R O B E R T   I S I D O R   K R A U S S E

 

 

robert-isidor-krausse

 

(Wohl) Portrait des Dr. Livius Fürst
(geb. 27.5.1840 – gest. 1907) Sanitätsrat

Kreide auf sandfarbenem Papier; aufgezogen auf Karton; gerahmt; unter Glas
mittig rechts lokalisiert & datiert „Leipzig d. 29. Feb. 1864“

Blattgrösse: 34,3×43,2cm
Rahmengrösse: 49,7×59,2cm

mittig rechts signiert „Robert Krausse“; verso auf Rahmenrückwand wohl von fremder Hand bez. „Isidor R. Krausse Leipzig“
nicht betitelt

€ 500,-

 

 

 

  

 

Zustand
Papier aufgezogen auf Karton; Papier partiell leicht fleckig; Papier (aufgrund der Montierung) teilw. etwas gewellt; verso auf Karton u.l. Sammlungsstempel mit Nummerierung in Blei; Rahmen an wenigen Stellen etwas bestoßen (am unteren Rahmenelement teilw. etwas stärker abgeplatzt)

 

 

Zur Zeit der Entstehung dieses Portraits war Robert Isidor Krausse bereits ein voll ausgebildeter Künstler, der vor Kurzem von Reisen (Belgien, Niederlande) zurückkam. Äußerst detailliert und fein zeigt sich die Darstellung des Portraitierten, der wohl als Sanitätsrat Dr. Livius Fürst (27.05.1840 Leipzig – gest. 1907) identifiziert werden kann. Dr. Fürst erwarb im Jahr dieser Zeichnung (1864) seinen Doktortitel, ging darauf für kurze Zeit nach Wien und Prag, wo er sich auf Kinderheilkunde spezialisierte. 1865 kehrte er nach Leipzig zurück und hatte bis 1886 die Leitung der Kinderpoliklinik an der Universität Leipzig inne. 1873 schuf Krausse ein Ölportrait von Dr. Livius Fürst (Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Inv. XXVII/42).

 

 

Zu Robert Isidor Krausse (28.07.1834 Weimar – 1903 Dresden):
Portrait- und Historienmaler; Studium an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule (bei Franz Jäde); Studium der Malerei an der Kunstakademie Leipzig (bei Gustav Jäger); Atelierschüler Jägers; in dieser Zeit schuf er insbesondere großformatige biblische Arbeiten, die v.a. Absatz in England fanden; 1858 Aufenthalt in München; 1859-1860 Reisen nach Belgien und die Niederlande; schmückte die Villa Wahnfried (Bayreuth) aus; Mai 1869 Richard Wagner bestellt bei Krausse eine Kopie des Beethoven-Portraits von Ferdinand Georg Waldmüller

Literatur
NAGLER, Georg Kasper (1871): Die Monogrammisten und diejenigen bekannten und unbekannten Künstler […] (Bd. 4); Georg Franz; München; S.1048
BOETTICHER, Friedrich von (1974): Malerwerke des Neunzehnten Jahrhunderts [Band 1,Teil 2]; H. Schmidt & C. Günther; Leipzig; S. 793