenheiten ernannt und begleitete dieses Amt bis 1809. 1808 wurde er als 873. Ritter in den Orden vom Goldenen Vlies aufgenommen. 1813 erhielt er von Friedrich Wilhelm II. den schwarzen Adlerorden. Ab 1815 hatte er das Amt des Finanzministers inne und gründetet während dieser Zeit 1816 die Österreichische Nationalbank. Das vorliegende Werk basiert in seiner Darstellung sicherlich auf dem Gemälde von Johann Nepomuk Ender (1793-1854) (ein Stich des Ender´schen Werkes von Friedrich Fleischmann findet sich in „Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild“ [Übersichtsband, 2. Abtheilung: Geschichtlicher Theil], Wien, 1887, S. 229) [eine Abbildung der relevanten Seite findet sich am Ende der Artikelbeschreibung]), obgleich es keinesfalls eine ‚blinde Kopie‘ ist. Vielmehr zeigen sich durchaus eigene künstlerische Ansätze, die sich insbesondere darin ausdrücken, dass der Portraitierte auf dem vorliegenden Werk ‚jünger‘ bzw. ‚wacher‘ erscheint als bei J.N. Ender. Deutlich ist um den Hals von Graf Stadion das Band mit dem Orden vom Goldenen Vlies erkennbar. Feine Portraitarbeit!