R U D O L F   S C H I C K   ( z u g e s c h r i e b e n )

 

Werke von Rudolf Schick
Weitere Berliner Künstler

 

rudolf-schick-zugeschrieben

 

Wohl Darstellung eines Berg-, Erzwerkes in den Alpen

Bleistift auf leichtem, sandfarbenem Karton
nicht datiert, wohl um 1864-65

Blattgrösse: 20×27,9cm [seitliche Ränder etwas unsauber beschnitten]

nicht signiert, verso u.l. von fremder Hand in Blei bez. „Rudolf Schick 1840-1887“
nicht betitelt

€ 600,-

 

 

 

 

      

 

Zustand
seitliche Ränder etwas unsauber beschnitten; Blatt mit Druckstellen; Ecken etwas bestoßen; in Ecke u.r. kleiner Fleck; verso Lagerspuren; verso im Bereich o.l. Nummerierung in Blei „33“ [Slg.-Nr. von Vorbesitzer]

 

 

Die vorliegende an Rudolf Schick zugeschriebene Zeichnung zeigt den Blick in ein Bergtal. Vom Hintergrund bis in den Vordergrund sich verbreiternd schlängelt sich ein Bach. Ebenso im Hintergrund zeigen sich die Bauten, Stege eines Berg- bzw. Erzwerkes, die sich auf Höhe der Hütte fortsetzen. Die Zeichnung besticht durch die mannigfaltige Darstellungsweise der Natur, die sich in verschiedenen Techniken (stets nur mit Bleistift) zeigt. Es sind insbesondere diese hohen künstlerischen Qualitäten, die eine Zuordnung zu dem herausragenden Landschaftsmaler Rudolf Schick erlauben.

 

 

Zu Rudolf Schick (08.08.1840 Berlin – 26.02.1887 ebd.):
ab 1858 Unterricht (v.a. Landschaftsmalerei) bei Wilhelm Schirmer in dessen Atelier; 1861-62 Studienaufenthalt in Bayern (München und Brannenburg); darauf bis etwa Mitte 1863 nochmaliger Aufenthalt in Berlin; 1864 Großer Staatspreis für Geschichtsmaler mit seinem Werk „Der gefesselte Prometheus von Okeanos und den Nereiden betrauert“; es folgten Reisen nach London, Paris, Tirol, Italien; in Italien Bekanntschaft mit Arnold Böcklin; ging zusammen mit Böcklin nach Basel, um diesem dort bei Ausführung der Wandgemälde im Treppenhause des dortigen Museums zu helfen; 1869 Umzug nach Berlin; weitere Reisen nach Italien und Beschäftigung mit der italienischen Renaissancekunst; es entstanden mitunter großformatige Gemälde, die Einflüsse Böcklins zeigen; 1871 Mitglied des Vereins Berliner Künstler; 1879 Heirat

Literatur
BÖRSCH-SUPAN, Helmut (1991): Verein Berliner Künstler. Versuch einer Bestandsaufnahme von 1841 bis zur Gegenwart; Nicolai; Berlin; S. 220
BUSHART, Bruno (Bearb.) (1983): Von Wilhelm Leibl bis Lovis Corinth : Pastelle, Aquarelle u. Zeichn. 1865 – 1925 aus d. Sammlung Georg Schäfer in Schweinfurt; Euerbach; Sammlung Georg Schäfer; S. 38
DONOP, von: „Schick, Rudolf“, in: Allgemeine Deutsche Biographie (1890), S. [Onlinefassung]