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Werke von Rudolf Schick (zugeschrieben)
Weitere Berliner Künstler

 

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„Zwingerwall“

Bleistift auf leichtem, sandfarbenem Karton
u.r. in Blei datiert „28/8 [18]63“

Blattgrösse: 29,1×20,8cm

nicht signiert; u.r. in dunkler Tinte bez. „Aus dem Nachlaß von R. Schick“
u.r. vom Künstler in Blei betitelt: „Zwingerwall“

€ 1.000,-

 

 
Zustand
Blatt mit Druckstellen; Ecken etwas bestoßen; Ränder partiell leicht nachgedunkelt; am oberen Rand durchgehende leichte horizontale Stauchung; verso Lagerspuren; verso im Bereich u.l. Nummerierung in Blei „34“ [Slg.-Nr. von Vorbesitzer]

 

 

Rudolf Schick befand sich noch bis mindestens Mai 1863 in Berlin (am 01. Mai 1863 entstand die Zeichnung „Berlin Mitte, alte Herkulesbrücke“ (Foto der Zeichnung im Landesdenkmalamt Berlin (LKB 14 124)), so dass anzunehmen ist, dass er auf darauf folgenden Reisen in den Süden auch durch Dresden kam. Das vorliegende Blatt zeigt einen harmonischen und künstlerisch ausgereiften Blick auf einen Springbrunnen auf dem Gelände des Dresdner Zwingers. Dresden-Ansichten von Schick finden sich kaum, wohl besser: so gut als nie, auf dem Markt.

Zu Rudolf Schick (08.08.1840 Berlin – 26.02.1887 ebd.):
ab 1858 Unterricht (v.a. Landschaftsmalerei) bei Wilhelm Schirmer in dessen Atelier; 1861-62 Studienaufenthalt in Bayern (München und Brannenburg); darauf bis etwa Mitte 1863 nochmaliger Aufenthalt in Berlin; 1864 Großer Staatspreis für Geschichtsmaler mit seinem Werk „Der gefesselte Prometheus von Okeanos und den Nereiden betrauert“; es folgten Reisen nach London, Paris, Tirol, Italien; in Italien Bekanntschaft mit Arnold Böcklin; ging zusammen mit Böcklin nach Basel, um diesem dort bei Ausführung der Wandgemälde im Treppenhause des dortigen Museums zu helfen; 1869 Umzug nach Berlin; weitere Reisen nach Italien und Beschäftigung mit der italienischen Renaissancekunst; es entstanden mitunter großformatige Gemälde, die Einflüsse Böcklins zeigen; 1871 Mitglied des Vereins Berliner Künstler; 1879 Heirat

Literatur
BÖRSCH-SUPAN, Helmut (1991): Verein Berliner Künstler. Versuch einer Bestandsaufnahme von 1841 bis zur Gegenwart; Nicolai; Berlin; S. 220
BUSHART, Bruno (Bearb.) (1983): Von Wilhelm Leibl bis Lovis Corinth : Pastelle, Aquarelle u. Zeichn. 1865 – 1925 aus d. Sammlung Georg Schäfer in Schweinfurt; Euerbach; Sammlung Georg Schäfer; S. 38
DONOP, von: „Schick, Rudolf“, in: Allgemeine Deutsche Biographie (1890), S. [Onlinefassung]